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Unbekannte Insektenart in Deutschland entdeckt – „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“

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Von: Lisa Klein

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Eine gelb-orange und ungewöhnlich hell gefärbte Schlupfwespe sitzt auf einem grünen Blatt. Der Insektenexperten Lennart Bendixen  hat die neue Insektenart entdeckt.
Eine neue Insektenart wurde in Deutschland durch den Insektenexperten Lennart Bendixen entdeckt: Eine gelb-orange und ungewöhnlich hell gefärbte Schlupfwespe. © Lennart Bendixen/Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein/dpa

Der Insektenexperte Lennart Bendixen entdeckt in Schleswig-Holstein eine neue Insektenart. Die gelb-orange, ungewöhnlich helle Schlupfwespe ist nach einer deutschen Straße benannt.

Ein Insektenexperte hat in Schleswig-Holstein eine bislang unbekannte Schlupfwespen-Art entdeckt. Lennart Bendixen war in seinem wildbunten Garten in Mohrkirch bereits im Mai 2020 auf diese neue Art aufmerksam geworden, wie die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein am Freitag (13. Januar) berichtete.

Gut zweieinhalb Jahre habe der umfangreiche Prüfprozess gedauert. Die neue Art wurde nach der Straße benannt, in der Bendixen die Insektenart entdeckte. Der Name lautet „Campodorus paradiesensis“, schreibt die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa).

Unbekannte Insektenart in Schleswig-Holstein entdeckt: Gelb-orange Schlupfwespe

Bendixen ist Partner im Projekt „Blütenbunt-Insektenreich“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. „Es grenzt fast an ein Wunder, dass diese auffällig gefärbte Art nicht schon viel früher entdeckt wurde“, sagte Bendixen. Er vermutet, „dass sie stark spezialisiert ist, und einfach noch kein Schlupfwespenspezialist zur richtigen Zeit am richtigen Ort war“.

Nach Angaben der Stiftung ernähren sich Schlupfwespen parasitisch von anderen Insekten. Sie seien wichtige Gegenspieler von Raupen, Käfern und anderen pflanzenfressenden Sechsbeinern. Im Gegensatz zu den meisten anderen, überwiegend schwarz und rot gefärbten Schlupfwespenarten sei die neu entdeckte Art gelb-orange und ungewöhnlich hell.

Wie die allermeisten Wespenarten sei das Insekt für Menschen vollkommen harmlos. Die Weibchen besäßen zwar einen Legestachel, könnten mit diesem aber selbst bei ernsthafter Bedrohung nicht die menschliche Haut durchdringen.

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