1. echo24
  2. Leben
  3. Verbraucher

Vor Weihnachten: DHL liefert bestimmte Pakete nicht mehr nach Hause

Erstellt:

Von: Jan-Frederik Wendt

Kommentare

DHL-Mitarbeitende sind kurz vor Weihnachten oft besonders gestresst. Darauf hat der Paketdienst vor kurzer Zeit reagiert.

Wer kurz vor Weihnachten auf bestellte Geschenke wartet, könnte zurzeit enttäuscht werden. Denn: DHL stellt bestimmte Pakete aktuell nicht durch, sondern schickt sie direkt an die Postfilialen. Das gilt besonders für Sendungen, für die Empfänger zahlen müssen, wie utopia.de berichtet.

DHL stelle von Anfang November bis zum „Sinken der Brief- und Paketmengen an Weihnachten“ keine Nachnahme-Sendungen bis an die Haustür zu. Bei Nachnahme-Sendungen zahlen Kunden die Ware nicht beim Händler, sondern beim Postdienstleister. Viele Versandhäuser bieten diese Bezahlmöglichkeit an.

DHL: Nachnahme-Sendungen kosten mehr Zeit

Nachnahme-Sendungen kosten Zustellerinnen und Zusteller wertvolle Zeit. Die DHL-Mitarbeitenden müssen Geld kassieren, Wechselgeld zurückgeben und den Betrag verbuchen. In der Regel sind Lieferanten in der Weihnachtszeit besonders gestresst, weil dann viele Pakete versendet werden, berichtet fr.de.

Trinkgeld für Post- und Paketboten: Erlaubt? Und wenn ja, wie viel?
Bei DHL herrscht Stress vor Weihnachten (Symbolfoto). © Jonas Walzberg/dpa

Aber wie werden Empfänger darüber informiert, dass sie Pakete abholen müssen? Stern.de berichtet von einem Fall, bei dem folgende Nachricht zugestellt worden sei: „Die Sendung konnte nicht zugestellt werden und wird in die Filiale gebracht“ – obwohl der Empfänger zum angegeben Zeitpunkt zu Hause gewesen sei.

Auch andere DHL-Sendungen werden nicht an die Haustür geliefert

Laut DHL werden auch andere Sendungen – unter anderem Sendungen mit Zollbeträgen und Sendungen mit Nachentgelt – direkt an die Postfiliale geliefert. Zollabgaben werden beispielsweise auf bestimmte Sendungen aus Nicht-EU-Staaten erhoben. Das gilt unter anderem für Geschenksendungen mit einem Wert von über 45 Euro. Nachentgelt müssen Empfänger zahlen, wenn ein Paket gar nicht oder nicht ausreichend frankiert wurde.

„Dieser Prozess hat sich während der Hochphase der Corona-Pandemie bewährt und sichert, auch bei deutlich erhöhten Sendungsmengen, eine möglichst reibungslose Zustellung“, teilt DHL mit.

Das Online-Fachmagazin inside-digital.de berichtet auch von Fällen, in denen Pakete nicht bis an die Haustür zugestellt wurden – obwohl die Zustellerinnen und Zusteller kein Geld dafür kassieren müssten. Das betreffe Regionen, in denen es ein besonders hohes Paket-Aufkommen gibt. Damit Empfänger nicht zu lange auf ihr Päckchen warten müssen, werden die Sendungen direkt umgeleitet. (jfw)

Auch interessant

Kommentare