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Welche alten Heizungen 2023 ausgetauscht werden müssen

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Von: Fabian Raddatz

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In privaten Gebäuden müssen 2023 nach dem Gebäudeenergiegesetz viele Heizungen ausgetauscht werden. Welche das sind und welche Ausnahmen es dabei gibt.

Seit November 2020 gilt in Deutschland das Gebäudeenergiegesetz. Es sieht Maßnahmen vor, mit denen Treibhausgase gesenkt werden sollen, um so Klimaschutzziele bis 2023 zu erreichen. Eine der Maßnahmen ist, dass Hausbesitzer ihre Heizung nicht länger als 30 Jahre nutzen dürfen, berichtet kreiszeitung.de.

Eine Hand dreht an einem Heizungsthermostat.
Viele Heizungsanlagen müssen 2023 ausgetauscht werden. Doch es gibt auch Ausnahmen. © IMAGO/Michael Bihlmayer

Somit dürfen ab dem kommenden Jahr nur noch Heizungen betrieben werden, die nach dem 1. Januar 1994 eingebaut wurden. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Welche alten Heizungen 2023 ausgetauscht werden müssen

Unter das Gebäudeenergiegesetz fallen Heizungen, die mit Öl und Gas betrieben werden. Weil sie nach 30 Jahren nicht mehr den energetischen Standards entsprechen und auch nicht mehr effizient arbeiten, müssen sie ausgetauscht werden. Auch sogenannte Konstanttemperaturkessel sind betroffen – wenn sie eine Heizleistung von bis zu 400 Kilowatt haben und älter als 30 Jahre sind.

Ebenfalls müssen Heizkörper ausgetauscht werden, wenn einzelne Teile der Anlage älter als 30 Jahre sind. Entscheidend ist aber grundsätzlich das Alter.

Gebäudeenergiegesetz: Es gibt auch Ausnahmen

Ausgenommen von der Austauschpflicht sind Niedertemperaturkessel oder auch Brennwertgeräte. Zudem müssen auch einige private Hausbesitzer ihre Geräte nicht ersetzen, etwa dann, wenn sie seit dem 1. Februar 2022 selbst in der Wohnung oder dem Haus leben. Dann können selbst veraltete Öl- und Gasheizungen weiter genutzt werden.

Wer jedoch nicht selbst in der Immobilie wohnt, diese beispielsweise nur vermietet, der muss nun die Heizung nach 30 Jahren austauschen.

Auch hier gibt es eine Ausnahme, nämlich dann, wenn der Eigentümer etwa im März 2002 selbst eingezogen ist – und somit einen Monat nach der Frist. Hier müsste die Heizung ebenfalls nicht ersetzt werden.

Nicht ausgenommen von der Austauschpflicht sind Hauskäufer, auch wenn für sie eine Frist von zwei Jahren nach dem Kauf gilt. Wer seine Immobilie verkaufen will, sollte daran denken. Denn eine veraltete Heizung, die von den neuen Eigentümern ausgetauscht werden muss, mindert in der Regel den Wert.

Heizungen 2023 austauschen: Wer es versäumt, muss zahlen

Wer es versäumt, die alte Heizung auszutauschen, muss im schlimmsten Fall mit einem Bußgeld rechnen. Dasselbe gilt auch bei Weigerung. Zudem können Schornsteinfeger den Betrieb der Anlage verbieten oder sie sogar komplett stilllegen.

Das Alter einer Heizung kann man am Typenschild ablesen. Meistens sind diese in der Innenseite des Hauptdeckels angebracht. Falls das Schild unkenntlich ist, gibt es auch noch andere Wege, das Alter der Anlage zu bestimmen – etwa auf den Rechnungen oder in den Bauunterlagen.

Der Schornsteinfeger könnte das Alter ebenfalls bestimmen, in der Regel werden über die Inspektionen Buche geführt. Aber auch ein Heizungsinstallateur kann helfen – und das Alter anhand der Marke, des Modells und der Abnutzung erkennen.

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