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Energiepreise vervierfacht: Bürger-Produkte wie Maultaschen werden noch teurer

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Von: Lisa Klein

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Maultaschen - Bürger GmbH & Co. KG
Eine Preiserhöhung für Produkte wie Maultaschen oder Spätzle ist aufgrund von steifenden Energiepreisen und Rohstoffmangel unumgänglich. © Marijan Murat

Die Preise für Maultaschen, Spätzle und Schupfnudeln von dem Hersteller „Bürger“ sollen steigen. Die Energiekosten des Herstellers haben sich teils vervierfacht.

Vor allem Schwaben müssen jetzt ganz stark sein. Dass die Lebensmittelpreise in den Supermärkten in die Höhe schießen, ist nichts Neues mehr. Manche Produkte sind sogar bis zu 80 Prozent teurer, wie echo24.de berichtet. Einige Hersteller tricksen zudem mit versteckten Preiserhöhungen. Nun gibt es erneut eine Preiserhöhung für beliebte Produkte im Süden: Durch die Energiekrise werden Maultaschen, Spätzle und Schupfnudeln noch teurer.

Preise für Maultaschen, Spätzle und Schupfnudeln von „Bürger“ steigen

Der Teigwarenspezialist Bürger will wegen der gestiegenen Preise für Energie und Rohstoffe erneut seine Preise erhöhen, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) berichtet. Die Betonung liegt auf „erneut“. Denn diese Meldung dürfte einigen bekannt vorkommen. Bereits im April 2022 berichtete echo24.de über eine Preiserhöhung bei Bürger. Damals begründete das Unternehmen die Teuerung mit höheren Preise für die Rohstoffe.

Rohwaren, Verpackungsmaterialien, aber auch die Transportkosten seien extrem gestiegen. Lieferanten seien bereits im April nicht mehr in der Lage gewesen, die Firma Bürger zu den vereinbarten Konditionen zu beliefern. Nun begründet Bürger die erneut steigenden Preise mit den hohen Energiekosten durch die Krise.

Energiepreise bei Maultaschen-Hersteller Bürger teils vervierfacht

Die Verhandlungen mit dem Handel zu den Preiserhöhungen liefen zurzeit, sagte Martin Bihlmaier, Chef des für Maultaschen bekannten Unternehmens aus Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg), der „dpa“. „Wir sind extrem energieintensiv und vom Gas abhängig“, erklärt Bihlmaier.

Die Energiekosten des Familienunternehmens hätten sich in diesem Jahr verdrei- bis vierfacht. „Wir müssen alle unserer Produkte kochen“, erklärte Bihlmaier. Spätzle und Schupfnudeln würden im Wasser gekocht, Maultaschen mit Dampf – und dafür sei bislang Gas verwendet worden. Anschließend müssten die Produkte runtergekühlt werden, wofür Strom notwendig sei.

Nicht nur die Energiepreise steigen – Rohstoffe inzwischen doppelt so teuer

Um im Falle einer Gasmangellage bei den Dampferzeugern von Gas auf Öl umstellen zu können, habe Bürger Umbausätze für 300.000 Euro bestellt. Für 2023 rechnet das Unternehmen bei gleichem Energiebezug damit, dass sich die Kosten mehr als verdoppeln.

Das Familienunternehmen verzeichnete 2021 einen Umsatz in Höhe von 216,6 Millionen Euro. Ende 2021 beschäftigte Bürger 1012 Menschen. Laut dem im Bundesanzeiger bereits veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 lag der Jahresüberschuss bei neun Millionen Euro.

Auch die Kosten für Rohstoffe seien enorm gestiegen. „Was wir da die letzten zwei Jahre erlebt haben, das hatten wir noch nie“, sagte Bihlmaier. Zum Teil hätten sich die Preise für Hauptrohstoffe mehr als verdoppelt. Das seien Steigerungsraten, die früher undenkbar gewesen wären. „Es war ein echt anspruchsvolles Jahr“, sagte Bihlmaier. 2022 habe er gedanklich abgeschrieben. Sein Blick richte sich deshalb nach vorne: „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir weiter wachsen.“

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