Freizeitpark in Rust

Europapark: Neue Doppel-Achterbahn – Schon 2023 am Start?

  • VonMarten Kopf
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Rust - Der Bau einer neuen Achterbahn im Europapark ist unter Dach und Fach – nur über Details herrscht Stillschweigen. Jetzt verdichten sich die Hinweise, es könnte etwas wirklich Großes werden.

Zweifelsohne gehört der Europapark in Rust im südlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg zu den beliebtesten Freizeitparks überhaupt. Mit immer neuen Attraktionen werden Besucher gelockt und auch nach der langen, Corona-bedingten Schließung hat sich daran nichts geändert. Im Gegenteil: Seit seiner Wiedereröffnung im Mai jagt eine Ankündigung die nächste. Erst kürzlich kündigen die Betreiber die Eröffnung einer einzigartigen Neuheit an, wie sie so sonst nirgends auf der Welt zu finden ist – und zwar schon für das kommende Jahr. Und dass für 2023 eine weitere spektakuläre Achterbahn geplant ist, ist längst mehr als nur reine Spekulation.

NameEuropa-Park
OrtRust, Baden-Württemberg
Besucher5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Aber was dieser Tage bekannt wird, schlägt dem Fass nun wirklich den Boden aus. Wie die Seite parkerlebnis.de berichtet, könnte übernächstes Jahr womöglich nicht einfach eine x-beliebige Achterbahn entstehen. Es gibt einige überzeugende Indizien, dass die Parkverantwortlichen das Projekt noch viel größer denken, als Fans sich das erträumt hätten. Sieht man sich die aktuell bekannten Fakten genauer an, kommt man gar nicht umhin zu mutmaßen, es könne sich allen Ernstes um eine so vielleicht noch nie dagewesene Doppel-Achterbahn handeln!

Europapark: Neuer Themenbereich „Kroatien“?

Laut Bebauungsplänen, die auf der Webseite der Stadt Rust einsehbar sind, soll der Neubau in einem bisher noch nicht für Besucher genutzten Teil am Rand des Parks nahe einiger Lagerhallen angesiedelt werden. Tatsächlich spekulieren Fans schon lange darüber, dass der Park um einen völlig neuen Themenbereich erweitert werden soll, der die derzeitigen, meist länderspezifisch gestalteten Bereiche ergänzt. Bisher galt hier „Rumänien“ als Favorit – neuerdings deutet vieles aber eher in Richtung „Kroatien“, wie auch BW24* vermutet. Grund dafür sind zwei Einträge im Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts, die HEIDELBERG24* einsehen konnte.

Das nämlich verzeichnet seit April dieses Jahres die Marken „Apparatus OHM“ und „Transferator OHM“, beide eingetragen in den Kategorien „Apparate zur Beförderung auf dem Lande“, „Fahrgeschäfte für Vergnügungsparks“ und „Dienstleistungen eines Vergnügungsparks und Freizeitparks“. Und zwar auf die Firma „Mack Media & Brands GmbH & Co KG“, deren Inhaber die Familie Mack ist, die wiederum 1975 den Europapark gründete und ihn bis heute betreibt. Man beachte den Begriff „Ohm“ in beiden Markennamen. Wie jeder aus Schulzeiten weiß, ist ein Ohm die Einheit des elektrischen Widerstands. Und einer der Pioniere auf dem Gebiet der Elektrotechnik war – Nikola Tesla. Ein gebürtiger Kroate.

Neue Achterbahn im Europapark: Hinweise auf „Duelling Coaster“

Die für 2023 angekündigte Achterbahn soll mit einer Gesamtlänge von 1.600 Metern nur unwesentlich kürzer sein als der „Silver Star“, die aktuell größte Bahn des Parks. Allerdings wäre die auf besagten Bebauungsplänen ausgezeichnete Fläche für eine einzelne, sehr große Bahn relativ schmal. Und so vermutet parkerlebnis.de, dass auf dem Gelände eben gerade nicht eine, sondern zwei größtenteils parallel verlaufende Achterbahnen mit je 800 Metern Länge entstehen könnten. Außerdem weiß die Seite, dass der Achterbahn-Hersteller Mack Rides, der die Fahrgeschäfte für den Europapark baut, eine neue Art Achterbahn geplant hat. Das geht aus dem Europäischen Patentregister hervor, das ein neues System verzeichnet, „welches die gleichzeitige Beförderung von Fahrgästen über zwei miteinander interagierenden Schienenführungen optimieren soll“. Und an dieser Stelle übrigens schließt sich auch der Kreis zu Nicola Tesla: Denn der von ihm entwickelte Transformator zum Erzeugen von Hochspannung – die sogenannte „Teslaspule“ – arbeitet mit zwei umeinandergewundenen Spulen. Die Parallele zu zwei nebeneinander geführten Schienensträngen scheint offensichtlich.

Solche „Duelling Coasters“ (zu deutsch etwa: „Sich duellierende Achterbahnen“), also Bahnen mit mehreren Fahrspuren, auf denen die Züge entweder nebeneinander oder in entgegengesetzter Richtung fahren, gibt es in verschiedenen Ausführungen bereits in einigen Parks weltweit. Hierzulande wären sie ein Novum. Ob und wenn ja, wie genau sich all die Spekulationen am Ende bewahrheiten, bleibt natürlich ohnehin erst einmmal abzuwarten. Sicher ist aber, dass Besucher sich bald auf ein weiteres ziemliches Highlight freuen dürfen. (mko) *HEIDELBERG24 und BW24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Europa-Park

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