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Das passiert im Dezember 2022: Fahrplanänderungen, Warntag und Neuerungen

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Von: Michaela Ebert

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Einmalzahlung für Gas und Fernwärme, Fahrplanänderung bei der Deutschen Bahn und die Aufhebung des Böllerverbots. Das passiert im Dezember 2022.

Neuer Monat – neue Gesetze. Nachdem im November 2022 bereits neue Regeln, Gesetze und Richtlinien in Kraft getreten sind, werden auch im Dezember 2022 wieder einige Neuerungen auf die Bürger von Deutschland zukommen. Betroffen sind viele Bereiche des Lebens, darunter auch Kosmetik, Bahnreisen und Kommunikation.

Entlastung für Bürger: Einmalzahlung für Gas und Fernwärmekunden

Bereits im September erhielten deutsche Arbeitnehmer eine Energiepauschale von maximal 300 Euro. Im Dezember steht nun eine erneute Bonuszahlung an: die Einmalzahlung für Gas- und Fernwärmekunden. Diese wurde im Zuge der sogenannten Gaspreisbremse beschlossen und legt, dass die Kosten von Energiekunden mit Gas- und Fernwärmeheizungen einmalig vom Staat übernommen werden. Dieser Bonus gilt also nur für den Dezember 2022.

Die Höhe der Zahlung orientiert sich dann an der Abrechnung der Kunden vom September 2022 und gilt auch erstmal für all diejenigen, die einen direkten Vertrag mit einem Energieunternehmen haben. Doch auch Vermieter werden dazu angehalten, ihren Mietparteien das Geld gutzuschreiben. Aber Achtung: Es ist durchaus möglich, dass die Einmalzahlung erst mit der Heizkostenrechnung für 2022 bei den Verbrauchern ankommt – mit Pech wäre das erst Ende 2023.

Deutschland testet Warnsystem: Alle Bürger erhalten dieselbe SMS

Nein, es ist kein Spam: Am 8. Dezember erhalten alle Besitzer eines Smartphones, insofern sie sich im deutschen Mobilfunknetz befinden, ein und dieselbe SMS auf ihr Handy. Pünktlich um 11 Uhr sollte der Bildschirm aufleuchten, ein Warnton wird abgespielt – selbst ein überlastetes Netz sollte daran nichts ändern.

Es handelt sich dabei um das sogenannte Cell Broadcast, eine Technologie, die vom Staat getestet wird und die Bürger Deutschlands alarmieren soll. Eigentlich gibt es diese Technologie schon beinah 20 Jahre – nun, nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal, soll das Projekt in Zukunft vor derartigen Extremsituationen konsequenter warnen.

Änderung im Fahrplan: Deutsche Bahn veröffentlicht Winterfahrplan

Auch Bahnreisende können sich ab dem 11. Dezember auf Änderungen einstellen: Betroffen ist der Fahrplan, denn dieser soll auf den sogenannten Winterfahrplan umgestellt werden. Die größten Änderungen betrifft vor allem die Strecke zwischen Wendlingen am Neckar und Ulm. Dort kommen Fahrgäste in Zukunft schneller voran, denn eine sogenannte Schnellfahrstrecke wird eröffnet.

Fernverkehrszüge von Köln nach Stuttgart werden dank der neuen, schnelleren Verbindung 15 Minuten früher am Ziel ankommen als bisher. Zudem sollen pro Tag bis zu 20 Züge mehr auf der Strecke fahren, insgesamt wird es 90 Züge mehr in Deutschland geben. Darunter auch ein neuer Zug – der ICE 3neo -, der die Verbindung zwischen Dortmund, Köln und München.

Winterfahrplan: Mehr Züge, mehr Sitzplätze und schnellere Verbindungen

Mehr Züge heißt auch mehr Sitzplätze. Dies soll auch auf weiteren Linien gelten. Auf den Strecken von Bremen-Osnabrück-Münster-Köln und München-Ulm-Stuttgart-Frankfurt Flughafen sollen bis zu 60 Prozent mehr Sitzplätze entstehen - zum einen durch mehr Züge, als auch durch Linienveränderungen sowie den XXL-ICE4.

Auch auf der Linie von Stuttgart nach Zürich wird es in Zukunft weitere Fahrten geben: durch eine weitere Hin- und Rückfahrt werden es insgesamt acht Fahrten pro Tag, die Reisegäste buchen können. Bei Nachtzügen soll zudem das Angebot erweitert werden.

Hinzu kommen Fahrten zwischen Zürich und Berlin beziehungsweise Zürich und Prag mit Stationen in Erfurt, Halle und Leipzig. Züge auf der Verbindung zwischen Hamburg und Zürich halten in Zukunft in Heidelberg, Darmstadt, Verden und Nienburg. Zudem fahren Nachtzüge von München nach Venedig, Rijeka, Zagreb, Wien oder Budapest zukünftig ab Stuttgart und halten zusätzlich in Göppingen, Ulm und Augsburg.

Änderungen im Dezember: Tattoo- und Haarentfernungen nur noch mit Zertifikat

Eigentlich gibt es dieses Gesetz schon seit 2021, doch bisher wurde ihm noch eine Gnadenfrist eingeräumt. Betroffen sind Tattoo- und Haarentfernungen, zum Beispiel im Intimbereich. Jeder, der sich ab dem 31. Dezember 2022 einem kosmetischen Lasereingriff unterziehen möchte, kann dies ausschließlich bei Ärzten und Kosmetikern tun, die dafür auch wirklich ausgebildet wurden.

Nahaufnahme von einem Richterhammer als Symbolbild für ein Gerichtsurteil
Ab Dezember 2022 gibt es neue Regeln und Gesetze. © Udo Herrmann / picture alliance

Diese sind laut der Verordnung zum Schutz gegen die nichtionisierenden Strahlen bei der Behandlung am Menschen (NiSV) dazu angehalten, ein Zertifikat als Nachweis vorzulegen. Durch das neue Gesetz werden Kosmetiker und Ärzte zudem zu einer Anzeigepflicht bei der zuständigen Behörde, Dokumentationspflicht und Fachkundenachweispflicht verpflichtet.

Konkret heißt das: Geräte, in denen mit Licht, Hochfrequenz, Elektrostimulation und Ultraschall gearbeitet wird und die dazu dienen, Haare oder Tattoos zu entfernen, Falten glätten oder Fett zu reduzieren, müssen von der zuständigen Behörde registriert werden. Behandlungen, wie zum Beispiel die Tattoo-Entfernung oder die Laserbehandlung zur Fettreduktion dürfen dann nur noch von zertifizierten Ärzten oder unter deren Aufsicht durchgeführt werden.

Auch in Heilbronn: Böllerverbot aufgehoben

Mit dem Dezember geht auch das Jahr 2022 zu Ende. Viele freuen sich daher auch schon auf Silvester. Während bereits im Jahr 2020 vielerorts das Böllern verboten wurde, wird es zum kommenden Jahreswechsel an einigen Stellen wieder aufgehoben. Auch in Heilbronn darf nach zwei Jahren Pause wieder Feuerwerke gezündet werden.

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