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Ab 2023: Neues Tierschutz-Label auf der Verpackung von Schweinefleisch

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Gemischtes Hackfleisch mit Angabe der Haltungsform
Ab Sommer 2023 können Verbraucher die Haltungsform von Schweinefleisch anhand eines neuen Labels von der Verpackung ablesen. © Ulrich Zillmann/ picture alliance

Im kommenden Jahr 2023 soll die Kennzeichnung der Haltungsbedingungen für Schweinefleisch Pflicht werden. Verbraucher können dann anhand von fünf verschiedenen Stufen die Haltungsform des Schweines erkennen. Das sollten Verbraucher wissen:

Bereits bei seinem Amtsantritt kündigt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) an, mehr Tierwohl in deutsche Ställe zu bringen und mehr Transparenz für Verbraucher zu schaffen. Das Bundeskabinett hat im Oktober einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der erstmals eine verpflichtende Kennzeichnung für die Schweinehaltung umfasst. So soll sich neben vielen Veränderungen 2023 auch die Kennzeichnung der Haltungsform ändern. Das sollten Verbraucher über das Label wissen:

Das sind die fünf Haltungskategorien beim neuen Siegel

Die neue Kennzeichnung unterscheidet zwischen fünf Haltungskategorien:

Tierwohl-Logo
Das fünfstufige Modell soll das freiwillige, vierstufige ab Sommer 2023 schrittweise ablösen. Im Gegensatz zur vierstufigen Kennzeichnung wird das fünfstufige Label Pflicht. © -/Initiative Tierwohl/dpa

Das ist der Haken bei der neuen Kennzeichnungspflicht

Die für den Sommer geplante Kennzeichnungspflicht soll erstmal nur für sehr wenige Fleischprodukte gelten. Vorerst erscheint das Label nur auf frischem, unverarbeiteten Fleisch, welches aus Deutschland kommt und lediglich zwischen 20 und 30 Prozent des gesamten Schlachtkörpers ausmacht.

Somit ist importiertes oder verarbeitetes Fleisch, bei dem neuen Gesetz nicht mit inbegriffen. Die Produkte sollen erst später mit dem Siegel versehen werden. Andere Produkte neben dem frischen Schweinefleisch sollen später dazukommen.

Für die neue Tierhaltungskennzeichnung regnet es viel Kritik

Während die Opposition das neue Tierhaltungssiegel für überflüssig hält und auf die bereits vorhandene Kennzeichnung des Handels verweist, mahnen Tierschützer, dass das geplante neue Label nicht weit genug gehe. Beispielsweise Transport, Schlachtung oder Tiergesundheit seien beim neuen Label nicht berücksichtigt.

„Man könnte sagen, das Ganze ist ein Etikettenschwindel, zumindest nimmt es weder den Verbraucher mit, noch bringt es Tierschutz ins System als dynamische Entwicklung hinein.“ Zitiert Deutschlandfunk den Tierschutzbund.

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