Tipps für Tierhalter am 10. September

Warntag 2020: So können Tierhalter Vierbeiner bei Sirenen-Lärm schützen

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Am bundesweiten Warntag am 10. September 2020 heulen in ganz Deutschland die Sirenen. Für Tiere bedeutet das Stress pur. Halter können ihren Lieblingen helfen.

  • Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag statt.
  • Um 11 Uhr heulen an diesem Tag die Sirenen in ganz Deutschland.
  • Für Tiere ist der Lärm eine extreme Belastung – doch ihre Halter können helfen.

Bundesweiter Warntag 2020: So können Halter ihre Tiere vorm Sirenen-Lärm schützen

Am 10. September wird es laut, richtig laut! Zumindest in der Nähe von Sirenen, denn die heulen um Punkt 11 Uhr am Donnerstag los. Erst einmal das Wichtigste vorneweg: Es gibt keinen Grund zur Panik. Bei dem Warnsignal handelt es sich lediglich um einen Probealarm. Der erste bundesweite Warntag findet nämlich am 10. September statt. Er dient zur Information der Bevölkerung und als Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall. Neben Sirenen warnen auch Fernseh- und Radio-Sender sowie beispielsweise die Warn-App NINA.

Doch während Menschen verstehen können, dass das Sirenengeheul zwar laut ist, aber keine Gefahr darstellt, ist das für Tiere nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Der hohe Lärmpegel kann für Tiere zur Belastung werden. Deren Gehör ist nämlich um einiges sensibler als das der Herrchen und Frauchen. Deswegen ist es für Tierhalter wichtig zu wissen, wie sie sich am 10. September am besten verhalten, um ihren Lieben viel Stress zu ersparen.

Warntag 2020: Um 11 Uhr ertönen die Sirenen – für Tiere eine extreme Belastung

Die Welttierschutzgesellschaft e.V. (WTG) gibt auf ihrer Website Tipps zum richtigen Umgang am bundesweiten Warntag. Teilweise stammen die Sirenen noch aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, genutzt werden sie fast nie. Umso ungewohnter und beängstigender ist ihr Geheul für die Tiere. Mögliche Folgen sind laut WTG nervöses Herumlaufen, starkes Zittern oder ein Flucht-Impuls. Manch einer kennt diese Reaktionen bereits aus der Silvesternacht.

Die gute Nachricht: Die bundesweite Warnung am 10. September dauert lediglich 20 Minuten, nämlich von 11 bis 11.20 Uhr. Auf diesen Zeitrahmen können sich Tierhalter also einstellen und sich vorbereiten. Die Welttierschutzgesellschaft rät vor allem Haltern ängstlicher und geräuschsensibler Tiere, Vorkehrungen zu treffen. Wichtig ist dabei vor allem, wo genau die Sirenen in der Kommune am bundesweiten Warntag losheulen. Sind diese in unmittelbarer Nähe, muss reagiert werden.

Warntag am 10. September 2020: So können Halter ihren Tieren helfen

Tierbesitzer können ihren Schützlingen am Warntag 2020 einen Rückzugsort mit möglichst viel Ruhe anbieten. Am ehesten bietet sich dafür ein abgedunkeltes, ruhig gelegenes Zimmer an, das die Tiere kennen und in dem sie sich wohlfühlen. „Musik oder Fernseher können für eine gewohnte und beruhigende Geräuschkulisse sorgen", rät die WTG. Alleine bleiben sollten sie im Zeitraum des Sirenen-Geheuls nicht.

Sirenen heulen im ganzen Land: Der erste Warntag seit 30 Jahren findet am 10. September statt. (Symbolfoto)
  • Hunde: Wer seinem treuen Vierbeiner den Stress ersparen möchte, sollte bei der Gassirunde den Zeitraum zwischen 11 Uhr und 11.20 Uhr auf jeden Fall meiden. Falls das gar nicht möglich ist, sollte ein großer Bogen um Sirenen gemacht werden.
  • Katzen: So schwer es den Tierhaltern auch fällt – geräuschempfindliche Katzen müssen zu ihrer eigenen Sicherheit in den 20 Minuten auf ihren Freigang verzichten.
  • Pferde: Auch hier gilt es, sensible Tiere am besten im Stall zu lassen.
  • Kleintiere und Vögel: Bei diesen Haustieren empfiehlt die WTG, die Käfige abzudecken und in ein möglichst ruhiges Zimmer weit weg vom Fenster zu stellen.

Der bundesweite Warntag am 10. September bleibt keine einmalige Angelegenheit. Von nun an wird er an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Tierhalter können also in diesem Jahr beobachten, wie ihre Vierbeiner mit dem Lärm umgehen und beim nächsten Warntag entsprechend reagieren.

Rubriklistenbild: © Pixabay/lizzyliz

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