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Keine Geschenke an Weihnachten? Handelsverband warnt vor Lieferengpässen

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Noch so viel Zeit bis Weihnachten? Von wegen! Wer sichergehen will, die Geschenke einpacken zu können, die er plant, sollte wegen Lieferengpässen handeln.

Bekanntermaßen gibt es verschiedene Taktiken, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Die einen sammeln das ganze Jahr über Ideen, kaufen auch im Sommer schon erste Präsente. Die anderen schieben es bis kurz vorm Fest vor sich her und ziehen womöglich an Heiligabend noch los. Aber: Dieses Jahr sollten sich alle früh Gedanken machen, denn Handelsverbände warnen vor Lieferengpässen.

Jetzt schon an Weihnachtsgeschenke denken? Handelsverband warnt vor Lieferengpässen

Zum einen stehen Verbraucher vor deftigen Preisprobleme: Lebensmittel werden immer teurer, Frust an den Tankstellen gehört zum Alltag, das 9-Euro-Ticket endet und hat noch keinen Nachfolger. Dazu kommen im Winter irre Heizkosten auf viele zu. Und trotzdem: Zu Weihnachten wollen wir unseren Liebsten eine Freude machen. Nächster Dämpfer: Vieles wird zum Fest nicht unter dem Baum liegen können.

Weihnachtsgeschenke dieses Jahr früh besorgen – Lieferketten schwer beeinträchtigt

Die Coronapandemie, der Krieg in der Ukraine – beides wirkt sich nach wie vor auf unsere Lieferketten aus und wird auch zu Weihnachten spürbar sein. So sei Regen-Kleidung für Kinder in diesem Jahr bei einigen Händlern nicht angekommen, weil in einem großen Hafen Corona unter den Hafenarbeitern ausgebrochen war: Ergebnis: Quarantäne und der Container mit der Ware steckte fest.

Wer zu Weihnachten ein Fahrrad verschenken will, der hat vermutlich jetzt schon keine Chance mehr. Der Stern schreibt dazu: „Schon die Lockdowns der Corona-Krise führten dazu, dass sich die Bevölkerung vermehrt aufs Rad schwang. Und somit die Lagerbestände der Händler leer kauften.“ Demnach warteten einige Händler bis heute auf bis zu 40 Prozent der Räder, die sie bereits im vergangenen Jahr bestellt hatten. Erst Ende 2024 sei mit einer Normalisierung des Fahrradmarktes bei weiter steigender Nachfrage zurechnen.

Lieferengpässe: Technik ist zu Weihnachten besonders gefragt – und problematisch

Besonders bald zum Geschenke-Shopping sollten diejenigen losziehen, die Technik zu Weihnachten verschenken wollen. Konsolen, Smartphones und Tablets sind vom Chip-Mangel betroffen, teils schon seit Monaten ausverkauft. Davon betroffen sind große wie kleine Hersteller. Es ist daher ratsam, früh nach Alternativen zu suchen.

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) sagt gegenüber der Funke Mediengruppe: „Vieles kommt später an oder in der falschen Anzahl.“ Dies liege daran, dass sich Schiffe in Warteschlangen befinden oder noch nicht im Zeitplan liegen würden.

Auch Holz ist Mangelware. Somit sind auch die betroffen, die Möbel zu Weihnachten verschenken möchten. Ikea sagte schon Anfang des Jahres den Verkauf einzelner Produkte ab und Hornbach teilt mit, dass bestimmte Produkte bereits im Einkauf dreimal so teuer sind als bis vor kurzem.

Einen ganz verrückten Gedanken könnte man angesichts drohender Lieferengpässe zu Weihnachten ja mal anstellen. Es geht gar nicht um die Geschenke. Vielleicht ist das genau das richtige Jahr, um neue Traditionen zu schaffen? Gemeinsam kochen, zusammen eine Spendenaktion unterstützen, einfach nur einen schönen Abend verbringen. Darf man so etwas überhaupt vorschlagen?

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