Keine allgemeine Maskenpflicht mehr ab 3. April

Keine Corona-Regeln mehr beim Einkaufen? Große Änderung für Kunden ab April

Auf einem Plakat steht „Zutritt bitte nur mit FFP2-Maske“ – in Baden-Württemberg besteht neuerdings eine FFP2-Maskenpflicht.
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Für Kunden ändert sich ab dem 3. April beim Einkaufen einiges: Die meisten Corona-Maßnahmen fallen weg, unter anderem die Maskenpflicht. (Symbolbild)
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Für Kunden ändert sich ab dem 3. April beim Einkaufen einiges: Die meisten Corona-Regeln fallen weg, unter anderem die Maskenpflicht. Doch es gibt Ausnahmen.

Sonntag, der 3. April, wird für Deutschland wohl in die Geschichte eingehen – als sogenannter „Freedom-Day“, als der Tag, an dem der Großteil der Corona-Regeln fallen wird. Auch wenn angesichts der hohen Infektionszahlen die Landesregierung die Maßnahmen gerne noch verlängert hätte, werden die meisten Corona-Regeln in Baden-Württemberg ab dem 3. April wegfallen, wie echo24.de bereits berichtete. Für Kunden ändert sich auch beim Einkaufen einiges.

Am Samstag, 2. April, gelten noch „die alten“ Regeln, ab Sonntag, 3. April, nicht mehr. Die Maskenpflicht, und vor allem die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, hat einigen so gar nicht gefallen. Zwar wird die Maskenpflicht nicht komplett fallen und in einigen Bereichen bestehen bleiben, doch beim Einkaufen muss laut dem neusten Beschluss des Landes ab dem 3. April in Baden-Württemberg keine Maske mehr getragen werden.

Viele Corona-Regeln fallen weg: Das ändert sich für Kunden beim Einkaufen

Kunden sind generell nicht mehr dazu verpflichtet, eine FFP2-Maske oder einen anderen Mund-Nasen-Schutz beim Lebensmitteleinkauf im Supermarkt oder im Einzelhandel beim Shoppen zu tragen. Doch es gibt Ausnahmen und diesbezüglich einen entscheidenden Haken: Egal ob Supermarkt oder Einzelhandel, Geschäftsinhaber haben ein sogenanntes Hausrecht. Beispielsweise Supermärkte können per Hausrecht bestimmten, dass Kunden beim Einkauf auch weiterhin eine Maske tragen müssen.

Kaufland und Lidl haben zum Thema Maskenpflicht beim Einkaufen bereits ein Statement abgegeben. Auf Nachfrage von echo24.de erklärte die Schwarz-Gruppe, es werde sich grundsätzlich an den Corona-Regelungen der einzelnen Bundesländer orientiert. Es sei nicht geplant, andere Maßnahmen für Kunden per Hausrecht durchzusetzen. Somit wird es in Baden-Württemberg wohl keine Maskenpflicht bei Kaufland oder Lidl per Hausrecht geben.

Keine allgemeine Maskenpflicht mehr: Das ändert sich für Kunden beim Einkaufen

Bei Edeka beispielsweise könnte es tatsächlich zu einem Regel-Wirrwarr kommen: Denn die Filialen sind meist „inhabergeführt“, somit kann jeder Inhaber für seinen Markt individuell bestimmen, welche Maßnahmen per Hausrecht gelten sollen. Von Geschäft zu Geschäft und von Kette zu Kette könnte es also bald individuelle Regelungen geben, wenn Inhaber vom Hausrecht gebraucht machen.

Ob Unternehmen von dem Hausrecht Gebrauch machen und „in welchem Umfang dies praktiziert wird, werden die nächsten Wochen zeigen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Experten erwarten, dass viele auch ohne Pflicht freiwillig eine Maske tragen werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann appelliert, dass jeder „Eigenverantwortung“ tragen soll und „in sensiblen Bereichen, vor allem in Innenräumen“ weiterhin freiwillig Masken getragen werden sollten. „Dazu rufe ich ausdrücklich auf“, sagte Winfried Kretschmann nach dem Koalitionsausschuss zum Corona-Management.

Das ändert sich für Kunden beim Einkaufen – diese Regeln fallen weg

Doch die wegfallende Maskenpflicht ist nicht das einzige, was sich für Kunden beim Einkaufen ändern wird. Zugangsbeschränkungen über den Impf- oder Genesenenstatus, also eine 2G- oder 3G-Regelung, wird es im Einzelhandel in Baden-Württemberg nicht mehr geben. Eine Begrenzung der Kundenzahl gibt es ebenfalls nicht mehr. Aber auch hier können Händler von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Übrigens: Eine Hotspot-Regelung wie in anderen Bundesländern wird es im Südwesten nicht geben, da diese laut des Landes in Baden-Württemberg nicht umsetzbar ist. Die Hotspot-Regelung würde es ermöglichen, für einzelne Hotspot-Regionen lokal strengere Auflagen zu verhängen, wie etwa eine erneute generelle Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen eine solche Hotspot-Regelung umsetzen, Baden-Württemberg verzichtet jedoch darauf.