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Richtiges Verhalten bei Extremwetter: Darauf kommt es in Notsituationen an

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Von: Michaela Ebert

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Wetter in Deutschland: Weiter warm, mit Gefahr auf Starkregen – auch Tornados können sich bilden.
Extreme Wetterlagen werden in Deutschland durch den Klimawandel zunehmend häufiger. © Patrick Pleul/dpa

Durch den Klimawandel nehmen Wetter-Extreme in Deutschland immer mehr zu. Oftmals können bereits im Vorfeld Vorkehrungen getroffen werden, um sich besser zu schützen.

Stürme, Gewitter und Hitzewellen: Durch den Klimawandel werden derartige Wetterextreme in Deutschland immer häufiger. Sogar im Oktober traten zuletzt schwere Gewitter in Baden-Württemberg auf, was eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist.

Derartige Naturgewalten können gravierende Folgen haben. Laut des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kamen in Deutschland im Jahr 2018 rund 20 Tausend Menschen im Alter über 65 im Zusammenhang mit Hitze ums Leben. 2019 entstand eine Schadenssumme von rund drei Milliarden Euro in Deutschland durch Naturgefahren.

Doch wie sich Einzelne gegen die Kraft der unberechenbaren Natur am besten schützen? echo24.de gibt Tipps, wie man sich besser gegen Stürme, Hochwasser und Co. wappnen kann.

Extremwetter in Deutschland: Warnmeldungen im Auge behalten

In erster Linie ist es wichtig, einen Überblick zu behalten und auf dem Laufenden zu bleiben. Nur wer auf dem neusten Stand ist, kann rechtzeitig handeln. Aktuelle Warnmeldungen finden Bürger auf der Website des BBK.

Unwetter, im besonderen Starkregen und schwere Stürme, werden dort bereits einige Tage zuvor angekündigt. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) liefert auf seiner Internetseite Informationen dazu. Wer es lieber mobil mag, kann sich auch die Warnapp NINA installieren, die bei drohenden Unwettern Warnmeldungen auf das Handy schickt.

Grundlegende Vorsorge im Extremwetterfall: Vorbereitung ist alles

Doch wie geht man vor, wenn es so weit kommt? Oftmals lohnt es sich, schon vorbereitet zu sein, bevor die Warnmeldung aufploppt. Beim Lebensmittelvorrat zum Beispiel. Dieser kann mithilfe einer Notfall-Liste nach und nach im Vorfeld aufgebaut werden. Dabei sollte auch bedacht werden, dass im Falle eines Blackouts ohne Strom gekocht werden muss.

Bei einem langanhaltenden Stromausfall muss zudem noch an einige weitere Dinge gedacht werden, wie beispielsweise an ausreichend Batterien und Taschenlampen. Und um im Falle eines Unwetters wirklich jeder Gang ins Freie zu vermeiden, sollte auch an eine gut aufgefüllte Hausapotheke mit den nötigsten Medikamenten gedacht werden.

Um Mitmenschen zu schützen, sollte auch der Außenbereich einer Wohnung gesichert werden. Bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Sonnenschirme oder Fahrräder sollten unbedingt sicher verstaut werden.

Verhalten in der Extremsituation: Das sollte bei Unwetter getan werden

Doch wie verhält man sich richtig, wenn das vorhergesagte Unwetter dann wirklich eintritt? Die wichtigste Regel lautet hier: Zuhause bleiben! Gerade bei Stürmen und anderen Unwettern ist die Gefahr durch lose Äste, umstürzende Bäume und herabfallende Dachziegel groß.

Dazu müssen natürlich die wesentlichen Vorkehrungen bereits getroffen worden sein. Denn auch für dringende Besorgungen sollte dann nicht mehr vor die Tür gegangen werden – auch nicht für Verabredungen oder um zur Arbeit zu kommen. (Hier sollten Arbeitnehmer, falls möglich, am besten im Home-Office bleiben.)

Bei Extremwetter: Zuhause bleiben

Einmal in den sicheren vier Wänden können auch hier noch weitere Vorkehrungen getroffen werden:

Bei Unwetter im Freien: Das sollte getan werden

Dennoch kann es natürlich auch trotz der besten Vorbereitung vorkommen, dass Menschen von einem Unwetter überrascht werden – und sich ohne Rückzugsmöglichkeit im Freien befinden. In diesem Fall sollten ungeschützte Orte vermieden werden. Dort droht die Gefahr, von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen zu werden. Gerade auch im Wald ist das der Fall.

Bei Hagel ist es dann ratsam, sich auf den Boden zu legen und den Kopf und den Nacken mit den Händen zu bedecken. Bei Gewitter sollte offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und Zäune gemieden werden. Generell sollte auch Abstand von Überlandleitungen (mindestens 50 Metern) und Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder gehalten werden.

Wer kann, sucht sich bei Sturm oder Gewitter Schutz in einem Gebäude (Ausnahme bilden auch hier Hallen mit großer Deckenspannweite) oder in einem Auto. Gerade bei Gewitter ist man darin sicher. Blanke Metallteile sollten aber dennoch nicht berührt werden. echo24.de berichtete bereits, was bei Blitz und Donner zu tun ist.

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