Plagegeister in der Luft

Was hilft gegen Stechmücken? Tipps gegen die fiesen Blutsauger

Eine Mücke der Art Aedes vexans saugt Blut aus dem Arm einer Frau.
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Stechmücken: Jeder kennt sie, keiner mag sie. Diese Tipps helfen wirklich.
  • VonJuliane Reyle
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Jedes Jahr aufs Neue: Stechmücken plagen in den schönen Sommermonaten die Menschheit. Diese Tipps helfen, die lästigen Insekten fernzuhalten.

Ein Mix aus Regen und Sonnenschein sorgt für optimale Bedingungen für Stechmücken. Das wechselhafte Wetter in Baden-Württemberg ist derzeit ideal für die Fortpflanzung der Blutsauger. Mücken lieben das Wasser und schwülwarme Wetter: Die Tigermücke und die Hausmücke legt ihre Eier gerne in Wassernähe ab. Bei Regenwetter füllen sich nicht nur die Regentonnen, sondern auch die Untertöpfe, Vogeltränken, Gartenvasen, Eimer, Gießkannen und Pfützen. Die Brutstätten bilden sich somit ganz schnell, sogar im eigenen Garten. Doch mit einigen Tipps kann die Mückenplage zumindest minimiert werden.

Tipps gegen Stechmücken: Das hilft um die lästigen Insekten fern zu halten

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Insekten abzutöten – Insektizide und Co., doch die natürliche Variante ist häufig die gesündere und effizientere. Düfte aufstellen, Wasserquellen minimieren, um die Stechmückenausbreitung zumindest im eigenen Garten gering zu halten und sich vor juckenden Stichen zu schützen. Diese Tipps sollen helfen und einer Stechmücken-Plage vorbeugen:

  • Wasserquellen minimieren: So wenig Wasser wie möglich offen stehen lassen. Das heißt: keine Regentonnen, keine Wasserbottiche oder Gießkannen gefüllt im Garten stehen lassen, denn sonst beginnt schnell die eigene kleine Mückenzucht.
  • Auch unbeabsichtigte Wasserquellen sollten ausgetrocknet werden. Kleine Luken, in denen sich Wasser sammelt, Plastikplanen auf denen Regen nicht abfließen kann: Das sind schnell Gebiete, in denen Stechmücken ihre Eier ablegen.
  • Bei unvermeidlichen Wasserquellen, wie Regentonnen, ist das Mittel BTI einzubringen. Das Mittel verhindert die Entwicklung der Mückenlarven für bis zu vier Wochen und ist regulär im Bau- oder Gartenmarkt erhältlich. Doch wer kein Gift verwenden möchte, kann seine Regentonne abdecken oder auch ein engmaschiges Netz darüber spannen.
  • Fische, wie etwa Goldfische, können ab einer gewissen Gewässergröße eingesetzt werden und schützen ebenfalls vor einer Mückenzucht im Gewässer. Ein Gartenteich ist also nicht zwingend eine Brutstätte für Stechmücken.
  • Ätherische Öle und Duftstoffe können Stechmücken fern halten.
  • Lange, dichte Kleidung kann zumindest vor Stichen schützen – wer also im Garten arbeitet, der sollte eine lange Hose wählen.
  • Licht zieht magisch an: Insekten fliegen gerne in Richtung Wärme und Licht. In der Dämmerung und den Abendstunden, sollte das Fenster somit lieber geschlossen bleiben, sobald das Licht angeknipst wird.
  • Insektennetze am Fenster können das Eindringen von Stechmücken in das Haus verringern.

Stechmücken: Diese Düfte locken sie an und vertreiben sie

Um sich vor Stichen von Stechmücken zu schützen, gilt es sich möglichst geruchsarm zu halten, denn der Geruch von Körperschweiß kann die Stechmücken anlocken: sie wittern ihre Beute. Auch der Alkoholgenuss kann Mückenstiche begünstigen, denn durch Alkohol weiten sich die Blutgefäße und es wird schneller Schweiß produziert.

Die Kombination aus manchen Deos und Schweiß kann für Mücken, wie eine Festmahlzeit riechen. Doch andere Düfte und Aromen mögen Stechmücken so überhaupt nicht und diese können sie uns sogar „vom Leib halten“. Wer die ätherischen Öle nicht einfach so in Duftschalen aufstellen und verwenden möchte, der kann auch natürliche Insektensprays mit den Ölen erwerben.

  • Düfte, die Mücken fernhalten können:
  • Lavendel
  • Zitroneneukalyptus
  • Citronella
  • Rosengeranie (Geraniol)

    Nelkenknospe
  • Teebaumöl

Doch nicht nur Stechmücken können zu einer lästigen Plage werden, auch invasive Pflanzen breiten sich in Deutschland aus und Nacktschnecken vermehren sich bei den aktuellen Bedingungen besonders gut. Auch in den Meeren und Urlaubsgebieten gibt es immer mehr unbeliebte Tiere und Insekten zu erwarten. Außerdem wird vor Zecken und der Frühsommermeningitis gewarnt.