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Preiskampf der Einzelhändler: Lidl vs. Edeka – „immer günstige Preise“

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Von: Jason Blaschke

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Die teuren Lebensmittel kosten Edeka und Netto Kunden. Mit günstigen Preisen wird jetzt versucht, sich an Lidl und Co. anzugleichen – nicht unbemerkt.

Für viele Alltags-Produkte müssen die Verbraucher in Baden-Württemberg und ganz Deutschland immer tiefer in die Tasche greifen. Gerade einige Supermärkte heben ihre Preise massiv an, etwa für Milchprodukte, Tiefkühlprodukte oder Fleisch. Dass gerade viele Tiefkühlprodukte wie von Aldi teurer werden, liegt Berichten von echo24.de zufolge primär an den Kosten für Energie, die auch die Produzenten immer stärker unter Druck setzen.

„Produkte zum Discountpreis“ auch in Supermärkten – Lidl attackiert Edeka

Die Folge ist, dass auch die Kunden von Kaufland, Lidl und Co. an der Kasse tiefer in die Tasche greifen müssen. Gerade Einzelhändler wie Edeka oder Rewe, deren Image eher auf Qualität und Regionalität liegt, stellt das nun vor große Probleme, denn in der Energiekrise können sich immer mehr Verbraucher diesen Luxus nicht länger leisten. Um zu verhindern, dass die Kunden in die Discounter abdriften, gehen Edeka und Co. in die Offensive, wie BW24 berichtet.

Dabei sind Werbekampagnen wie „Produkte zum Discountpreis“ ein wichtiges Instrument. Gerade mit den Eigenmarken-Produkten versuchen die Supermärkte, sich an die Discounter anzugleichen – ein Spagat zwischen Qualität und Regionalität einerseits und die Option günstiger Produkte andererseits. In der Lidl-Zentrale werden die Aktionen genau verfolgt, wie mehrere Facebook-Posts der Discounterkette aus Neckarsulm beweisen.

UnternehmenLidl
HauptsitzNeckarsulm
Umsatz57 Milliarden EUR
Gründung1932, Deutschland
CEOGerd Chrzanowski (seit 2020)

Preiskampf mit Edeka erreicht neues Level: Lidl lässt extra Plakate drucken

In einem der Beiträge lästert Lidl über Edeka als neuer Discounter ab, „Humor haben Sie“, schrieb das Social-Media-Team von Lidl – und nun haben die Läster-Attacken ein neues Level erreicht. Berichten der Lebensmittel-Zeitung (LZ) zufolge knöpft sich Lidl jetzt auch abseits von Facebook seine Konkurrenten vor, die mit günstigen Preisen werben. „Gut, mal ein Schnäppchen zu haben“ steht auf einem öffentlichen Werbeplakat.

Doch noch besser seien „immer günstige Preise für die beste Qualität“. Der „Inflationsstopp“ von Edeka und Netto, der Vertrauen zu den Kunden aufbauen soll, gelte schließlich nur für gut 200 Produkte, heißt es in Lidl-Kreisen. Viele Facebook-Nutzer empfinden die Sticheleien gegen die Konkurrenten peinlich. „Von wegen kleine Preise! Edeka hat bedeutend mehr gute und günstige Angebote“, schreibt etwa eine Userin und nennt als Beispiel die Butter von Meggle.

Preiskampf im Einzelhandel: Insider deckt auf, wie Verbraucher profitieren

Die habe sie in einer Edeka-Filiale für 1,99 Euro gekauft, im Lidl würde das gleiche Produkt 2,29 Euro kosten. Und eine andere Userin meint, dass Edeka oft mit vielen preislich besseren Angeboten punkten könne. „Man sollte doch mal Prospekte lesen und Preise so vergleichen.“ Und wieder eine andere Facebook-Nutzerin meint, dass Lidl längst kein Discounter mehr sei – „ich zahle mittlerweile für meinen Wocheneinkauf doppelt so viel.“

Letzte Woche seien es genau 194 Euro gewesen, textet die Frau. „Und das Ganze hat in vier Tüten gepasst.“ Doch ein Gutes hat der Zwist zwischen Edeka und Lidl für die Verbraucher: Es gibt mehr Angebote und somit mehr Sparpotenzial. Wie man als Kunde vom „Preiskampf der Einzelhändler“ am besten profitiert und kräftig Geld einspart, hat erst kürzlich ein Brancheninsider verraten. Gerade als Verbraucher sollte man die Situation ausnutzen, empfiehlt er.

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