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Strenge Verkehrsregeln im Ausland: Das müssen Autofahrer unbedingt beachten

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Von: Christina Eppel

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Ob mit Freunden, der Familie oder dem Partner – in Europa sind viele Urlauber mit dem Auto unterwegs, doch nicht überall gelten dieselben Regeln.

Falschparken, Geschwindigkeitsüberschreitung oder Alkohol am Steuer – überall in Europa droht Autofahrern bei einem dieser Vergehen eine hohe Strafe. Auch Urlauber, die mit dem eigenen Wagen ins Ausland gereist sind, müssen sich an die Regeln halten, um Bußgeldern und anderen Sanktionen zu entgehen. Doch was, wenn doch mal was passiert?

Einige Nachbarländer Deutschlands haben hierzu gerade erst, zum Jahreswechsel, ihre Regelungen angepasst. Wer beispielsweise in Polen zu schnell fährt, kann sogar seinen Führerschein verlieren und bekommt ihn nur schwer wieder zurück. In den Niederlanden dagegen gibt es mittlerweile sogenannte „Smartphone-Blitzer“, die ganz automatisch erkennen, ob während der Fahrt ein elektronisches Gerät betätigt wurde. Doch es gibt noch andere kuriose Regeln im EU-Ausland.

Autofahren im EU-Ausland: Diese verrückten Regeln gelten in Italien, Frankreich und Co.

Hier fallen sofort die Franzosen auf. Denn wer in Frankreich falsch parkt, kann seinen Strafzettel direkt vor Ort in einem Tabakladen bezahlen – hier wird sogar eine Quittung ausgestellt. Und diese Regelung zu befolgen, macht durchaus Sinn. Denn wer erst später sein Knöllchen bezahlt, muss mit höheren Kosten rechnen.

Auch gibt es in Frankreich eine besondere Regelung zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Denn bei Regen und Nässe gelten auf den dortigen Straßen andere Tempolimits. Wie der ADAC berichtet, ist die Höchstgeschwindigkeit bei Nässe außerorts auf Schnellstraßen von 110 km/h auf 100 km/h reduziert, außerorts auf mehrspurigen Straßen mit blauer Trennung darf man dann noch 80 statt 90 Stundenkilometer schnell fahren und auf Autobahnen gilt bei Regen generell 110 statt 130.

Doch das ist noch gar nichts im Vergleich zur Schweiz. Hier müssen Raser, die auf der Autobahn mehr als 80 km/h zu schnell unterwegs waren, bis zu 9.300 Euro Geldbuße zahlen – außerdem können die Schweizer Polizeibeamten zusätzlich den sogenannten „Rasertatbestand“ feststellen. Somit droht dann eine Gefängnisstrafe von mindestens einem Jahr Haft und der Einziehung des Fahrzeugs.

Autofahren im EU-Ausland: Strenge Regeln in der Schweiz – sogar Gefängnis droht

Glück im Unglück hat hier, wer direkt wieder zurück nach Deutschland fährt, denn die Fahrverbote der Schweiz gelten in Deutschland nicht und auch die Bußgeldbescheide können zurück im Bundesgebiet nicht eingetrieben werden. Doch sollten sich Verkehrssünder, die in der Schweiz aufgefallen sind, vorerst nicht mehr dort blicken lassen. Drei Jahre lang können Schweizer Polizeibeamte bei der Fahrzeugkontrolle noch die Strafen eintreiben, bevor der Tatbestand verjährt.

Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Italien können Verkehrssünder ihr Auto verlieren – hier ist das der Fall, wenn die Polizei Alkohol im Blut feststellt. Ab 1,5 Promille am Steuer drohen in Italien Geldstrafen von bis zu 6.000 Euro und manchmal auch Gefängnis. Zusätzlich dürfen die Beamten in besonders schlimmen Fällen den PKW beschlagnahmen und zwangsversteigern – das geht aber nur, wenn der Fahrer auch der Eigentümer des Wagens ist.

Autofahren im EU-Ausland: Spanien, Griechenland, Österreich – seltsame Regelungen

Ganz nett ist im Gegensatz dazu eine Regelung der Spanier. Hier können schnelle Bußgeld-Zahler sogar einen Rabatt rausschlagen. Wer nämlich seine Strafe innerhalb von 20 Tagen bezahlt, muss 50 Prozent weniger zahlen, als eigentlich veranschlagt. Genau das Gegenteil passiert in Griechenland – hier verdoppeln sich die Geldbußen, wenn nicht innerhalb von zehn Tagen bezahlt wird.

In Österreich gilt: Je weniger, desto besser – und zwar in Bezug auf Polizeieinsätze. Wer hier einen Unfall baut und nur wegen eines Sachschadens die Polizei ruft, muss eine sogenannte „Blaulichtsteuer“ in Höhe von 36 Euro zahlen. Der Grund: Die Daten hätten auch ohne die Aufsicht der Beamten ausgetauscht werden können. Außerdem wurden zum Jahreswechsel die Strafen für Raser in Österreich deutlich erhöht.

Doch auch in Deutschland lohnt es sich immer, mit den Verkehrsregeln auf dem neusten Stand zu sein. Zum Jahreswechsel 2022 hat sich für Autofahrer einiges geändert. Außerdem lohnt es sich immer, den Inhalt des Verbandskastens auf seine Vollständigkeit zu checken und neue Verkehrsschilder zu kennen. In Stuttgart beispielsweise sorgt aktuell ein neues Schild für Verwirrung und Ärger bei Autofahrern.

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