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Grippewelle in Baden-Württemberg: Sollte ich mich noch impfen lassen? 

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Von: Tobias Becker

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Eine der gefährlichsten Krankheiten kursiert in Baden-Württemberg: Die Grippe. Eine Impfung gegen das Virus kann helfen, aber lohnt sie sich noch?

Husten hier, Schnupfen da, hinzu kommen Fieber und Gliederschmerzen. Die Grippe ist eine von mehreren Krankheiten, die Deutschland derzeit im Griff haben. Jeder neunte soll krank sein. Dabei ist das Grippevirus nichts Neues, von vielen Menschen aber deutlich unterschätzt. Denn laut Experten ist es eine lebensbedrohliche Erkrankung, wie echo24.de bereits berichtete. Dabei gibt es Impfungen gegen die Grippe, aber lohnt sich das jetzt noch?

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann
Bevölkerung11,07 Mio.

Grippe, RS-Virus, Corona: Droht ein weiterer Höhepunkt der Krankheitswelle?

Zwar ist Baden-Württemberg laut Hustenatlas des Robert-Koch-Instituts (RKI) eines der Bundesländer mit den wenigsten Fällen pro 100.000 Einwohner. Dennoch sind auch hierzulande Kinderkliniken überfüllt. Grund dafür ist vor allem das RS-Virus. Corona schwirrt ebenfalls noch durch das Land und sorgt für „positive“ Überraschungen in der Weihnachtszeit.

Die Grippe gibt es schon seit langer Zeit und jährlich sterben viele Menschen an dem Virus. Sie ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich und in diesem Jahr besonders früh dran, vor allem im Vergleich zu den Vorjahren. Ein weiterer Höhepunkt der Krankheitswelle nach Weihnachten und Silvester ist nicht auszuschließen. Doch hilft eine Impfung jetzt noch?

Impfung gegen Grippevirus – Experte rät: „Es ist noch nicht zu spät!“

Gegenüber echo24.de erklärt Frank Eickmann, stellvertretender Geschäftsführer und Pressesprecher des Landesapothekerverband Baden-Württemberg, dass eine Grippe-Impfung auch jetzt noch sinnvoll sei: „Ein ganz klarer Appell: Lassen Sie sich impfen! Es ist nicht zu spät.“ Der Immunschutz braucht gut eine Woche im Körper, damit man den „Umständen entsprechend optimal geschützt“ ist.

Das Schema einer Viruserkrankung läuft demnach immer gleich ab: Der Mensch erkrankt, dann gesundet der Körper und baut eine Abwehr gegen den Virus auf. Eickmann: „Eine Impfung sorgt ohne Erkrankung dafür, dass sich das Abwehrschild aufbaut.“ Heißt: Auf Fieber, Gliederschmerzen, Husten und andere Grippe-Symptome kann man gegebenenfalls verzichten.

Lohnt sich die Impfung gegen den Grippevirus: Hohe Ansteckungsgefahr

Aufgrund der ohnehin schon vielen Erkrankten, ist die Ansteckungsgefahr natürlich hoch. „Es ist eine sehr ansteckende Erkrankung, weil sich der Virus auf allem ablegt, was Erkrankte anfassen“, erklärt Frank Eickmann vom Landesapothekerverband gegenüber echo24.de. Bedeutet: Türgriffe, Tastaturen, Telefonhörer, Kaffeemaschinen, Lenkrad - die Liste lässt sich noch fortführen.

Und die Grippe ist nicht zu unterschätzen. Eickmann: „Daran sterben Menschen. Die Grippe bleibt eine gefährliche Erkrankung.“ Betroffen sind vor allem ältere Menschen oder die, die schon Vorerkrankungen haben. Aber auch Menschen mit vielen sozialen Kontakten können sich das Grippevirus leicht einfangen und sollten über eine Impfung nachdenken. Die Symptome einer Grippe sind vielfältig und mit ihnen ist nicht zu spaßen:

So kann man sich gegen die Grippe schützen: Hygieneregeln einhalten

Neben der Impfung helfen auch Verhaltensregeln, die schon in der Hochzeit des Coronavirus für die Menschen in Baden-Württemberg wichtig geworden sind: Abstand halten, in die Armbeuge Niesen und Husten, Händewaschen und das Desinfektionsmittel nutzen. So kann man zumindest etwas vorbeugen. Eine Grippe-Impfung sollte dennoch jedes Jahr genutzt werden.

Wer krank ist, hat zudem auch noch ein weiteres Problem: Der Medikamenten-Mangel in Apotheken ist auch wegen der Krankheitswelle hoch. Allerdings gibt es noch weitere Gründe für die Engpässe und Arznei-Knappheit. Trotzdem: Wenn man der Grippe entkommen kann, entgeht man auch dem Problem mit den Medikamenten.

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