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Neuer Service von Lidl, Aldi und Co.: Mega-Flop wird kaum genutzt

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Von: Tobias Becker

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Seit Juli 2022 ist es möglich, bei Lidl oder Aldi, Elektrogeräte wie Handy und Toaster abzugeben. Aber: Der Service scheint zum Flop zu werden und steht in der Kritik.

Alle Jahre wieder gibt es in Supermärkten und Discountern neue Regelungen. So soll es auch im neuen Jahr 2023 einige Neuerungen beim Einkaufen geben, die für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtig sind, wie echo24.de berichtete. Doch nicht immer kommen solche Änderungen gut an. Eine neue Regel aus diesem Jahr gilt sogar als Flop.

Service-Flop bei Lidl, Aldi und Co.: Neue Regel gilt seit Juli 2022

Seit dem 1. Juli 2022 sind Discounter, Drogerien und Supermärkte, die eine Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern haben, verpflichtet, alte Elektrogeräte anzunehmen. Das gilt, wenn sie im Jahr mehrmals Elektro- und Elektronikgeräte verkaufen, was beispielsweise bei Lidl, Kaufland oder Aldi auch der Fall ist. Heißt: Bei Lidl kann man Feuerwerk reservieren, aber auch Elektrogeräte abgeben.

Zwar gibt es bei der Regel ein paar Einschränkungen, aber im Grunde genommen kann jeder sein altes Handy, den Toaster oder andere Kleingeräte abgeben. So sinnvoll es auch erscheint, so wenig wird es jedoch wohl genutzt, wie eine Recherche der „Deutschen Umwelthilfe“ (DUH) ergeben hat. Auch die „Deutsche Presseagentur“ (dpa) kommt zu diesem Ergebnis. Und siehe da: Discounter-Riese Lidl, der seinen Sitz in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) hat, erklärt laut „SWR“: „Wir haben bisher festgestellt, dass dieses Angebot verhalten angenommen wird.“

Service-Flop im Supermarkt: Deutsche Umwelthilfe kritisiert heftig, Lidl kontert

Klar, dass da auch schnell Kritik seitens der Deutschen Umwelthilfe (DUH) laut wird. Die DUH bemängelte zuletzt, dass es in keinem größeren Supermarkt ein gutes Informations- und Rücknahmekonzept für Elektroschrott geben würde. Mehr noch: Auch Lidl würde es nicht regelkonform anbieten, wie eine Stichprobe der DUH in 34 Märkten, darunter Lidl und Aldi, ergeben hat. Das sagt zumindest die Deutsche Umwelthilfe.

Klar, dass sich der Discounter-Riese dazu äußert. Gegenüber dem „SWR“ widerspricht Lidl Deutschland den Vorwürfen. Kundinnen und Kunden könnten ihre Altgeräte an der Kasse zurückgeben und in den Filialen seien dauerhaft Schilder mit entsprechenden Informationen angebracht, heißt es demnach.

Service-Flop bei Lidl, Aldi und Co.: Behörden sollen Sanktionen aussprechen

Das klingt ganz nach einer weiteren Runde beim Elektro-Ärger! Doch die DUH hat bereits ein neues Ziel gefunden und fordert von Behörden in einer Mitteilung, solche Rücknahmepflichten zu kontrollieren und Sanktionen zu verteilen, wenn es Verstöße gibt. Hinzu kommt, dass weder Verbraucher ordentlich informiert seien, noch die Discounter gut vorbereitet.

Gerade die Zwischenlagerung im Kassenbereich wird dabei angeprangert. Doch Lidl kontert: „Die zurückgenommenen Geräte werden von qualifizierten externen Dienstleistern fachgerecht recycelt oder entsorgt.“ Wer den Service in der Weihnachtszeit nutzen will, sollte jedoch auf die Öffnungszeiten bei Lidl und Kaufland achten.

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