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dm eröffnet jetzt eigene Corona-Testzentren – auch in Karlsruhe und Tübingen

dm und Rossmann - Die Drogerieketten haben die ersten Schnelltestzentren bereits eröffnet. Hunderte sollen folgen:

Update vom 22. März: Der Drogeriemarkt dm hat nach seiner Ankündigung mittlerweile drei Corona-Schnelltestzentren eröffnet. Diese befinden sich in Brandenburg, Tübingen und Karlsruhe. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung soll im Laufe der Woche sogar noch eines in der Landeshauptstadt folgen. Für das Unternehmen ist das aber noch nicht genug. „Wir planen bis Ende April 500 Test-Zentren bundesweit zu eröffnen. Seit unserem ersten Test in Karlsruhe am 4. März, bei dem sich Sozialminister Manne Luche und der Chef der Staatskanzlei Baden-Württemberg, Dr. Florian Stegmann, über das Projekt informierten, haben wir mit den Behörden in vielen Bundesländern erfolgreich Gespräche geführt“, sagt dm-Geschäftsführer Christian Harms bei der Eröffnung in Tübingen. Insgesamt seien sogar tausend Zentren in ganz Deutschland geplant.

Maßnahmen wie die von dm sind ein wichtiger Schritt, damit wir endlich Licht am Ende des Tunnels sehen. Tübingen zeigt uns, wie Schnelltests dabei helfen können, weitere Öffnungsschritte zu gehen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen“, betont zudem die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Susanne Hagmann.

dm: Drogeriekette bietet gratis Corona-Tests – „Rückkehr in den Alltag“

Update vom 4. März: In rund 250 dm-Filialen in Baden-Württemberg können demnächst kostenlose Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Noch im Laufe dieses Monats sollen sich Bürger mindestens einmal pro Woche kostenfrei testen lassen können, wie es die Bundesregierung beabsichtigt. Das dm-Personal sowie freiwillige Helfer und medizinisches Fachpersonal werde für die Duchführung des Corona-Schnelltests geschult. Ein Konzept von Bund und Länder sei bereits bei dm eingetroffen.

Die Landesregierung hat die Initiative von dm gerne aufgegriffen, das Land und die Kommunen mit dem Aufbau von Schnelltest-Centern bei der schrittweisen und sicheren Rückkehr in den Alltag zu unterstützen“, sagt der Chef der Staatskanzlei, Florian Stegmann, in einer Mitteilung.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) äußert sich ebenfalls dazu: „Ich hoffe, dass noch weitere Angebote aus der Wirtschaft dazu kommen werden.“ Die Karlsruher hatten schon angekündigt, voraussichtlich ab Dienstag bundesweit Schnelltests zur Eigenanwendung in den Filialen zu verkaufen. Mit Blick auf die verfügbare Menge sollte die Abgabe pro Person zunächst limitiert werden. Auch Konkurrent Müller aus Ulm will ab der kommenden Woche nasale Corona-Schnelltests anbieten.

dm und Rossmann: Verkauf von Corona-Schnelltests - das müssen Kunden wissen

Meldung vom 3. März: Karlsruhe/Köln - Corona-Schnelltests sind ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus* in Deutschland. In Baden-Württemberg* könne man mit Massen- und Schnelltests sogar Öffnungen angehen, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das sei jedoch ein großer organisatorischer Aufwand. Das Versprechen des Gesundheitsministers Jens Spahn, dass jeder Bundesbürger vom 1. März an die Chance auf zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche bekommt, die von geschultem Personal abgenommen werden, ist schon gebrochen. Stattdessen setzt man jetzt auf sogenannte Laien-Tests.

Die Nachfrage ist enorm, pro Tag werden in China etwa 400.000 stück alleine für den deutschen Markt produziert. Vor einigen Tagen hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung für vier Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Die BfArM-Sonderzulassung gilt nur befristet für ein paar Monate und soll als Übergangslösung bis zur regulären Zulassung dienen.

Corona-Schnelltest von SD Biosensor erst einmal nur in Apotheken erhältlich

Einer davon ist der SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltest von SD Biosensor. Der Test wird in Deutschland von Roche vertrieben. Der Roche-Test zeigt in einer klinischen Studie eine Sensitivität von 82,5 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent im Vergleich zu einem PCR-Test. Wie HEIDELBERG24* berichtet, sollen zunächst Apotheken mit den zugelassenen Corona-Schnelltests beliefert werden*. Das könnte bereits diese Woche der Fall sein. Dass die Corona-Tests auch in Supermärkten und Drogerien verkauft werden sollen, ist erst einmal nicht geplant.

Bei den bisher zugelassenen Corona-Schnelltests für Laien wird die Probe durch einen Abstrich im vorderen Nasenraum gewonnen. Vor der Erteilung der Sonderzulassung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nicht nur die technische Funktion der Tests überprüft, sondern auch ob der Test von Privatpersonen angewendet werden kann.

Corona-Test von Siemens: Auslieferung an Drogerien Ende März

Der „Clinitest Rapid Covid-19“ von Siemens Healthineers in Eschborn ist ebenfalls zugelassen und wird seit Montag (1. März) an Kommunen, Länder und an den Bund ausgeliefert. Je nach Strategie der Länder werden die Test zum Beispiel in Schulen zum Einsatz kommen. Als nächsten Schritt sollen Pharmagroßhändler mit dem Corona-Schnelltest beliefert werden, sodass man den Corona-Test ab der Mitte März in der Apotheke kaufen kann. Drogerien, wie dm und Rossmann, sollen ebenfalls damit beliefert werden. Dies könnte Ende März der Fall sein.

Corona-Test von Technomed bei dm und Rossmann schon ab 9. März?

Der Rapid ARS-CoV-2 Antigen Test Card von Boson, der von der österreichischen Firma Technomed auf den deutschen Markt gebracht wird, soll ebenfalls nächste Woche erhältlich sein. Die erste Lieferung mit drei Millionen Selbsttests kommt noch diese Woche in Deutschland an. Wie die Drogeriekette am Montag einer Pressemitteilung mitteilt, soll der Selbsttest von Technomed ab dem 9. März in den Regalen stehen. Laut der Deutschen Presseagentur peilt auch die Drogeriekette Rossmann einen Verkaufsstart am 9. März an. Rossmann arbeite mit Hochdruck daran, auch Tests anderer Hersteller ins Angebot aufnehmen zu können, heißt es von einer Sprecherin.

Corona-Selbsttest bei dm und Rossmann - wie viel wird er kosten?

Bisher steht noch nicht fest, wie viel ein Corona-Selbsttest in den Drogerien und Apotheken kosten wird. Dm ist bezüglich eines Verkaufspreises noch in Gesprächen. Moritz Bubik, Geschäftsführer der österreichischen Firma Technomed erklärt auf eine Anfrage der Pharmazeutischen Zeitung, dass sich seine Firma „derzeit als günstigster zugelassener Anbieter“ im Markt platziere. Das Bundesgesundheitsministerium habe sich rund 10 Millionen der Selbsttests pro Monat gesichert, so Bubik.

Die Spezifität des Tests liegt bei 99,16 Prozent, die Sensitivität bei 96,34 Prozent. Über einen konkreten Preis schweigen die Vertragspartner noch. Der Preis für den Corona-Schnelltest dürfte jedoch zwischen 5 und 10 Euro liegen.

Corona-Test bei dm und Rossmann: Abgabe wird begrenzt

„Damit wir rasch handeln und eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten können, sind wir im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium und weiteren Behörden. Wir wollen, dass möglichst viele Menschen davon profitieren. Deshalb werden wir zunächst die Abgabemenge pro Person limitieren“, kündigt dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer an. Sobald weitere Lieferungen erfolgen oder weitere Tests zugelassen werden, entfällt die Begrenzung. Diese begrenzte Abgabe plant auch die Drogeriekette Rossmann.

Corona-Schnelltest aus dem Supermarkt: Wann gibt es ihn bei Aldi, Lidl und Co.?

Discounter und Supermärkte planen ebenfalls einen verkauf von Selbsttests an Laien. Sie machen dies jedoch von der Verfügbarkeit abhängig und nennen keinen konkreten Termin für den Verkaufsstart. Aldi Süd will den Verkauf „in Kürze“ starten. Auch Edeka zeigt Interesse an dem Verkauf von Corona-Schnelltests, macht sonst aber keine genaueren Angaben. Lidl und Rew teilen der dpa mit, eine Erweiterung de Sortiments diesbezüglich zu prüfen.

Corona-Schnelltest bei dm: Nur eine Momentaufnahme

Der Corona-Schnelltest ist nur als Momentaufnahme zu verstehen. Er zeigt nur dann eine Infektion an, wenn genug Coronavirus-Last in der Nase vorhanden ist. Wenn eine Ansteckung gerade erst erfolgt ist oder schon am Abklingen ist, könnte eine Infektion mit dem Coronavirus unentdeckt bleiben. HEIDELBERG24* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sebastian Berger

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