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Autofahren an Halloween: Diese Kostüme können teuer werden – das ist nicht erlaubt

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Von: Dominik Jahn

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Wer sich an Halloween auf den Weg zu einer Party macht, der sollte vielleicht sein Auto stehen lassen. Einige Verkehrsvergehen werden mit Kostüm hinterm Steuer oft doppelt so teuer.

Im Straßenverkehr gibt es durchaus Vorschriften, die man kennt, die aber gar nicht gelten, wie echo24.de bereits berichtet hat. Was allerdings definitiv zu beachten ist für Autofahrer, sind Regelungen an Halloween. Wer mit seinem Kostüm am 31. Oktober zur Party fahren möchte, der darf nicht mit jeder Verkleidung ins Auto steigen.

Nicht nur, wer in eine Polizeikontrolle gerät, kann unter Umständen Probleme bekommen. Laut dem Portal geblitzt.de kann auch ein Blitzer-Foto mit Halloween-Kostüm eine saftige Strafe nach sich ziehen.

Halloween-Kostüm laut Verordnung nicht grundsätzlich verboten

Zwar untersagt die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) das maskierte Führen eines Fahrzeugs nicht ausdrücklich, wie bussgeldkatalog.org schreibt, und auch ein Bußgeld oder Punkte in Flensburg sind demnach nicht zwangsläufig die Folge des Autofahrens mit Halloween-Kostüms. Aber gerade bei einem Unfall können bestimmte Verkleidungen Folgen haben.

Veranstaltung:Halloween
Datum:Montag, 31. Oktober 2022
Auch bekannt als:Halloween; All Hallowe'en; All Hallows' Eve; Halloween
Ursprung:Ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet

So kann dem maskierten Unfallverursacher, wenn das Kostüm für den Unfall verantwortlich ist, eine Verletzung der Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden. Das zieht in der Regel nicht nur ein Bußgeld nach sich, sondern kann auch zu Problemen mit der Versicherung führen.

Verkehrsvergehen werden mit Halloween-Kostüm oft doppelt teuer

In der Straßenverkehrs-Ordnung steht laut § 23  Abs. 4, dass in der Regel „Auge, Nase und Ohren nicht verdeckt sein dürfen. Wird man dennoch vermummt hinterm Steuer erwischt, droht ein Bußgeld von 60 Euro. Kopfbedeckungen, Brillen sowie Gesichtsschmuck sind natürlich erlaubt“.

Dem Blitzer-Portal zufolge werden bestimmte Verkehrsvergehen mit einem Halloween-Kostüm noch teurer als normal. Dazu heißt es: „Fährt man mit einer Halloween-Maske beziehungsweise einem ausschweifenden Kostüm über eine rote Ampel und wird dabei geblitzt, kann der Betroffene neben den regulär zu zahlenden 90 bis 360 Euro sowie den zwei Punkten und einem eventuellen Fahrverbot noch mit 60 Euro für die Vermummung rechnen“. Kann der Fahrer aufgrund der Verkleidung nicht ermittelt werden, droht zusätzlich für den Halter noch eine Fahrtenbuchauflage für die Zukunft.

Gefährdung im Straßenverkehr durch Halloween-Verkleidung: Monsterfüße auf dem Gaspedal

Was grundsätzlich im normalen Verkehrsalltag gilt, gilt auch an Halloween. Entscheidend für ein Bußgeld kann auch das Schuhwerk sein. Wie echo24.de berichtet hat, stellt sich bereits bei Gummistiefeln und Wanderschuhen die Frage nach der Fahrerlaubnis. Damit dürfte klar sein: Wer sich mit Monsterfüßen oder Clownsschuhen hinters Steuer setzt, der muss im Zweifel mit einem Bußgeld rechnen, berichtet auch 24auto.de.

Halloween-Kostüm im Auto: Versicherungen verstehen keinen Spaß

Glaubt man den Bußgeld-Experten, dann kann es bei einem Unfall mit Halloween-Kostüm auch mit der Autoversicherung extrem ungemütlich werden. Verursacht man demnach mit Verkleidung beim Autofahren einen Unfall, kann der Versicherer „aufgrund grober Fahrlässigkeit Kaskoleistungen verweigern. Den Schaden an Ihrem Auto müssen Sie dann aus eigener Tasche bezahlen“.

Allerdings wird das Unfallopfer geschützt: „Die Haftpflichtversicherung greift daher in der Regel auch dann, wenn Sie maskiert Auto gefahren sind. Mit einer Anpassung Ihrer Schadensfreiheitsklasse müssen Sie allerdings auch in Bezug auf die Haftpflichtversicherung rechnen“. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) rät daher allen Halloween-Fans, die sich auf den Weg zu einer Party machen, aus Sicherheitsgründen doch lieber auf ein Taxi umzusteigen.

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