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Brot schimmelt schnell: Trick mit Hausmittel wirkt Wunder im Sommer

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Von: Kirsten Pfister

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Brot schimmelt gerade besonders schnell. Dafür sorgen die feuchtwarmen Sommertage. Einfache Tricks bei der Lagerung können die Schimmelbildung verhindern.

Ein Blick in die Bäckertüte oder den Brotkasten verdirbt derzeit vielen Menschen in Deutschland das Essen. Grüne Schimmelflecken sprenkeln das Brot, das eigentlich mit Marmelade am Frühstückstisch verspeist oder für die Kinder als Pausenbrot belegt werden sollte. Aber wie kann es sein, dass das frisch gekaufte Brot vom Vortag plötzlich schimmelig ist?

Hohe Anfälligkeit für SchimmelBrot mit hohem Weizenanteil, helles Brot, helle Brötchen
Geringere Anfälligkeit für SchimmelDunkleres Mischbrot mit Roggenmehlanteil oder Vollkornsorten
Schutz vor SchimmelÜberschüssiges Brot einfrieren, Schnittkante nach unten legen, Essig-Trick

Brot schimmelt besonders schnell im Sommer: Feuchtwarmes Wetter ist schuld

In Deutschland machen Brot und Backwaren rund 14 Prozent des Lebensmittelabfalls in Privathaushalten aus, berichtet „Zu gut für die Tonne!“, eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das liegt oft daran, dass Brot nach wenigen Tagen „altbacken“ wird und viele Leute es nicht schaffen, es in dieser Zeit aufzubrauchen, wie RUHR24 berichtet. Wobei es bei altem Brot viele Möglichkeiten gibt, es zu verwenden.

Aktuell kommt noch ein weiteres, weniger leicht zu lösendes Problem dazu: Brot schimmelt im Sommer besonders schnell. Feuchtwarme Tage, wie man sie im Sommer häufig erlebt, bieten Schimmel die perfekten Bedingungen. Auch viele weitere Lebensmittel wie Erdbeeren und Karotten schimmeln dann schneller.

Schon wenn nur einzelne Schimmelflecken auf dem Brot erkennbar sind, ist es zu spät. Denn Schimmelsporen könnten sich unbemerkt schon im ganzen Laib ausgebreitet haben. Um nicht alles wegschmeißen zu müssen, ist es deshalb wichtig, den Schimmelbefall schon frühzeitig zu verhindern.

Brot schimmelt schnell: Richtige Lagerung mindert die Gefahr

Als erster Schritt braucht es die richtige Aufbewahrung. Ideal für Brot sind im Sommer Ton- oder Steinguttöpfe. Sie regulieren den optimalen Feuchtigkeitsgrad ihres Inhalts. Das Material nimmt überschüssige Flüssigkeit auf und verringert so die Gefahr für einen Schimmelbefall. Außerdem sorgen die Töpfe dafür, dass das Brot nicht so schnell hart wird, weil sie die Feuchtigkeit bei Bedarf auch wieder an den Laib zurückgeben.

Allerdings sind Tontöpfe teurer als herkömmliche Brotkästen. Preislich liegen sie meistens bei über 40 Euro. Für wen sich diese Investition nicht rentiert, dem können bei der Lagerung trotzdem einige Lifehacks helfen. Als erster Schritt sollte beim Kauf eines Brotkastens darauf geachtet werden, dass dieser nicht komplett abschließt. Der Luftaustausch sorgt ähnlich wie beim Tontopf für eine abgeschwächte Form der Feuchtigkeitsregulierung.

Essig-Trick schützt Brot vor Schimmelbefall

Wer den richtigen Brotkasten schon gefunden hat, dem kann ein einfacher Hausmittel-Trick helfen. Schimmel lässt sich fern halten, indem der Brotbehälter regelmäßig mit Essig ausgewaschen wird. Dazu den Brotkasten und gegebenenfalls auch die Brotschneidemaschine mit einem in Essig getränktem Tuch abwischen.

Das sollte etwa einmal wöchentlich geschehen. Die Essigsäure wirkt desinfizierend und tötet bereits an den Oberflächen haftende Schimmelpilze ab. So kann ein drohender Befall mit Schimmel abgewendet werden. Auch im restlichen Haushalt kann Essig als günstiger Schimmelentferner verwendet werden.

Essig tötet Schimmel ab: Brotkasten richtig desinfizieren

Wer lieber Essigessenz verwenden möchte, sollte diese im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen. Der Brotkasten muss nach der Reinigung unbedingt mit einem Küchenpapier sorgfältig abgetrocknet und im Anschluss ausgelüftet werden. Bevor wieder Brot darin gelagert wird, sollte sämtliche Feuchtigkeit verflogen sein, sonst schimmelt es noch schneller als davor.

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