1. echo24
  2. Leben
  3. Verbraucher

Aldi Süd plant Lieferdienst für Lebensmittel – schon 2023?

Erstellt:

Von: Kathrin Kuna

Kommentare

Aldi-Filiale
Bereits 2023 könnte es in Deutschland einen Lieferdienst für Lebensmittel von Aldi Süd geben. © Marcel Kusch/dpa

Das Online-Geschäft boomt und gewinnt nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie an Bedeutung. Laut Medienberichten plant jetzt auch Aldi Süd, mit einem Onlineshop für Lebensmittel an den Start zu gehen.

Frische Lebensmittel im Internet bestellen und sich an die Haustüre liefern lassen? Das könnte bei Aldi Süd bald möglich sein. Die Corona-Pandemie hat für ein ordentliches Wachstum der Lieferdienste gesorgt, von dem offensichtlich auch der Lebensmittel-Riese profitieren möchte. Ginge es nach einem Bericht von Handelsblatt, könnte es mit dem Lieferservice bereits 2023 so weit sein.

Onlineshop für Lebensmittel: Aldi Süd testet Modelle für einen Lieferdienst in den USA

Aldi Süd gehört in Deutschland neben Lidl zu den führenden Discountern, doch auch im Ausland ist das Unternehmen stark vertreten. So zum Beispiel seit 1976 in den USA. Dort betreibt Aldi Süd laut eigener Aussage etwa 2.150 Filialen. Mehr als in Deutschland: Dort sind es 1.980 Filialen.

In den USA testet Aldi Süd das Modell, das bald auch nach Deutschland kommen könnte: Der Lieferdienst für Lebensmittel. Doch bislang hat das Unternehmen dafür noch keine eigene Infrastruktur, sondern arbeitet mit dem US-Lieferdienst Instacart zusammen. „Wir testen das jetzt mit einer kleinen Gruppe von Konsumenten und wollen es dann schrittweise landesweit ausrollen“, zitiert das Handelsblatt Scott Patton, den US-Einkaufsleiter von Aldi Süd.

Wie das Handelsblatt weiterhin – mit Berufung auf Insider – berichtet, könnte der Lieferdienst für Lebensmittel in Deutschland bereits im ersten Halbjahr 2023 verfügbar sein. Auf Anfrage von ntv äußerte das Unternehmen allerdings kein konkretes Einstiegsdatum in den deutschen Markt. Dennoch habe Aldi Süd bestätigt, dass man die Entwicklungen am Markt beobachten und täglich Testabläufe durchführen würde.

Aldi Süd plant Lieferdienst für Lebensmittel: Kosten in Höhe eines dreistelligen Milliardenbetrags

Dass Aldi Süd sich um eine eigene Internetplattform zum Verkauf und Versand von frischen Lebensmitteln bemüht, wird laut Handelsblatt auch daran ersichtlich, dass der Discounter in Mühlheim rund 50 Stellen für E-Commerce-Fachkräfte ausgeschrieben habe. Daraus ließe sich ableiten, dass der Lebensmittel-Riese daran ist, eine eigene Infrastruktur für den Lieferdienst aufzubauen.

Laut Schätzungen von Handelsblatt könnten sich die Kosten für den Aufbau eines Lieferdienstes in einem hohen dreistelligen Milliardenbetrag bewegen. Auch die Lebensmittel Zeitung berichtet, dass der Online-Bereich durch Aldi Süd bereits seit Jahren intensiv verfolgt werde. Allerdings sei die Sorge bislang groß gewesen, dass die Umsätze der Filialen geschwächt werden könnten. Denn auch die gestiegenen Betriebskosten würden zu Buche schlagen und müssen abgefedert werden.

Online-Shop von Aldi floppt bisher

Aldi Süd und Aldi Nord betreiben bereits einen gemeinsamen Online-Shop. Dort können allerdings keine Lebensmittel geshoppt werden. Bislang finden sich auf der Plattform nur Aktionsware aus dem Nonfood-Bereich. Ähnlich funktioniert auch das Online-Geschäft von Lidl, das in diesem Bereich bislang noch seine Nase vorne zu haben scheint.

Auch interessant

Kommentare