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EC-Karte abgeschafft – was sich ändert und welche Alternativen es gibt

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Von: Dominik Jahn

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Die Verwendung der EC-Karte wird sich stark verändert. Für Kunden gibt es ab Juli 2023 beim Kaufen einige Dinge zu beachten. Es gibt aber auch Alternativen zur Girokarte.

Mit dem Aus für die EC-Karte beim Einkaufen ab Juli kommt eine wichtige Veränderung im Jahr 2023. Gegenüber echo24.de hatte zuletzt bereits Kaufland den Kunden die Folgen fürs Einkaufen erklärt. Und auch bei der „Verbraucherzentrale“ (VZ) ist man darum bemüht, darüber aufzuklären, wie es weitergeht, ohne die entscheidende Maestro-Funktion.

Nach 30 Jahren soll es die Maestro-Funktion nicht mehr geben. Die Zahlungsmöglichkeiten für EC-Karten, oder eben auch Girokarten, ändern sich dadurch massiv. Hintergrund ist die Entscheidung des US-Unternehmens Mastercard. Bitter für Millionen Kunden in Deutschland.

Die Systeme von Mastercard und Visa

Gerade in Deutschland, so schreibt es die „VZ“ werde das Bezahlsystem mit EC-Karte und Maestro-Funktion sehr häufig verwendet – „gerade im stationären Handel“. Und eben auch besonders stark im Ausland. Und das wird jetzt zum Problem. Damit deutsche Kontoinhaber bei Auslandsaufenthalten auf ihr Guthaben zugreifen können, so heißt es im Bericht, ist es „bisher üblich, dass die Banken zusätzlich eine Maestro- oder V-Pay-Funktion anbieten“.

Unternehmen:Mastercard
CEO:Michael Miebach (1. Jan. 2021–)
Umsatz:18,88 Milliarden USD (2021)
Hauptsitz:Purchase, Harrison, New York, Vereinigte Staaten

Und gerade diese beiden Systeme stammen von US-Unternehmen, Mastercard und Visa, und bieten eine ähnliche Funktionalität. Und jetzt streicht der US-Anbieter sein System. Ab 1. Juli 2023 dürfen dem VZ-Artikel zufolge keine neuen Karten mehr mit Maestro-Funktion vergeben werden. Bis dahin dürfen Girokarten weiterhin mit der Funktion ausgestellt und dann auch bis zum Ablaufdatum genutzt werden. Aber warum wird das beliebte System für die EC-Karte überhaupt abgeschafft?

EC-Karte im Handel laut Mastercard nicht mehr zeitgemäß

Laut dem US-Konzern Mastercard, so schreibt es die VZ, sei die Funktion „nicht ausreichend für den Online-Handel ausgelegt“ und „daher nicht mehr zeitgemäß“. Bei der Verbraucherzentrale rückt man aber auch den wirtschaftlichen Grund in den Blickpunkt. Denn für Mastercard ist deutlich mehr mitzuverdienen am Handel, wenn in Zukunft häufiger mit einer Kreditkarte bezahlt wird. Besonders auch im Online-Handel.

Dazu heißt es: „Wird nämlich zukünftig bei der Zahlung statt des Lastschriftverfahrens häufiger eine Kredit- oder Debitkarte des Unternehmens verwendet, zahlen die Online-Shops Gebühren an das Unternehmen“. Und die Folgen für die Kunden? Wie kann man jetzt noch mit der EC-Karte zahlen nach dem Aus?

Verbraucherzentrale erklärt das Aus für die EC-Karte und die Folgen

Zur Beruhigung erklärt die „Verbraucherzentrale“ auf ihrer Internetseite, dass für Kunden in Supermärkten und Discountern wie Kaufland oder Lidl und im Handel ganz allgemein „auch ohne die Maestro-Funktion die Girokarte in Deutschland voll einsatzfähig“ ist. Man könne also auch in Zukunft mit einer EC-Karte wie gewohnt zahlen und Geld abheben.

Einen wichtigen Hinweis geben die Experten noch: Auch wenn die EC-Karte ohne Maestro-Funktion nur in Deutschland einsatzfähig ist, muss sie deshalb nicht gleich ihre Auslandsfunktion verlieren. „Die Banken können auf andere Systeme zurückgreifen, um den Auslandseinsatz zu ermöglichen“.

Die Bezahlsysteme für EC-Karten im Überblick

Die Verbraucherzentrale gibt einen Überblick* über alle aktuell möglichen und geplanten Systeme, die man nutzen kann. V-Pay von Visa, ein System für den europäischen Zahlungsverkehr oder eine Zweitkarte für den Auslandseinsatz.

Das Problem bei der Möglichkeit mit einer Debitkarte anstatt einer EC-Karte ist, dass diese bisher nicht in allen Geschäften anerkannt wird. Gerade der stationäre Handel müsste dafür laut „VZ“ umrüsten. Die Kosten scheuen die meisten Händler noch.

Das ist der Unterschied zwischen den Karten: EC-, Kredit- oder Debitkarte

Alle Karten im Überblick

EC-Karte/Girocard
Mit ihr können Kunden am Automaten Geld abheben oder im Geschäft bezahlen. Die EC-Karte wird dabei fast nur in Deutschland verwendet. Der Betrag wird dabei sofort von Ihrem Konto abgebucht. Im Ausland können Sie die Karte nur verwenden, wenn die Maestro oder V-Pay-Funktion vorhanden ist.

Kreditkarte
Bei der Kreditkarte wird zunächst ein sogenannter Kreditrahmen mit der Bank abgestimmt. Wenn Kunden die Karte belasten, können sie den Kredit entweder ganz oder auch nur in Teilen ausnutzen. Im Ausland ist die Kreditkarte meist ohne Probleme einsetzbar. 

Debitkarte
Wie bei der Girocard wird auch hier direkt vom Konto abgebucht, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Kunden haben keinen Kreditrahmen und müssen dafür sorgen, „dass vor der Zahlung ausreichend Guthaben vorhanden ist“. Problem: Nicht an allen Kassen werden in Deutschland bisher Debitkarten angenommen. Im Ausland können Sie eine Debitkarte aber in der Regel verwenden.

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