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Bahnstreiks: Verbraucherzentrale gibt Tipps für Betroffene

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Von: Tobias Becker

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Bahn-Warnstreik
In den vergangen Wochen kam es immer wieder zu Bahnstreiks in Stuttgart und Baden-Württemberg. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

In Stuttgart und Teilen Baden-Württembergs kommt es immer wieder zu Bahnstreiks. Wer davon betroffen ist, kann auf Entschädigung hoffen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.

Immer wieder stehen Bahnfahrende in Stuttgart und anderen Teilen Baden-Württembergs am Bahnhof und warten auf ihre Züge. Verspätungen, Ausfälle, Planänderungen – das alles sind die Folgen der Bahnstreiks, die in den vergangenen Wochen immer wieder stattgefunden haben.

Aktuell fahren die Züge der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) und deren Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) wieder. Zuletzt betroffenen Kunden hilft das allerdings wenig. Doch was können Bahnfahrende machen, wenn sie vom Streik betroffen sind?

Bahnstreiks in Baden-Württemberg: Das kann man als Fahrgast machen

Bahnstreiks, vor allem die, die kurzfristig stattfinden, sind meist ärgerlich für alle, die plötzlich am Gleis stehen und dem Stress ausgesetzt sind. Doch es gibt Tipps und Tricks, mit denen Verbraucher zumindest etwas Entschädigung einfordern können. Generell kann man sich immer „beim betroffenen Bahnunternehmen erkundigen“, wie Annika Breitinger von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegenüber echo24.de erklärt.

Die Fach- und Rechtsberaterin im Verbraucherrecht gibt drei Empfehlungen für diejenigen, die vom Streik betroffen waren:

Die SWEG streikte auch zwischen den Jahren für eine geraume Zeit. Damals recht kurzfristig. Dennoch ist ganz wichtig: Spritkosten vom eigenen Auto werden nicht erstattet.

Bahnstreiks in Baden-Württemberg: Bei langen, wichtigen Reisen vorher nochmal checken

Mit den Tipps der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg können von den Streiks betroffene Bahnkunden zumindest etwas Wiedergutmachung einholen. Aber: „Als Grundregel gilt, nichts auf eigene Faust organisieren und auf Bezahlung hoffen“, so die Expertin der Verbraucherzentrale gegenüber echo24.de. Heißt: Wer nachts strandet, kann zwar Anspruch auf eine Unterkunft und die Anfahrt haben, allerdings muss das von der Bahn organisiert werden.

Im ganzen Trubel der Bahnstreiks gehen die Möglichkeiten meist unter. Fahrgäste müssen nach Ersatz schauen, sich neu orientieren, gegebenenfalls auch Termine verschieben. Dennoch hilft es, kurz einen Screenshot zu machen, ein Foto zu schießen oder sich etwas bestätigen zu lassen, bevor man eventuell im Nachgang nochmal bei der Verbraucherzentrale anruft.

Übrigens: Streiks gibt es immer wieder, auch vor Weihnachten hat die SWEG schon in Stuttgart und Region gestreikt. Verbraucherzentrale-Expertin Annika Breitinger empfiehlt deshalb: „Wenn sich jemand auf eine lange Reise, wie einen Urlaub, begibt oder einen wichtigen Termin hat, dann sollte man vor der Abreise nochmal nachschauen.“

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