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Grippe und RS-Virus: Kommt der Krankheits-Höhepunkt nach den Feiertagen?

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg wird von einer Krankheitswelle heimgesucht. Das Grippevirus und das RS-Virus sorgen für einen hohen Krankenstand. Doch folgt der Höhepunkt nach Weihnachten und Silvester noch?

Eine Krankheitswelle überrollt Baden-Württemberg in den letzten Wochen. Grippevirus, Corona und RS-Virus sind wohl die größten Erkrankungen, die derzeit im Umlauf sind. Die große Gefahr: Gerade an Weihnachten und Silvester kommen Familie und Freunde zusammen, um das Fest zu feiern und das neue Jahr zu begrüßen. Heißt das, dass der Höhepunkt der Krankheitswelle erst noch kommt?

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann
Bevölkerung11,07 Mio.

RS-Virus und Grippe legen Baden-Württemberg lahm – auch Medikamente knapp

Das RS-Virus sorgt aktuell dafür, dass Kinderkliniken an die Grenzen stoßen. Klar, denn gerade für Kleinkinder kann das RS-Virus gefährlich sein. Grippe und Corona sind häufig für den Personalmangel verantwortlich. Ein weiteres Problem, mit dem die Menschen in Baden-Württemberg aktuell konfrontiert werden: Der Medikamenten-Mangel in Apotheken.

Für Eltern besonders bitter: Auch an Fiebersaft für Kinder mangelt es immer häufiger. Die Gründe für den Medikamenten-Mangel sind vielseitig, wie echo24.de bereits berichtete. Dabei startet die eigentliche Krankheitswelle häufig erst zum Jahresbeginn - und nicht, wie in diesem Jahr, schon im Oktober oder Anfang November.

Neuer Höhepunkt der Krankheitswelle zum Jahresstart? Experte: „Sehr ansteckende Erkrankung!“

Heißt das, das der eigentlich Höchststand, der Krankheits-Höhepunkt, noch folgt? „Es ist nicht zwingend davon auszugehen, dass es schlimmer oder besser wird“, erklärt Frank Eickmann, stellvertretender Geschäftsführer und Pressesprecher des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, gegenüber echo24.de. Aber er warnt auch: „Da wir aber viele Kranke haben, ist die Übertragungswahrscheinlichkeit sehr hoch.“

Die Feiertage zu Weihnachten, die Familienbesuche und der Silvesterabend mit den vielen Partys und Freunden scheinen für Viren ein gefundenes Fressen. Eickmann: „Das Grippevirus ist eine sehr ansteckende Erkrankung, weil sich das Virus auf alles ablegt, was Erkrankte anfassen.“

Neuer Höhepunkt der Krankheitswelle zum Jahresstart: Diese Tipps helfen beim Familienfest

Die Gefahr sich in der Zeit um den Jahreswechsel anzustecken, ist dadurch wohl noch größer. Der Abstand zwischen den Menschen schmilzt, gerade beim Feiern sorgt auch der Alkohol dafür, dass nicht mehr auf die wohl hilfreichsten Maßnahmen geachtet wird.

„Die altbekannten Ratschläge sind wichtig: Handhygiene, Desinfektionsmittel und etwas Abstand halten“, so Frank Eickmann zu echo24.de. Auch das Husten oder Niesen in die Armbeuge kann helfen, denn die Hände sind schließlich im Dauereinsatz. Kurz um: Was man in der Coronazeit gelernt hat, kommt auch jetzt zum Tragen, um sich vor der Grippe, aber auch vor dem RS-Virus zu schützen.

Grippe- und RS-Virus im Umlauf: Experte empfiehlt Impfung, Wetter spielt mit

Die Ansteckungsgefahr ist hoch, auch, weil es so viele kranke Menschen in Baden-Württemberg gibt. Deshalb appelliert Experte Frank Eickmann: „Lassen Sie sich impfen. Es ist nicht zu spät.“ Ein Grippevirus ist schließlich kein Schnupfen, sondern eine „sehr, sehr ernsthafte Erkrankung“. Eine Grippe-Impfung hilft auch jetzt noch, wie echo24.de berichtet.

Ein positiver Punkt: Das Wetter in Baden-Württemberg bleibt wohl weiterhin recht mild, fast schon frühlingshaft. Zwar muss immer noch auf die richtige Kleidung geachtet werden, allerdings kann regelmäßig gelüftet werden. Auch an Silvester wird wohl wieder mehr auf der Straße gefeiert als im Haus - sollte es nicht regnen.

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