Pflanzen-Schutz vor Frost

Bodenfrost-Saison startet: Pflanzen richtig schützen mit diesen Tipps

  • Lisa Klein
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Der DWD warnt bereits vor Bodenfrost, welchen manche Pflanzen so gar nicht mögen. Wir verraten, wie Pflanzen vor Gefrierschäden geschützt werden können.

Die offizielle „Frost-Saison“ beginnt laut Deutschen Wetterdienst (DWD) erst im Dezember. Doch auch im Oktober* und November gibt es in einigen Regionen bereits die ersten frostigen Nächte. Die Rede ist vor der Frost-Saison meistens von Bodenfrost. Aktuell warnt der DWD für die kommende Woche vor „leichtem Frost oder zumindest Frost in Bodennähe“ – und der kann für empfindliche Pflänzchen gefährlich werden. Noch dazu gibt es in manchen Regionen bereits den ersten Schnee*, wie echo24.de* berichtet.

Bei dem Thema Frost ist es generell wichtig zwischen Luft- und Bodenfrost zu unterscheiden. Weltweit werden die Temperaturen standardisiert in zwei Meter über dem Erdboden gemessen. Wird in zwei Metern Höhe eine Temperatur unter dem Gefrierpunkt registriert, ist die Rede von Luftfrost, wie The Weather Channel erklärt.

Bodenfrost hingegen kann es allerdings auch geben, wenn die Lufttemperatur im Plusbereich liegt – denn wie der Name schon verrät, wird hier die Temperatur direkt am Boden gemessen. Der Grund: Kühle Luft sinkt generell nach unten – kühlt es etwa in der Nacht ab, sammelt sich die eisige Luft am Boden und es kann Bodenfrost entstehen. Deshalb sollten Autofahrer beispielsweise auch bei Temperaturen von bis zu vier Grad immer mit glatten Straßen rechnen*.

Bodenfrost in Deutschland: So schützen Sie Ihre Pflanzen vor Schäden

Manche haben den ein oder anderen Liebling im Garten oder auf dem Balkon stehen, welcher auch im nächsten Jahr die Heimat-Wohlfühloase aufhübschen soll. Vor allem südländische Bäumchen wie Zitronen-, Orangen und Kumquatbäume, der Olivenbaum oder auch der Oleander mögen keinen Frost. Die meisten Pflanzen halten zwar leichten Frost und Minusgrade bis zu minus fünf Grad aus, ohne komplett einzugehen, dennoch können sie schnell Frostschäden davon tragen.

Bis die Frost-Saison startet, müssen Pflanzen nicht unbedingt direkt ins Winterquartier umziehen, doch vor Bodenfrost sollten sie dennoch geschützt werden. Dafür können große Pflanzen ganz einfach mit Vlies, einem Handtuch oder anderem Stofftuch abgedeckt werden. Handelt es sich um kleinere Pflanzen die geschützt werden müssen, kann zum Schutz über Nacht auch einfach ein Gefäß – ein Topf, Kübel, Eimer oder auch ein Karton – darüber gestülpt werden, empfielt 24garten.de.

Wichtig ist: Da es tagsüber derzeit noch recht warm ist, sollten die Pflanzen nach einer kalten Nacht wieder abgedeckt werden, sodass die Erde sich aufheizen kann und die Pflanzen Photosynthese betrieben können. Wer einen großen Garten hat, kann auch Rindenmulch über der Erde verteilen, um diese vor Bodenfrost zu schützen.

Der erste Frost in Deutschland: So schützen Sie Ihre Pflanzen vor Gefrierschäden

Sobald die Frost-Saison startet und es nicht nur hin und wieder etwas Bodenfrost gibt, sollten empfindliche Pflanzen ins Winterquartier umziehen. Am besten eignet sich dafür natürlich ein Gewächshaus. Wer keins hat, kann zum Beispiel den Kumquatbaum auch im Keller mit Tageslicht oder im Hausflur überwintern lassen. Wichtig ist, dass das Winterquartier nicht zu warm ist – also am besten kein beheizter Raum. Je wärmer das Winterquartier, desto mehr Licht und Wasser brauchen die Pflanzen.

Generell sollte sich über die einzelnen Pflänzchen noch mal ausgiebig informiert werden, wie diese am besten durch den Winter gebracht werden können und wann der ideale Zeitpunkt ist, sie reinzuholen. Es schadet auf jeden Fall nicht, Pflanzen frühzeitig ins Winterquartier umzusiedeln – denn wenn der erste Frost verpasst wurde und die Pflanzen erstmal einen Frostschaden haben, bedarf es viel Pflege. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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