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Bußgeld für Autofahrer: Diese Park-Regel kennt fast keiner – teurer Verstoß

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Von: Julia Cuprakowa

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Seit November 2021 gilt für Autofahrer der neue Bußgeldkatalog. Damit geht es Rasern und Falschparkern an den Kragen. Aber sind alle StVO-Park-Regeln bekannt?

Das Jahr 2022 beginnt für die meisten Autofahrer mit einer schlechten Nachricht: Die Preise für Diesel und Benzin steigen erneut. Zudem gelten schärfere Regeln für die Förderung von Plug-in-Hybriden und es gibt einige neue Regeln für den Verbandskasten im Auto, wie echo24.de in einem separaten Artikel berichtet. Ansonsten aber halten sich die Änderungen im Straßenverkehr in Grenzen.

Denn schließlich gilt bereits seit November 2021 der neue Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr. Dieser sieht vor allem höhere Strafen für überhöhte Geschwindigkeit vor – aber auch die Gebühren für das Falschparken wurden angepasst. Wie teuer ist denn nun das Falschparken nach neuem Bußgeldkatalog? Und wo darf man eigentlich wie lange parken? Die Juristen vom ADAC klären auf.

Parkregeln für Autofahrer: Bußgeldkatalog – Falschparken geht nun richtig ins Geld

Wie gut kennen sich Autofahrer mit der Straßenverkehrsordnung (StVO) wirklich aus? Wie viele von ihnen wissen zum Beispiel, ob man in der zweiten Reihe halten oder parken darf? Laut ADAC ist es nämlich nicht erlaubt. Hält oder parkt man trotzdem unzulässig, droht ein Verwarnungsgeld und neu sogar ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg, wenn es dabei zum Beispiel zu einer Behinderung von Radfahrern kommt.

Ausnahmen bilden in dem Fall Taxis. Wenn die Verkehrslage es zulässt, dürfen Taxis in zweiter Reihe halten und laut Straßenverkehrsordnung (StVO) auch parken, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen. Die Erlaubnis umfasst auch das Be- oder Entladen von Gepäck, das Abrechnen und auch das kurze, unter Umständen länger als drei Minuten dauernde Warten auf Fahrgäste. Weitere Parkverstöße und Kosten im Überblick:

BußgeldtatbestandBußgelder in EuroPunkte
Parkverbot missachtet / Mit Behinderung25 / 40
in zweiter Reihe geparkt / Mit Behinderung55 / 801
Feuerwehrzufahrt geparkt55
unzulässig auf Geh- und Radweg geparkt / mit Gefährdung55 / 801
Höchstparkdauer bis 2 Stunden überschritten30

Parkregeln für Autofahrer: Ist Parken auf Gehwegen erlaubt?

Während man gelegentlich durch die Stadt schlendert, sieht man nicht selten Autofahrer auf Gehwegen parken – aber ist es überhaupt erlaubt? Laut ADAC ist das Halten und Parken auf Gehwegen grundsätzlich verboten – soweit es nicht durch Verkehrszeichen oder durch Parkflächenmarkierungen ausdrücklich erlaubt ist. Dies gilt auch auf sehr breiten Gehwegen.

Ebenso ist das Abstellen eines Autos mit nur zwei Rädern auf dem Gehweg, unabhängig davon, wie viel Platz den Fußgängern verbleibt, grundsätzlich verboten. Parkt man trotzdem unzulässig auf Gehwegen, werden Bußgelder fällig. Im Grundtatbestand zahlt man für ein verbotswidriges Parken 55 Euro. Hätten sie es als Autofahrer gewusst?

Autofahrer aufgepasst: Diesen Verstoß kennt fast niemand – Bußgeld droht

Ein weiterer Verstoß, den vermutlich niemand als solches kennt, ist das Parken vor der eigenen abgesenkten Grundstückszufahrt. Grundsätzlich gilt: Der reine Gesetzeswortlaut verbietet das Parken vor Grundstücksein- und -ausfahrten. Da es sich jedoch um ein Schutzgesetz zu Gunsten des Berechtigten handelt, dürfen Bewohner/Eigentümer und Besucher vor der eigenen Ein- und Ausfahrt parken.

Aber: Es gelten andere Regeln, wenn das Grundstück über einen abgesenkten Bordstein zu erreichen ist. Denn: Die Absenkung dient der erleichterten Auf- und Abfahrt beispielsweise von Rollstuhlfahrern oder Personen mit Kinderwagen. Eine Ausnahme für Grundstückseigentümer besteht hier nicht. Deswegen werden für das Parken vor einer Bordsteinabsenkung 10 Euro Bußgeld fällig.

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