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Weihnachtsklassiker Glühwein – darum macht er so schnell betrunken

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Frankfurter Weihnachtsmarkt 2022
Glühwein macht warm? Alkohol weitet die Blutgefäße - dadurch kühlt unser Körper deutlich schneller aus. Es ist also ein Mythos, dass Glühwein uns warm hält. © Frank Rumpenhorst/ picture alliance

Nach ein paar Stunden auf dem Weihnachtsmarkt kann es schon mal kalt werden. Zum Aufwärmen greifen viele zu dem Weihnachtsmarktklassiker schlechthin: Glühwein. Doch warum steigt er so schnell zu Kopfe?

Die Weihnachtsmarktsaison neigt sich schon langsam dem Ende zu. Viele verbinden die Vorweihnachtszeit vor allem mit einem heißen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Auch dieses Jahr präsentierten sich viele verschiedene Abwandlungen des Klassikers auf den deutschen Weihnachtsmärkten. Doch warum macht Glühwein so schnell betrunken?

Vor allem die Temperatur des Glühweins ist ausschlaggebend

Einen erheblichen Unterschied macht vor allem die Temperatur des Getränks. So gelangen warme, alkoholische Getränke deutlich schneller ins Blut, als kalte. Das liegt daran, dass heiß getrunkener Alkohol die Gefäße erweitert und den Stoffwechsel und Kreislauf anregt. Dies führt zu einer schnellen, berauschenden Wirkung.

Nicht ganz unschuldig ist außerdem der Zucker: anders als beim Rotwein verleitet uns die Süße dazu, den Glühwein schneller zu trinken, was schließlich auch dazu führt, dass der Rauch schneller einsetzt. Die Temperatur des Getränks spielt allerdings keine Rolle bei der Höhe des Promillegehalts. Hier zählt ausschließlich die Alkoholmenge, die konsumiert wurde.

Diese Dinge helfen, um den Glühweinrausch zu kontrollieren

Die subjektive Wahrnehmung, betrunken zu sein, tritt deutlich später ein, wenn der Magen gut gefüllt ist. Da dürfte es auf dem Weihnachtsmarkt schließlich auch nicht an Angeboten mangeln. Zudem hilft das sogenannte „Zwischenwasser“. Dr. Karin Müller vom TÜV Rheinland empfiehlt eine Pause nach zwei Tassen Glühwein und regelmäßig einen Schluck Wasser. Das Wasser verhindert nämlich einen allzu schnellen Aufbau einer zu hohen Alkoholkonzentration im Blut. 

Darum ist der Kater vom Glühwein oft schlimmer

Nicht nur der Glühweinrausch hat es in sich, auch die Nachwehen sind beim Weihnachtsgetränk nicht ganz ohne. Schuld daran ist weniger der Alkohol an sich, sondern vielmehr die Zusatzstoffe. Zucker, Zimt, Gewürze und Schnäpse sind fast schon Garanten für Kopfschmerzen.

Um einen schlimmen Kater zu verhindern, hilft daher eigentlich nur das Verzichten auf den Glühwein. Stattdessen mal ein Kakao oder einen Punsch ohne Schuss zu trinken, kann ja nicht schaden. Für die Figur ist es sicher auch etwas Gutes, denn eine Tasse Glühwein hat um die 200 Kalorien.

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