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Wichtige Änderungen bei der Steuer: Was ab 2023 gilt

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Von: Mia Köhler

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Einkommensteuererklärung
Was bringt das Jahr 2023? Neue Regelungen im Bezug auf Steuern und Vereinfachung der Bürokratie. © picture alliance / dpa

Ab 2023 tritt das neue Jahressteuergesetz in Kraft. Dieses Gesetz soll mit weniger Bürokratie und mehr Steuererleichterungen verbunden sein. Welche neuen Regelungen wird es geben?

Steuer: Wer sich nicht gerne mit Bürokratie beschäftigt, bei dem löst dieses Wort ein ungutes Gefühl aus. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn durch das neue Jahressteuergesetz 2022 sollen einiges einfacher werden. Das betrifft vor allem die Bereiche Digitalisierung, Verfahrensvereinfachung, Rechtssicherheit und Steuergerechtigkeit.

Viele Steuern werden für Besitzer von Photovoltaik- Anlagen abgeschafft

Die wahrscheinlich größte Änderung betrifft jedoch Privatbetreiber einer Photovoltaik-Anlage. Für sie soll es im Bezug auf Steuern erhebliche Erleichterungen geben. So müssen Betreiber einer PV-Anlage ab dem Jahr 2023 keine Einkommenssteuer mehr zahlen. Diese Befreiung gilt für Photovoltaik-Anlagen von einer Bruttonennleistung bis 30 kW bei Einfamilienhäusern, Gewerbeimmobilien und Nebengebäuden wie zum Beispiel Garagen oder Carports.

Bei Wohn- und Gewerbeeinheiten anderer Gebäude wie Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Immobilien beträgt die Höchstbruttonennleistung 15 kW. Dabei ist die Verwendung des erzeugten Stroms irrelevant. Das Nutzen von Sonnenenergie lohnt sich also ab nächstem Jahr noch mehr. Mit diesen Erleichterungen für Besitzer von Photovoltaik-Anlagen wird womöglich ein kleiner Anreiz für das Nutzen von erneuerbaren Energien geschaffen.

Auch bei der Umsatzsteuer wird es für Betreiber von PV-Anlagen ab nächstem Jahr Erleichterungen geben. Ein Nullsteuersatz ist für die Lieferung und Installation der Anlage, einschließlich des Stromspeichers, festgelegt. Somit müssen die PV-Anlagen-Betreiber bei der Anschaffung keine Umsatzsteuer mehr bezahlen. Dieser Nullsteuersatz sorgt dafür, dass viel bürokratischer Aufwand wegfällt.

Steuerliche Verbesserungen für das Homeoffice

Unabhängig davon verspricht das Jahressteuergesetz steuerliche Verbesserungen im Homeoffice. Die Abzugsmöglichkeit wird verlängert und somit können Arbeitnehmende ihre Arbeit im Homeoffice steuerlich geltend machen. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer und Unternehmer für jeden Tag im Homeoffice einen Betrag von sechs Euro für höchstens 210 Tage pro Jahr abziehen.

Das sind jedoch nur zwei Änderungen des neuen Jahressteuergesetzes. Eine vollständige Auflistung findet sich auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums.

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