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Brennholz wegen Gaskrise immer beliebter – hier gibt’s noch Angebote

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Von: Dominik Jahn

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Brennholz wird vielerorts knapp. Und damit immer teurer. Der Bundesverband für Handel und Produktion gibt eine düstere Prognose für den Kauf von Holz. Vorräte sollten schon für kommenden Jahre befüllt werden.

Der Alltag wird immer teurer. Bereits im April 2022 war klar, dass die Energiekosten extrem steigen werden. Preise für Gas und Strom steigen. Die Prognosen schon damals düster. Die Heizkosten drohen zu explodieren. Mit Tipps können Verbraucher Gas sparen, aber ob das reichen wird, ist unklar. Alternativen müssen her für die kalten Monate des Jahres. Für viele ist Brennholz die Lösung. Doch auch hier gibt’s inzwischen Probleme.

Kaminöfen und Holzheizungen sind gefragt wie nie. Allerdings sind sie auch so rar wie nie. Vielerorts sind die Alternativen zur Heizung ausverkauft. Mit echo24.de hat sich Gerd Müller, Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Brennholzhandel und Brennholzproduktion ganz aktuell über die massiven Probleme für Kunden unterhalten.

Folge der Gaskrise: Brennholz in einigen Region ausverkauft

Die Lage hat sich seit den Monaten Juni und Juli nicht verändert. Damals schrieb das Portal agragheute.de über den Ansturm auf Brennholz, über Lieferengpässe und ausverkaufte Händler. Wie Gerd Müller erklärt, ist das auch weiterhin so. Müller: „Es gibt sogar einige Händler, die gar nicht mehr ans Telefon gehen.“ In zahlreichen Region in Deutschland gibt es schlichtweg kein Brennholz mehr zu kaufen.

In Berlin sei zum Beispiel laut dem Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Brennholzhandel und Brennholzproduktion eigentlich nichts mehr zu bekommmen. Müller: „In Bayern und im Schwarzwald kann man dagegen noch etwas bekommen. Hier bei uns in Nordrhein-Westfalen sieht es wiederum schlecht aus inzwischen.“ Es ist Geduld gefragt, macht Müller klar: „Man muss den Hörer in die Hand nehmen und die Händler abtelefonieren.“

Brennholzpreise verdoppelt: Gaskrise sorgt für steigende Transportkosten

Bei den Engpässen geht es besonders immer um das ofenfertige Brennholz. Hier müssen die Kunden laut Experte mit zwei bis drei Monaten Lieferzeit rechnen. Wer noch an Holz kommt, der muss tief in die Tasche greifen. Müller: „Die Preise haben sich teilweise verdoppelt. Schuld daran sind aber die gestiegenen Beschaffungskosten.“ Die Händler haben untere anderem auch mit höheren Transportkosten zu kämpfen.

Doch wie geht es weiter mit Brennholz? Wird es noch teurer? Gibt es bald gar nichts mehr? Die Entwicklung ist für die gesamte Holz-Branche eher schwer einzuschätzen, wie der Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverbandes verdeutlicht: „Ganz entscheidend ist natürlich die Lage im Ukraine-Krieg.“

Brennholz zum Heizen am Ende günstiger als Öl und Gas

Doch auch wer jetzt für den höheren Preis Brennholz kauft, kann am Ende etwas sparen beim Heizen. Wie Müller erklärt, ist die Heizleistung, die man dann mit Brennholz bekommt im Vergleich zu den Kosten, die mit Öl und Gas inzwischen anfallen, deutlich günstiger. Es sei zudem ratsam, seinen Brennholz-Vorrat bereits auch für das kommende Jahr zu befüllen.

Hier kann es noch Brennholz geben: Angebote immer prüfen

Der Brennholzverband rät Kunden dazu, sich beim Kauf von Brennholz nur an seriöse Händler zu wenden. Schnäppchenpreise sind aktuell unrealistisch. Eine gute Quelle können demnach noch immer lokale Forstämter sein, oder örtliche Holzhändler. Dabei ist eben, wie Müller beschrieben hat, viel Geduld gefragt.

Auch an sogenannten Holz-Sammelstellen finden Selbstabholer speziell gekennzeichnetes Holz. Der Preis ist aufgrund kurzer Transportwege günstiger.

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