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Autoverkauf: Auf diese wichtigen Details achten – häufige Fehler vermeiden

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Wer sein Auto verkauft, sollte einiges beachten. Verkäufer machen einen häufigen Fehler. Auf diese Details sollte beim Autoverkauf Wert gelegt werden.

Das Auto braucht nur noch eine Reparatur nach der anderen, ist inzwischen uralt oder etwas Größeres/Kleineres oder Modernes muss her? „Jedes Jahr wechseln in Deutschland mehr als zehn Millionen Pkw den Besitzer, davon etwa 3,5 Millionen Neuwagen und 7 Millionen Gebrauchtwagen“, schreibt der ADAC. Wer sein Auto verkaufen will, muss allerdings einiges beachten. Sowohl beim Privatverkauf als auch beim Verkauf an Gebrauchtwagenhändler machen Autobesitzer häufig Fehler. Kein Wunder – schließlich verkauft man nicht jeden Tag ein Auto. echo24.de hat einige Tipps gesammelt, worauf beim Autoverkauf geachtet werden soll, welche Details wichtig sind und welche Fehler vermieden werden können.

Tipps für den erfolgreichen Autoverkauf: Auf diese Details achten

Generell haben Autofahrer die Möglichkeit, ihren Wagen privat zu verkaufen oder an einen Händler. Bei dem Verkauf an einen Händler liegt der Vorteil auf der Hand: Der Verkauf geht in der Regel schnell über die Bühne, der Papierkram ist leicht erledigt und in der Regel denkt der Händler für Euch mit an alles Wichtige. Aber: Der Händler möchte natürlich am Weiterverkauf Eures Pkws auch noch etwas verdienen – somit kann davon ausgegangen werden, dass Ihr nicht den höchsten Preis für Euren Gebrauchtwagen bekommt.

Wem Schnelligkeit nicht wichtig ist, der kann sein Auto privat verkaufen. Doch dabei gibt es deutlich mehr zu beachten als beim Verkauf an einen Händler. Hier eine Übersicht, über ein paar gute Tipps aus dem Mobilitätsmagazin von bussgeldkatalog.org, worauf Autobesitzer beim privaten Verkauf ihres Wagens achten sollten:

  • Präsentiert Euer Auto so ansprechend wie möglich, macht auf Vorzüge und Sonderausstattung aufmerksam. Reinigt das Fahrzeug gründlich, bevor Ihr Fotos hochladet und verschickt oder jemand das Auto begutachten möchte. Als Verkäufer solltet Ihr trotzdem grundsätzlich alle Mängel offen kommunizieren.
  • Überlegt Euch einen angemessenen Verkaufspreis – vergleicht am besten Angebote. Achtet beim Vergleichen auf ähnliche Gebrauchtwagen, mit Blick auf dieselbe Motorisierung, das Baujahr, Laufleistung und Ausstattung.
  • Geht davon aus, dass Euch Käufer versuchen werden herunterzuhandeln, was den Preis angeht. Nennt also nicht unbedingt als Erstes Euer absolutes Minimum, was Ihr noch für Euer Auto haben wollt als Verkaufspreis, allerdings auch keinen utopischen Preis. bussgeldkatalog.org empfiehlt, einen „möglichst realistischen Kaufpreis“ anzusetzen.
  • Lasst Euch nicht unter Druck setzen und gebt nicht einfach nach beim Preis, nur um das Auto schnellstmöglich verkauft zu haben.
  • Lasst Euch nach erfolgreichem Verkauf die Aushändigung der Schlüssel und Papiere schriftlich bestätigen. Zudem sollte unbedingt ein Kaufvertrag von Autoverkäufer und dem Käufer unterschrieben werden – Vorlagen gibt es im Internet.
  • Denkt unbedingt daran, nach erfolgreichem Verkaufsabschluss die zuständige Zulassungsstelle über den Verkauf zu informieren. Am besten noch am selben Tag. Im schlimmsten Fall haftet Ihr sonst noch für einen Unfall des neuen Besitzers. Kündigt außerdem Eure Kfz-Versicherung, sonst zahlt Ihr weiter.

Laut dem ADAC können Autoverkäufer übrigens noch mal mehr Geld herausholen, wenn kurz vorm Verkauf eine frische Hauptuntersuchung gemacht wurde. „Selbst wenn der Restwert laut Tabelle an der Nulllinie kratzt: Das kann bis zu 2000 Euro bringen“, schreibt der ADAC.

Und noch zwei Tipps vom Handelsblatt: Bei Probefahrten sollte vorab die Länge und der Zeitraum abgesprochen werden sowie eine „Probefahrt-Vereinbarung“ ausgefüllt werden – denn der Probefahrer haftet für verschuldete Unfälle. Egal wo Ihr Euer Fahrzeug inseriert, gebt nicht Eure Telefonnummer an, lieber nur Eure E-Mail-Adresse. Sonst hört Euer Telefon womöglich gar nicht mehr auf zu klingeln.

Auto privat verkaufen: Achtung! Nicht auf Betrugsmaschen hereinfallen

Im Mobilitätsmagazin von bussgeldkatalog.org wird beim Privatverkauf vor Betrugsmaschen gewarnt. Misstrauisch sollten Verkäufer vor allem bei Interessenten aus dem Ausland werden und Angeboten, die deutlich über dem Fahrzeugwert liegen. Trefft Euch außerdem niemals alleine an ungewöhnlichen Orten. Händigt niemals die originalen Fahrzeugpapiere sowie die Schlüssel aus, bevor der Verkauf über die Bühne gegangen ist und Ihr die Bezahlung erhalten habt. Stimmt keiner Ratenzahlung zu.

Auch bei Probefahrten solltet Ihr den Führerschein sowie Personalausweis des Interessenten überprüfen und diesen bei der Fahrt begleiten. Händigt Ihr Papiere und Schlüssel einfach so für eine Probefahrt aus, kann es passieren, dass Ihr Euer Fahrzeug nie wiederseht.

Tipps für den Autoverkauf: Diesen häufigen Fehler vermeiden

Wer ein moderneres Auto verkaufen möchte, sollte einen häufigen Fehler vermeiden: Private Daten einfach im Fahrzeugsystem lassen. Denkt unbedingt daran, private Daten zu löschen – darauf weist die Zeitschrift ACE Lenkrad in der zweiten Ausgabe 2022 hin. Dabei sollte vor allem an Daten gedacht werden, die vom Handy beim Koppeln via Bluetooth auf das Fahrzeug übertragen wurden. Dazu gehören Kontaktlisten mit Telefonnummern, aber auch Log-In-Daten, etwa für Musik-Streaming-Anbieter. Wenn ein Navigationssystem installiert ist, sollten außerdem die letzten/beliebte Ziele sowie gespeicherte Adressen, wie etwa die Heimatadresse, gelöscht werden.

Bei einigen Fahrzeugen lässt sich das System auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Geht das nicht, müssen die Daten an den verschiedenen Speicherorten mühsam händisch gelöscht werden. Das kann zwar ganz schön viel Arbeit bedeuten, ist der Käufer allerdings niemand aus der Familie oder dem Freundeskreis, kann es durchaus zum Datenmissbrauch kommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose

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