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Darum sind nicht alle Ganzjahresreifen im Winter erlaubt - darauf müssen Autofahrer achten 

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Von: Dominik Jahn

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Autofahrer müssen für Ganzjahresreifen das individuelle Einsatzprofil des Fahrzeugs kennen. Im Ausland können zudem andere Regelungen gelten.

Der Sommer neigt sich ganz allmählich dem Ende zu. Am 1. September war der meteorologische Herbstanfang. Für viele Autofahrer stellt sich wider die Frage, ab wann sollte man auf Winterreifen wechseln? Doch auch die Frage nach dem Reifen stellt sich immer häufiger. Braucht man wirklich noch Winterreifen, oder reichen vielleicht auch Ganzjahresreifen? Autofahrer sollten dabei gut aufpassen.

Wer voll auf Ganzjahresreifen setzen möchte, der muss einige wichtige Details beachten. Nicht alle Reifen dieser Art sind auch für den Winter zugelassen. Und selbst wenn in einigen Ländern sind sie dennoch nicht zugelassen. Wer also einen Skiurlaub plant, sollte sich informieren.

Ganzjahresreifen: Die Vorteile der Alleskönner für Autofahrer

Das Praktische an Ganzjahresreifen, sie sparen Geld. Für Autofahrer fällt der saisonalen Reifenwechsel einfach weg. Die Winter- oder Sommerreifen müssen nicht eingelagert werden und bei einer Neuanschaffung muss eben nur ein Satz Reifen gekauft werden. Doch nicht alle Ganzjahresreifen dürfen auch im Winter gefahren werden. Hier hat es seit dem 1. Januar 2018 eine ganz entscheidende Änderung gegeben, die nicht allen Autofahrern bewusst ist.

Nicht alle Ganzjahresreifen sind zugelassen im Winter: Diese Zeichen muss man beachten

Grundsätzlich gilt in Deutschland bei winterlichen Wetterverhältnissen Winterreifenpflicht. Haben die Ganzjahresreifen eine M+S Kennzeichnung, dann sind auch sie erlaubt und somit im Einklang mit besagter Winterreifenpflicht. Die Abkürzung M+S steht dabei für „Matsch und Schnee“. Ganzjahresreifen bilden einen Kompromiss zwischen den Eigenschaften von Winterreifen und Sommerreifen.

Doch Vorsicht! Wie unter anderen bei bussgeldkatalog.org zu lesen ist, gilt seit 1. Januar 2018 eine spezielle neue Regelung für Ganzjahresreifen. Und die Experten von reifen.com erklären dazu: „Gesetzlich erlaubt ist die Nutzung von vor 2018 produzierten M+S Reifen noch bis Ende September 2024. Neu produzierte Reifen müssen nun zusätzlich mit einem Schneeflocken-Symbol versehen sein, um als Winterreifen zu gelten.“

Ganzjahresreifen im Winter: Für wen sind sie geeignet?

Doch für wen sind Ganzjahresreifen denn überhaupt sinnvoll? Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) rät Autofahrern, die sich Ganzjahresreifen zulegen wollen, dazu, dass sie das individuelle Einsatzprofil des Fahrzeugs sowie die Stärken und Schwächen der Reifen genau kennen.

Dazu heißt es beim ADAC, dass für Autofahrer, die in einer gemäßigten Klimaregion leben und keinen Skiurlaub oder Sommerferien im Süden planen, Ganzjahresreifen eine Alternative sein können. Gleiches gilt dem Bericht zufolge auch „für Besitzer von Zweit- und Kleinwagen, die mit wenig Kilometern vor allem innerstädtisch unterwegs sind, aber auch für alle, die Kosten für die Umrüstung sparen müssen und das Auto bei üblem Winterwetter stehen lassen können“.

Doch die Experten weisen darauf hin, dass die Ganzjahresreifen nicht die Bestleistungen der spezialisierten Sommer- beziehungsweise Winterreifen erreichen. Außerdem sollte man zwingend das Profil dieser Reifen im Blick behalten. Nur bis zur offiziellen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm genügen sie als Winterreifen.

Probleme mit Ganzjahresreifen in Italien: Besondere Regelung in den Sommermonaten

Wer mit Ganzjahresreifen in den Skiurlaub fahren möchte, muss die Vorschriften der einzelnen Länder beachten. Autofahrer können hier durchaus böse Üebrraschungen vorfinden. Wie der ADAC schreibt, gilt für Italien eine besondere Regelung: „Während in den Wintermonaten zwischen dem 15. Oktober und 15. Mai des Folgejahres die Vorschriften den deutschen entsprechen, gelten in den Sommermonaten (16. Mai bis 14. Oktober) spezielle Regeln: Mit Winter- und Ganzjahresreifen darf nur dann gefahren werden, wenn diese einen Geschwindigkeitsindex aufweisen, der mindestens dem in der Zulassungsbescheinigung Teil I festgesetzten Geschwindigkeitsindex entspricht“.

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