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Blackout-Gefahr: Warum es bei Schneechaos zu Stromausfällen kommen kann

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Von: Julia Cuprakowa

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Bei heftigem Schneefall und Glatteis kommt es meistens zu vielen Verkehrsunfällen. Allerdings ist das nicht das einzige Problem. Der Schnee kann so schwer werden, dass Strommasten umknicken. Ein Stromausfall wäre die Folge.

In Deutschland kann sich das Wetter im Winter schlagartig ändern. An einem Tag sind es milde Plus-Grade, am nächsten sinken die Temperaturen plötzlich weit unter null. Das lässt an den bitterkalten Winter im Jahr 2010 denken. Wetter-Überraschungen gibt es jedoch so gut wie in jedem Winter.

Wie man bei Schnee und glatten Straßen am besten und am sichersten ans Ziel kommt, erklärt echo24.de. Allerdings ist die hohe Unfallgefahr bei Schnee und Glatteis nicht das einzige Problem, mit dem Menschen zu kämpfen haben. Denn viel Schnee und Eisregen können auch zu einem Stromausfall führen.

Stromausfälle werden immer wahrscheinlicher

Was tun, wenn der Strom einfach weg ist? Normalerweise wird ein Stromausfall in wenigen Stunden behoben. Wie verhält man sich aber richtig, wenn der Blackout Tage andauert? In solchen Fällen müssen einige Dinge beachtet werden. Am wichtigsten ist es aber, einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln und anderen Utensilien im Haus zu haben.

Wer jetzt denkt, ein Blackout sei in Deutschland höchst unwahrscheinlich, der vergisst, dass im Jahr 2022 Teile der Region von Heilbronn lahmgelegt waren. Kurz darauf gab es außerdem eine Warnung der „StromGedacht“-App. Diese forderte die User auf, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Allerdings hatte dies nichts mit dem Wetter, sondern mit der Energiekrise, zu tun. Doch auch das Wetter kann für einen Stromausfall sorgen.

Tagelanger Stromausfall im Jahr 2005 ging als „Münsterländer Schneechaos“ in die Geschichte

Am 1. Adventswochenende im Jahr 2005 kam es zu einem heftigen Schneechaos. Es kam zu einem ungewöhnlich starken Schneefall. Die Einstufung als Unwetter bei Schneefall mit mehr als zehn Zentimeter Neuschnee in sechs beziehungsweise mehr als 15 Zentimeter in zwölf Stunden wurde hier weit übertroffen.

Die Bäume konnte die große Menge an Schnee nicht halten und brachen ab. Auch einige Strommasten konnte das Gewicht des schweren Schnees auf den Leitungen nicht mehr tragen und knickten um. Abgefallene Äste führten zu Leitungsbrüchen und Kurzschlüssen, was einen tagelangen Stromausfall als Folge hatte. Rund 250.000 Menschen in 25 Gemeinden waren betroffen.

Durch Klimawandel werden extreme Wetterbedingungen immer wahrscheinlicher

Durch den stetig fortlaufenden Klimawandel ändert sich das Wetter in Deutschland schlagartig und teilweise sehr extrem. Dadurch werden präzise Wettervorhersagen immer schwieriger. Dies kann dazu führen, dass auch Baden-Württemberg und andere Bundesländer von unerwarteten und heftigen Schneefällen heimgesucht werden. Dann könnte sich das „Münsterländische Schneechaos“ wiederholen.

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