Warndreieck, Warnblinker, Warnweste

Panne auf Autobahn oder Landstraße: Diese Regeln gelten für Autofahrer

Hilfe holen: Wer mit einer Autopanne liegenbleibt, ist auf fremde Hilfe angewiesen. Doch vorher sollten einige wichtige Punkte abgearbeitet werden, um die Pannenstelle zu sichern. (Symbolbild)
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Hilfe holen: Wer mit einer Autopanne liegenbleibt, ist auf fremde Hilfe angewiesen. Doch vorher sollten einige wichtige Punkte abgearbeitet werden, um die Pannenstelle zu sichern. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Wenn das eigene Auto auf der Autobahn, Land- oder Bundesstraße liegen bleibt, ist das oft eine Stresssituation. Einige Maßnahmen müssen möglichst schnell ergriffen werden.

Wer in Deutschland mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sollte immer auf die Sicherheit und vor allem auch auf die vollständige Ausstattung des Fahrzeugs achten. Besonders, weil sich zum Jahreswechsel 2022 einige Regeln für Autofahrer geändert haben und auch neue Materialien zum Verbandskasten hinzugefügt werden müssen, lohnt es sich, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Auch im Fall einer Panne brauchen Fahrzeugführer bestimmte Utensilien, die griffbereit im Wagen liegen sollten. Was muss alles beachtet werden, wenn das Auto liegengeblieben ist?

Zuerst ist es immer von größter Wichtigkeit, sofort den Warnblinker einzuschalten, wenn ein Autofahrer bemerkt, dass etwas mit dem Fahrzeug nicht stimmt. Der Pkw sollte als Nächstes auf einen Parkplatz, einen Rastplatz, einen Feldweg oder in eine Haltebucht gelenkt werden – falls das nicht möglich ist, sollte das Auto auf dem Standstreifen oder am rechten Fahrbahnrand ausrollen, wie der ADAC berichtet. So weit, so gut – doch dann folgt ein Schritt, den viele vielleicht übersehen würden.

Autopanne – und jetzt? Diese Schritte müssen Autofahrer für den Notfall kennen

Denn sobald das Auto zum Stehen gekommen ist, sollten Autofahrer die Räder ihres Fahrzeugs nach rechts ausrichten. Von den Verkehrsexperten heißt es hierzu: „Sollte es zu einem Auffahrunfall kommen, verhindert das, dass Ihr Auto wieder auf die Straße katapultiert wird“, außerdem sei es wichtig, den Motor abzuschalten und bei Dunkelheit das Standlicht zu aktivieren.

Anschließend sollten alle Mitfahrer Warnwesten anziehen – auch, wenn diese nur für den Fahrer gesetzlich vorgeschrieben sind, empfehlen mehrere Medien, alle Fahrzeuginsassen mit den quietschgelben oder knallorangen Sicherheitswesten auszustatten, um für alle Personen eine möglichst sichere Umgebung zu schaffen. Zudem sollte jeder Mitfahrer das Auto verlassen und sich hinter die Leitplanke oder an einen anderen sicheren Warteplatz abseits der Fahrbahn begeben.

Panne auf Autobahn oder Landstraße: Wichtige Tipps beim Absichern des Fahrzeugs

Als Nächstes muss der Fahrer des Pannenfahrzeugs das Warndreieck aufstellen. Hierfür empfiehlt es sich, über die Beifahrerseite auszusteigen, da diese nicht dem Verkehr zugewandt ist und der Fahrer nicht Gefahr läuft, in den fließenden Verkehr zu geraten. Das Warndreieck muss auf der Autobahn mindestens 150 Meter hinter dem Fahrzeug platziert werden – die Entfernung kann anhand der Leitpfosten abgemessen werden. Denn in der Regel stehen die Poller sowohl auf Autobahnen als auch auf Landstraßen in einem Abstand von 50 Metern zueinander.

Der anschließende Schritt lautet: Pannenhilfe benachrichtigen. Ob ADAC, ACE oder anderer Abschleppdienst – das Fahrzeug muss in die Werkstatt gebracht werden. Hier ist es immer wichtig, Marke, Farbe und Typ des Autos anzugeben. Zusätzlich sollten Autofahrer im Fall einer Panne auf der Autobahn den Kilometer durchgeben – diese Angabe findet sich an den Leitpfosten. Die Pannenursache zu wissen, ist zusätzlich hilfreich für gelbe Engel und Co. Zum Schluss sollten Fahrzeughalter immer ihr Warndreieck wieder einpacken, wenn die Panne behoben ist.

Die Polizei muss übrigens nicht zwingend benachrichtigt werden. Nur wenn beispielsweise Ladung oder Fahrzeugteile auf die Fahrbahn geschleudert wurden und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sein könnten – oder wenn durch die Panne ein Unfall verursacht wurde, müssen die Beamten unter der 110 informiert werden. Kommt die Polizei allerdings zufällig an einem Pannenfahrzeug vorbei und es stellt sich heraus, dass lediglich der Tank leer war, kann es für den Autofahrer harte Konsequenzen geben.

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