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Einigung bei Galeria Karstadt Kaufhof: Hoffnung für viele Filialen

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Von: Dominik Jahn

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Mit dieser Meldung kommt bei Galeria Kaufhof Hoffnung auf, dass mehr Filialen erhalten bleiben, als bisher angenommen. Management und Betriebsrat haben sich zu Verhandlungen getroffen.

Noch im Dezember 2022 waren die Prognosen für Galerie Karstadt Kaufhof schlecht. Nach dem erneuten Pleite-Schock steckt man wieder mitten in einem Insolvenzverfahren. Immerhin ein neues Konzept für eine mögliche Zukunft wurde bereits erstellt. Gegenüber echo24.de erklärte das Unternehmen seine Pläne. Jetzt meldet Galeria eine wichtige Einigung. Damit könnten mehr Filialen gerettet werden, als bisher angenommen.

Anfang Dezember 2022 hatte man eine Streichliste veröffentlicht. Daraus auch ersichtlich, welche Filialen trotzdem eine Zukunft haben könnten. Auch Standorte von Galeria Kaufhof wie Heilbronn könnten dieses Mal von einer Schließung betroffen sein.

Es könnten weniger Galeria Kaufhof-Filialen schließen als angenommen

Wie die Unternehmenskommunikation der Warenhauskette jetzt schreibt, konnten sich bei Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan das Galeria Management und der Gesamtbetriebsrat auf erste Eckpunkte einigen. Die Verantwortlichen weisen darin aber auch nochmals daraufhin, „dass die Filialen in der jetzigen Struktur und Anzahl nicht aufrechterhalten werden können“. 

Unternehmen:Galeria Kaufhof
CEO:Miguel Müllenbach
Gründung:\t1879, Stralsund
Gründer:Leonhard Tietz

Und dennoch machen die Verantwortlichen mit einer Aussage zum Erhalt einiger Standorte auch durchaus Hoffnung. So heißt es: „Die Zahl der Filialen, die im Fokus der Prüfung einer Schließung standen, konnte deutlich reduziert werden.“ Wichtig dafür blieben aber die Verhandlungen mit den Vermietern und Bietern.

Verantwortliche äußern sich nicht zu konkreten Standorten

Zu den Interessenten, die Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen könnten, erklärt das Unternehmen, dass es mehrere Bieter geben würde. Und: „Eine nahtlose Weiterbeschäftigung bei einem Erwerber bietet den Mitarbeitenden weitere berufliche Perspektiven.“

Welche Standorte und die entsprechenden Filialen geschlossen werden müssen, steht aufgrund der laufenden Gespräche weiterhin noch nicht fest. Einzelne Filialen möchte man in diesem Fall nicht kommentieren.

Galeria-Geschäftsführer spricht von positiver Entwicklung im Insolvenzverfahren

Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Guido Mager blickt laut Mitteilung aber positiv in die Zukunft: „Mit dieser Einigung haben wir gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat eine wesentliche Weichenstellung für das Fortbestehen von Galeria und die erfolgreiche Umsetzung unseres Sanierungsplans erreichen können. Wir möchten allen Beteiligten für die herausfordernden, stets konstruktiven und zielorientierten Verhandlungen danken.“

Wie unter anderem auch die „Tagesschau“ dazu schreibt, hatte der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bislang davon gesprochen, „dass nur ein harter Kern an Kaufhäusern übrig bleiben werde“. Außerdem hatte der Gesamtbetriebsrat in den vergangenen Monaten davor gewarnt, „dass bis zu 90 der 131 Filialen von der Schließung bedroht seien“. Es arbeiten noch rund 17.000 Menschen bei Galeria Karstadt Kaufhof.

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