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Lieferprobleme bei der Deutschen Post und DHL: Ist Weihnachten in Gefahr? 

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Von: Kathrin Kuna

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DHL-Zusteller mit Paketen
Die Zustellung von Briefen und Paketen läuft in diesem Jahr nur schwer voran. © Deutsche Post AG

Briefe kommen tagelang nicht an. Die Deutsche Post und DHL leiden unter Personalausfällen wegen des Coronavirus. Mit der beginnenden Weihnachtszeit könnte sich die Lage weiter zuspitzen.

Der Ärger um die Lieferschwierigkeiten durch die Deutsche Post und DHL hält weiter an. Vor allem die Zustellung von Briefen bereitet vielerorts Probleme. Wie die Deutsche Post DHL Group auf Nachfrage von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt, seien alleine im September rund 5.000 Beschwerden bei dem Unternehmen eingegangen.

Deutsche Post und DHL: Anstieg an Paketmengen ab Mitte November erwartet

DHL und Deutsche Post hatten bereits im Sommer mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Damals sprach das Unternehmen noch von „Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung“ im Juli und August und begründete dies mit hohen Personalausfällen aufgrund der Corona-Pandemie. Viele Kundinnen und Kunden stehen derzeit aber immer noch vor der Frage: Was tun, wenn der Briefkasten leer bleibt?

Bis zu 11 Millionen Pakete an Spitzentagen vor Weihnachten

Mit Blick auf die kommende Weihnachtszeit scheint sich die Lage von DHL und Deutscher Post nicht zu verbessern – ganz im Gegenteil. Das Unternehmen teilt mit: „Black Friday, Cyber Monday und natürlich Weihnachten lassen die Warenbestellungen der Kunden wie jedes Jahr sprunghaft in die Höhe schnellen.“

NameDeutsche Post DHL Group
MarkenDeutsche Post und DHL
SitzBonn
Umsatz81 Milliarden Euro (2021)

Und weiter heißt es: „Konkret kalkuliert Deutsche Post DHL in den Monaten November und Dezember mit einem Anstieg der Paketmengen um 70 Prozent gegenüber dem Monat September, an einzelnen Spitzentagen vor Heiligabend werden es bis zu 11 Millionen Pakete sein.“

Lieferprobleme von Deutsche Post und DHL: Werden die Pakete an Weihnachten rechtzeitig da sein?

Angesichts der anhaltenden Lieferprobleme von Deutscher Post und DHL stellt sich die Frage: Bleibt der Platz für die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum in diesem Jahr leer? Das Unternehmen erklärt, dass es dabei sei, sich für die kommenden Paketmengen aufzurüsten, und teilt mit: „Um diese Mengen bewältigen zu können, will das Unternehmen auch in diesem Jahr mehr als 10.000 Aushilfskräfte insbesondere für die Bereiche Zustellung, Sortierung und Verladung einstellen.“

Geschenke unter Weihnachtsbaum.
Geschenke unter dem Tannenbaum gehören an Weihnachten einfach dazu. Doch die angespannte Lage von DHL und Deutscher Post könnten dem ein Strich durch die Rechnung machen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Von großen Herausforderungen spricht auch Thomas Schneider, der Betriebschef des Post- und Paketgeschäftes in Deutschland: „Die aktuell sehr angespannte Arbeitsmarktsituation, von der aktuell viele Branchen in Deutschland betroffen sind, und der unerwartet hohe Wiederanstieg der Corona-Infektionen in unseren Betriebsstätten stellen uns in diesem Jahr allerdings auch vor große Herausforderungen.“

Kunden von Deutscher Post und DHL sind gefragt: So klappt es an Weihnachten mit der Paketzustellung

Die Deutsche Post DHL Group hat folgende Hinweise an Kundinnen und Kunden: Damit das Geschäft an Weihnachten rund läuft und auch alle Pakete rechtzeitig unter dem Tannenbaum landen, sollten Privatkunden ihre Pakete innerhalb Deutschlands spätestens bis zum 20. Dezember in eine Filiale oder Packstation geliefert haben. Bei Briefen und Postkarten innerhalb Deutschland ist der 22. Dezember der spätmöglichste Einlieferungstermin.

Für Pakete, die ins Ausland gehen, gelten folgende Fristen:

Viel Ärger um DHL und die Deutsche Post. Auch die gestiegenen Transport- und Lohnkosten machen dem Unternehmen zu schaffen. Und auch wenn das Paket einmal ankommt, läuft es mit der Zustellung nicht immer wie gewünscht.

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