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Angefahrenes Bärenjunges rettet sich mit letzter Kraft in Baumkrone – Mutter schaut hilflos zu

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Von: Sandra Barbara Furtner

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In Tennessee wird ein Bärenjunges von einem Auto erfasst. Taumelnd klettert es auf einen Baum und bleibt dort bewusstlos liegen.

An der Grenze zwischen North Carolina und Tennesse liegt der Great Smoky Mountains National Park. Er ist der meistbesuchte Nationalpark des Landes und vor allem bei Camping-Fans äußerst beliebt. Doch er ist auch die Heimat von Schwarzbären. Viele von ihnen werden durch achtlos liegen gelassenen Müll und Essensresten angelockt. Auf der Suche nach Nahrung verlassen sie ihr sicheres Versteck und überqueren arglos Straßen – und so passieren immer wieder schlimme Unfälle. Wie vergangenes Wochenende: Ein Bärenjunges wird von einem Auto erfasst und bleibt hilflos und verletzt liegen.

Bärenjunges wird von Auto angefahren und versucht sich auf Baumkrone zu retten

In der Tierklinik wird das Jungtier fachmännisch versorgt.
In der Tierklinik wird das Jungtier fachmännisch versorgt. © Facebook (Appalachian Bear Rescue)

Als der Manager eines Campingplatzes den Hinweis über einen Wildtier-Unfall erhält, begibt er sich sofort an die Unfallstelle. Er findet ein Bärenjunges, das regungslos am Straßenrand liegt und dringend Hilfe benötigt. Also alarmiert er die gemeinnützige Bärenrettung Appalachian Bear Rescue. Kurze Zeit später treffen zwei Tierretter ein. „Die Ranger klatschten in die Hände und das Jungtier stand auf, taumelte an den Straßenrand, kletterte auf einen Baum und ließ sich in der Baumkrone nieder“, informiert die Bärenrettung auf ihrer Facebook-Seite. Auf der gegenüberliegenden Seite erspähen die Ranger einen weiteren Bären, sowie zwei Jungtiere. Sie vermuten, dass es sich dabei um die Mutter und Geschwister handelt.

Bärenjunges wird von Auto angefahren und wird nun von Tierrettern gepflegt

Ohne ihre Mutter können Bärenjunge kaum überleben. Sie bleiben bis zu drei Jahre beim Muttertier, die ihnen in dieser Zeit alles beibringt und sie zudem noch stillt. Doch dieses Tier ist von seiner Familie getrennt, liegt verletzt auf einem Baum und hat so gut wie keine Chance alleine zu seiner Familie zurückzukehren. Die Zeit drängt: Zudem wird es langsam dunkel und das Jungtier ist mittlerweile nicht mehr bei Bewusstsein. Die Ranger entscheiden es zu betäuben und in die Tierklinik University of Tennessee College of Veterinary Medicine zu bringen.

Zum Glück konnten die Tierärzte keine lebensbedrohlichen Verletzungen feststellen und so konnte Myrtle, wie sie nun heißt, kurze Zeit später in die Auffangstation der Bärenrettung verlegt werden. „Zurzeit wohnt Myrtle bei uns im Hartley House, wo wir sie rund um die Uhr beobachten können. Bisher hat sie noch nichts gegessen, aber wenn sie Hunger bekommt, stehen eine kleine Schale mit Apfel- und Beerensoße und Schmerzmitteln sowie eine Schale mit Wasser bereit. Die nächsten paar Tage werden für Myrtle entscheidend sein. Unsere Pfleger werden ihr Bestes geben“, verspricht die Tierrettung.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Dana Dodd, Geschäftsführerin der Appalachian Bear Rescue, ergänzt gegenüber Newsweek, dass es sich bei dem Unfall um ein Eindringen von Menschen in das Gebiet der Bären handelt und nicht umgekehrt. Ein großes Problem stellt auch der Müll dar. „Die Menschen bieten den Bären absichtlich oder unabsichtlich Nahrungsmöglichkeiten. Wenn man in einem Bärengebiet eindringt, muss der Müll gesichert werden. Viele der Bärenjungen, die wir in diesem Jahr haben, und viele in den vergangenen Jahren, wurden durch menschlichen Müll zu Waisen“.

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