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Heizen trotz Blackout: Diese Alternativen wärmen auch ohne Strom

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Holzbriketts werden in einem Kachelofen in Kaufbeuren mittels eines Anzünders entzündet.
Bei einem Blackout ist die Art der Heizung entscheidend. Ein Kachelofen beispielsweise funktioniert auch ohne Strom. © picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Experten warnen vor einem deutschlandweiten Blackout. Ein möglicherweise tagelanger Stromausfall kann im Winter für kalte Wohnungen sorgen. So kann vorgebeugt und sich ohne Strom warmgehalten werden.

Die Energiekrise zwingt viele dazu, dieses Jahr besonders auf ihren Stromverbrauch zu achten. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Blackout in Deutschland, wie einige Experten bereits warnen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt auf seiner Internetseite bereits, welche Vorräte angelegt werden sollten. Wenn allerdings die Heizung ausfällt, kann es schnell ziemlich kalt in manchen Wohnungen werden. Wie sich trotzdem warmgehalten werden kann.

Heizen trotz Blackout: Die Art der Heizung ist entscheidend

Kommt es tatsächlich zum gefürchteten Blackout, entscheidet vor allem die Heizart über das individuelle Schicksal. Heizsysteme, die ohne Strom nicht funktionieren:

Wer einen Kachelofen als Wärmequelle nutzt, könnte bei einem Blackout Glück haben. Ein Kachelofen ist dabei nicht nur die sicherste stromlose Heizart, sondern auch eine der günstigsten und effektivsten. Wichtig ist beim Kachelofen nur, genug Holz zu Hause zu haben.

Heizen trotz Blackout: Im Notfall kann auch zu Alternativen Öfen gegriffen werden

Wer keinen Kachelofen besitzt, kann auch zu anderen alternativen Öfen greifen. Dazu zählen zum Beispiel Gasheizer, Petroleumöfen oder Ethanolkamine. Mit der Wärme bringen diese Alternativen allerdings große Nachteile mit sich. Die Stoffe, mit denen die Heizer betrieben werden, sind nämlich teils leicht entzündlich und bieten teils eine Explosionsgefahr. Außerdem bieten alle Geräte eine hohe Kohlenmonoxid-Gefahr. Hinzu kommen die erhöhten Preise der Brennstoffe. Und: Eine Gasmangellage droht im Winter.

So hält sich jeder ohne Strom und ohne Öfen warm

Wem die Ofen-Alternativen zu heikel sind, kann selbstverständlich zu einfacheren Methoden greifen, die das Heizen nahezu ersetzen. Dazu gehört warme Kleidung, Thermounterwäsche, zusätzliche Decken oder Winterschlafsäcke für die Nacht. Außerdem hilft auch die Wärme von Innen: warme Suppen oder ein heißer Tee können mit Camping-Grill oder einem Feuer im Garten erhitzt werden. Auf seiner Internetseite stellt das BKK eine Liste mit dem nötigen Notvorrat bereit, sollte es zu einem Blackout kommen.

Wie wird überhaupt richtig geheizt?

Wenn die Heizung bis zum Anschlag aufgedreht ist und die Fenster trotzdem gekippt sind, kann man sich das Heizen übrigens sparen. Aber wie bekommt man den perfekten Mix aus warmer und trotzdem frischer Luft? Fünf Minuten, drei bis viermal am Tag genügt schon, um einen guten Luftaustausch und eine optimale Luftfeuchtigkeit im Raum zu gewährleisten.

Außerdem reicht eine Raumtemperatur von rund 20 Grad völlig aus - denn je höher die Raumtemperatur normalerweise ist, desto schneller beginnt der Körper zu frieren. Nachts sollte die Heizung auf niedrigster Stufe angeschaltet bleiben, da ein Erhitzen des Raumes mit hoher Stufe am Morgen mehr Energie benötigt. Ganz kostengünstig wird es mit dem Heizen, wenn man wärmere Kleidung trägt.

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