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Energiekosten: Backofen und Herd – diese Tricks sparen viel Geld

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Von: Kirsten Pfister

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Energiekosten: Backofen und Herd sind Mega-Stromfresser im Haushalt. Schon mit bestimmten Einstellungen, lässt sich einiges an Geld sparen.

Dortmund - Die Strompreise sind durch die Energiekrise deutlich gestiegen. Noch stärker, als das in den Jahren davor schon der Fall war. Damit der Energieverbrauch im Haushalt keine riesigen Stromrechnungen nach sich zieht, hilft nur eins: Sparen! Das fängt schon beim Kochen und Backen mit Herd und Backofen an. Wer hier einige Tipps beachtet, kann einiges an Energie und Geld sparen (mehr Lifehacks bei RUHR24).

KüchengerätHerd und Ofen
ThemaEnergie sparen
TricksRichtiges Kochgeschirr und Geräteeinstellungen
Sparpotenzialmind. 20 Prozent

Strom für Herd und Backofen kostet über 165 Euro im Jahr – so lässt sich Geld sparen

Herd und Backofen werden im Alltag ganz selbstverständlich benutzt. Die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass sie zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören. Dabei kann Kochen und Backen ziemlich teuer werden, wie RUHR24 berichtet.

Genauer gesagt braucht ein Haushalt mit drei Personen rund 445 Kilowattstunden Strom pro Jahr nur für den Elektroherd. Bei Induktionsherden ist der Stromverbrauch nicht wesentlich niedriger. Das ergab ein von Stiftung Warentest durchgeführter, praxisnaher Vergleich.

Bei dem aktuellen Strom­preis von 37,14 Cent/kWh (Quelle: Bundes­verband der Energie- und Wasser­wirt­schaft (BDEW), Stand: Juni 2022) macht das über 165 Euro im Jahr. Durch die richtigen Einstellungen von Herd und Ofen und geeignetes Kochgeschirr lassen sich diese Kosten aber drosseln.

Herd stromsparend einsetzen: Die richtigen Töpfe und Pfannen nutzen und Geld sparen

Schon das richtige Kochgeschirr kann einen großen Unterschied machen. Qualitativ hochwertige Pfannen und Töpfe erhitzen schneller und halten besser warm. Das spart nicht nur Strom, sondern auch Zeit beim Kochen. Gutes Kochgeschirr erkennt man an einem glatten, dünnen Boden, der in der Mitte leicht nach innen gewölbt ist. Diese Wölbung dehnt sich bei Hitze aus. So gibt es einen optimalen Kontakt zur Herdplatte und es geht möglichst wenig Energie verloren. 

Herd verbraucht viel Strom: Weniger Energie beim Kochen verbrauchen durch kürzere Kochzeit

Für Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte und allgemein alle Gerichte mit langer Garzeit lohnt sich ein Schnellkochtopf. Durch den erhöhten Druck werden Gerichte bei über 100 Grad gegart. Die verkürzte Kochzeit spart Energie. Am Beispiel von Kartoffeln kann die Kochzeit von 30 auf 10 Minuten verringert werden. Wer an 300 Tagen pro Jahr den Dampfkochtopf anstelle eines gängigen Topfes benutzt, spart über 15 Euro im Jahr.

Strom sparen beim Herd: Richtige Größe von Töpfen und Pfannen

Außerdem sollte das Kochgeschirr die richtige Größe haben. Ohne Topf auf der Platte verbraucht ein Herd etwa dreimal mehr Energie als mit. Deshalb sollten Topf oder Pfanne mit der Größe der Herdplatte möglichst genau übereinstimmen. Sind sie zu klein, geht Energie verloren. Sind sie aber zu groß, brauchen sie mehr Zeit zum Warmwerden und verlängern so die Garzeit. Einer Faustregel nach gehen pro Zentimeter Abweichung 20 bis 30 Prozent Energie verloren.

Beim Kochen von Kartoffeln, Nudeln oder ähnlichem gilt: So wenig Wasser wie möglich in den Topf geben. So dauert es nicht so lange, bis das Wasser erhitzt ist. Das Nudelwasser kann nach dem Kochen sogar noch weiterverwertet werden. Der Deckel gehört dabei grundsätzlich immer auf den Topf, damit so wenig Wärme wie möglich entweicht. Das spart schon etwa 20 Euro im Jahr. Auch, wenn es vielen schwerfällt, sollte er nicht andauernd angehoben werden.

Strom sparen bei Herd und Backofen: Ungeduld im Zaum halten spart Geld

Dasselbe gilt für den Backofen. Die Türe sollte so lange wie möglich geschlossen bleiben - denn mit jedem Öffnen verpuffen bis zu 20 Prozent Energie ins Leere. Deshalb lieber durch die Ofenscheibe beobachten und sich in Geduld üben. Es spart außerdem Strom, alle Gitter und Bleche, die man gerade nicht verwendet, aus dem Ofen zu nehmen. Sonst müssen diese nur unnötig erwärmt werden.

Beim Herd lieber Umluft statt Ober-/Unterhitze einstellen und Strom und Geld sparen

Wie bei der Waschmaschine ist auch beim Backofen die richtige Einstellung zum Energiesparen entscheidend. So sollte grundsätzlich lieber Umluft statt Ober-/Unterhitze gewählt werden. Durch die Umluft lässt sich die Temperatur 20-30 Grad niedriger einstellen und somit energiesparender backen. 

Außerdem ist es in den wenigsten Fällen sinnvoll, den Backofen vorzuheizen. In aller Regel reicht es aus, den Backofen erst anzuschalten, wenn Auflauf, Pizza oder Kuchen hineinkommen. Die Garzeit auf der Packungsanleitung und im Rezept verlängert sich dann nur um einige Minuten. Dafür wird der Strom effektiver genutzt.

Backofen: Stromverbrauch pro Stunde reduzieren und bis zu 20 Euro im Jahr sparen

Eine Studie hat ergeben, dass sich bei einer mit Umluft ohne Vorheizen gebackenen Tiefkühlpizza im Vergleich zur mit Ober-/Unterhitze mit Vorheizen gebackenen Pizza bis zu 20 Prozent Energie sparen lassen. Wer dann den Backofen noch einige Minuten vor Ablauf der eigentlichen Koch-/Backzeit ausschaltet, spart dank der Restwärme noch mehr. Insgesamt 20 Euro im Jahr kann das laut co2online.de ausmachen.

Zwar bringen die einzelnen Sparmaßnahmen nicht das ganz große Geld, aber in Summe gerechnet, lassen sich so einige Euro im Jahr nur durch einen energiesparenden Einsatz von Backofen und Herd gut machen.

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