Frost und Bodenfrost drohen im Mai

Eisheilige: Kommt jetzt nochmal Frost? Mit diesen Tipps Pflanzen schützen

  • VonJuliane Reyle
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Gärtner blicken auf den Kalender: Die Eisheiligen stehen an. Wann und wo man sich auf die Eisheiligen einstellen muss, was die Eisheiligen sind und wie Sie ihre Pflanzen schützen können, erklärt echo24.de.

Zwischen dem 11. und 15. Mai ist es dieses Jahr so weit und die fünf Eisheiligen ziehen über Deutschland. Ihnen sagt man nach, dass sie Frost und Kälte mit sich bringen. Jedes Jahr werden die Tage der Eisheiligen von Gärtnern und Landwirten gefürchtet, denn Frost kann den bereits sprießenden und blühenden Pflanzen schnell schaden.

Darum werden Vorjahre analysiert und Prognosen erstellt. Denn: Im Mai kommt es zu einem Kälteeinbruch, bei dem es arktische Polarluft über Deutschland treibt. Meteorologen distanzieren sich davon, dass es sich um „Heilige“ handelt, die den Frost bringen. Der Begriff „Eisheilige“ habe sich historisch gebildet, aufgrund der Wetterbeobachtungen der Menschen. Stattdessen erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD), dass es jedes Jahr um diese Zeit zu diesem Wetterphänomen kommt – und dies aus nachvollziehbaren meteorologischen Gründen.

Eisheilige 2022: Wetter-Experten erklären Wetter-Phänomen

Doch heutzutage können die Eisheiligen auch milder ausfallen, denn mit dem Klimawandel verändern sich die Temperaturen weltweit. Den Eisheiligen wurde bisher viel Aufmerksamkeit geschenkt, weil die Kaltlufteinbrüche im Mai in eine kritische Vegetations-Phase fallen. Die Natur ist um diese Zeit meist schon weit fortgeschritten und viele Bäume in der Blüte.

Die Gefahr besteht also nicht an den Temperaturen an sich, sondern dass die Warmluftphase unterbrochen wird und kalte Luft einströmt. Meteorologisch gesehen, handelt es sich bei den Eisheiligen also um eine Singularität: eine Wetterlage, die jedes Jahr mit einer hohen Wahrscheinlichkeit und zu einem ähnlichen Zeitpunkt auftritt. 

Eisheilige: Jeden Tag ein anderer Heiliger – regional unterschiedlich stark vertreten

Jeden Tag soll ein anderer Heiliger kommen und den Frost mit sich bringen. An welchem Tag welcher Heilige kommt, berichtet eisheilige.info. Doch die Eisheiligen sind regional unterschiedlich stark vertreten. Mit Mamertus beginnt die Eisheiligen-Phase am 11. Mai im Norden Deutschlands – über die anderen Tage hinweg verteilen sich die anderen Heiligen, bis es am 15. Mai mit der Kalten Sophie endet. Wo die Eisheiligen sich aufhalten, soll es zu kühlen Temperaturen, Bodenfrost oder manch einem Jahr sogar zu Frost und Schnee kommen.

  • 11. Mai – Mamertus
  • 12. Mai – Pankratius
  • 13. Mai – Servatius
  • 14. Mai – Bonifatius
  • 15. Mai - Kalte Sophie

Die Eisheiligen haben ihre Namen von Bischöfen und Märtyrern. Die Namensgebung liegt schon Jahrhunderte zurück. In Norddeutschland existieren nur Mamertus, Pankratius und Servatius, als die drei Eisheiligen. In Süd- und Ostdeutschland hingegen kommen noch Bonifatius und die Kalte Sophie dazu, doch es fällt dafür der Mamertus weg.

Eine Plastikfolie soll Blumen vor Nachtfrost schützen.

Bis zum Ende der Eisheiligen sollen Gärtner ihre Pflanzen vor Kälte schützen. Es gibt zahlreiche Bauernregeln, die sich auf die Eisheiligen beziehen.

Kälteschutz: Tipps und Tricks um ihre Pflanzen zu schützen

Damit die Eisheiligen nicht alles erfrieren, können Pflanzen, wie im Winter, vor Frost und Kälte geschützt werden. Einige Tipps hierfür sind:

  • Kräuter- und Gemüse, das herein geholt werden kann ins Haus holen und an kühlen Stellen, bestenfalls mit Lichtquelle, während der Frostperiode Nachts im Haus lassen.
  • Töpfe mit wärmeisolierenden Material schützen. Beispiele für solches Material sind: Styropor, Luftpolster, Strohmatten.
  • Pflanzen mit Jute-Säcken überziehen. Damit lässt sich frisches Blattwerk vor der Kälte schützen.
  • Töpfe nahe an Hauswände stellen. Optimalerweise sind die Töpfe an der Sonnenseite an die Hauswand zu stellen, denn die Wand wärmt sich tagsüber auf und gibt diese auch Nachts, wenn es Frost gibt, noch ab.

Ob Pflanzen in diesem Mai geschützt werden müssen, lässt sich in der individuellen, regionalen Wettervorhersage analysieren.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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