Schwarz-Gruppe reagiert mit deutlicher Zurückhaltung

Kaufland/Lidl: Ende der Maskenpflicht? Klare Ansage für Kunden beim Einkauf

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Kaufland und Lidl sprechen über mögliche Maßnahmen: Für Kunden kommt mit Ende der Corona-Regeln im Supermarkt wieder viel Neues.

Seit 21. März ist es klar, die Corona-Regeln fallen weg. Mit April gibt es keine Verlängerung der Auflagen. Wie echo24.de* berichtet hat, reagiert der Ministerpräsident von Baden-Württemberg sehr kritisch darauf. Winfried Kretschmann wollte die Regelungen behalten und attackiert massiv Bundeskanzler Olaf Scholz*. Doch wie reagieren besonders die Lebensmittelhändler in Deutschland auf die Veränderung?

Gerade die Lebensmittelriesen Kaufland* und Lidl* stehen dabei im Blickpunkt. Die Handels-Giganten der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm in Baden-Württemberg erzielen mit ihren Entscheidungen nicht selten eine starke Signalwirkung. Zuletzt im Oktober 2021. Damals äußerte sich Kaufland auf Nachfrage von echo24.de* sehr offensiv und deutlich zum Thema 2G-Regeln in Supermärkten*.

Keine Maske mehr beim Einkaufen? Kaufland, Lidl und Co. in der Übergangsphase

Besonders das Thema Maskenpflicht wird heiß diskutiert. Bis zum 2. April gilt noch eine Übergangsregelung. Demnach gilt die allgemeine Maskenpflicht (FFP2-Masken) wie bisher in Innenräumen – im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Auch in Schulen und Kitas soll zudem zunächst noch weiter Maske getragen werden. Heißt, auch Lebensmittelhändler wie Kaufland und Lidl behalten die Masken noch bei. Was ab dem 2. April bei Aldi und Edeka zwecks Maskenpflicht gilt, darüber berichtet RUHR24*.

Ab dem 2. April treten dann aber Basis-Schutz und Hotspot-Maßnahmen in Kraft. Laut der Bundesregierung fallen Corona-Regeln weitgehend weg. Dazu heißt es: „Ein Basis-Schutz wie die Maskenpflicht, etwa in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, kann bestehen bleiben. Auch die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie die Testpflicht an Schulen sind weiterhin möglich.“

Entscheiden sollen aber die Länder. Und hier setzt bei Baden-Württembergs Ministerpräsident der Ärger ein. Die gesetzliche Grundlage, um Maßnahmen zu treffen, sei für die Bundesländer katastrophal schlecht. Laut Kretschmann sind sie „nicht rechtssicher anwendungsfähig“. Und wie gehen die Supermarkt-Riesen Kaufland und Lidl mit der veränderten Lagen um?

So planen Kaufland und Lidl nach Ende der Maskenpflicht

Auf Nachfrage von echo24.de* bei Kaufland und Lidl, erklärte die Schwarz-Gruppe für ihre beiden Lebensmittelriesen, dass man sich grundsätzlich „an den Corona-Regelungen der einzelnen Bundesländer orientiere“. Man werde dazu die entsprechende Arbeitsschutzverordnung beachten und umsetzen.

Das Unternehmen aus Neckarsulm plane demnach nicht, Maßnahmen für Kunden in Eigenregie in den Filialen von Kaufland und Lidl umzusetzen. Vielmehr wolle man hinsichtlich der Maskenpflicht die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern beobachten und „bei entsprechender Verordnung die geforderten Maßnahmen realisieren“.

Keine Empfehlung für Kaufland, Lidl und die Lebensmittelbranche

Vom Handelsverband Deutschland (HDE) gab es auf Nachfrage von echo24.de* eine Aussage bezüglich der Möglichkeit, die Maskenpflicht in Eigenverantwortung umzusetzen: „Die Unternehmen können das im Rahmen ihres Hausrechts selbst entscheiden. Eine Empfehlung vom Verband gibt es nicht.“

Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) wollen Einzelhändler die Maskenpflicht in Geschäften und Supermärkten aber nicht flächendeckend per Hausrecht durchsetzen.

Ende der Corona-Regeln: So reagieren andere Lebensmittel-Riesen

Gegenüber dem RND gab ein Sprecher von Aldi-Nord an, man wolle „zunächst die politische Diskussion sowie die konkrete Ausgestaltung der Länderverordnungen abwarten“. Auch bei der großen EDEKA-Gruppe zeigt man sich noch zurückhaltend. Dort heißt es in dem Bericht, dass die meisten Filialen inhabergeführt seien und „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden könnten“. Eine Umsetzung sei also vereinzelt durchaus denkbar.

Und bei Rewe wird man sich ebenfalls nicht selbstständig um eine mögliche Maskenpflicht bemühen. Dem RND erklärt ein Sprecher des Lebensmittelunternehmens: „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um.“ *echo24.de und RUHR24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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