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Diese Hausmittel helfen bei einem Spinnenbiss – wann ein Arztbesuch nötig ist

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Die Nosferatu-Spinne in einem Keller.
Die Nosferatu-Spinne tötet ihre Beute, indem sie ihr durch ein Biss ein lähmendes Gift injiziert. © Michaela Ebert/echo24

Mit der Verbreitung der Nosferatu-Spinne wird auch die Wahrscheinlichkeit von ihr gebissen zu werden immer größer. Was bei einem Spinnenbiss passiert und wie ihr am besten reagiert, hat echo24.de für euch zusammengefasst.

In den letzten Jahren finden immer mehr Insekten und Spinnen den Weg nach Deutschland. Der Japankäfer, die Wespenspinne und nicht zuletzt die Nosferatu-Spinne fühlen sich immer wohler in unseren Häusern und Gärten. Wer die Tiere bedroht, der riskiert damit, gestochen oder gebissen zu werden. Neulich berichtete echo24.de, wie lähmend und schmerzhaft ein Biss der Nosferatu-Spinne für den Menschen werden kann.

Was aber ist zu tun, wenn der Achtbeiner zubeißt? Was kann jeder selbst tun und wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Jede Spinne ist giftig, doch nicht jede ist deshalb gefährlich

„Welche Spinnen sind giftig, welche sind es nicht?“ ist die falsche Frage im Zusammenhang mit einem Spinnenbiss. Vielmehr sollte die Frage lauten: „Welche Spinnen durchdringen mit ihren Beißwerkzeugen unsere Haut und welche nicht?“. Fakt ist nämlich, dass jede Spinne über Giftdrüsen verfügt. Was also unterscheidet eine gefährliche von einer ungefährlichen Spinne?

Es sind entweder die Beißwerkzeuge, die bei den meisten Spinnen in Deutschland nicht groß und kräftig genug sind, um unsere Haut zu durchdringen. Entscheidend ist aber auch die Giftkonzentration in den Giftdrüsen. Diese ist bei den heimischen Spinnen ebenfalls zu gering, um dem Menschen gefährlich zu werden.

Spinnen beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen

Die meisten Spinnenbisse passieren beim Arbeiten im Garten, beim Schlafen, wenn der Mensch die Spinne unbemerkt zerquetscht oder wenn die Hand aus Versehen in ein Spinnennest gerät. Auch die Nosferatu-Spinne ergreift, wenn möglich, zuerst die Flucht, bevor sie bissig wird. Sie beißt ebenso wie ihre Spinnenkollegen nur, wenn sie sich bedroht fühlt.

Diese heimischen Spinnen können für den Menschen gefährlich sein

In Deutschland gibt es im Vergleich zu Südamerika oder Australien wenig Spinnen, vor denen man sich ernsthaft fürchten muss. Trotzdem heißt das nicht, dass alle heimischen Achtbeiner ungefährlich sind. Im Folgenden findet ihr eine Auflistung der giftigsten Spinnen in Deutschland:

Ammen-Dornfingergefährlichste Spinne Deutschlands: Stich brennt stark, Stelle verfärbt sich bläulich-rot, schwillt an. Symptome: Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Kreislaufzusammenbruch
KreuzspinnenBiss nur an dünnen Hautstellen, wie Ellbogen und Kniekehle. Die Schmerzintensität gleicht einem Bienenstich. Es treten leichte Rötungen und Juckreiz auf.
WasserspinneDer Schmerz des Bisses ist vergleichbar mit einem Wespenstich, ansonsten treten keine weiteren Nebenwirkungen auf.
KräuseljagdspinneZu den Kräuseljadgspinnen gehört auch die Nosferatu-Spinne. Auch ihr Biss gleicht einem Bienenstich, der Jucken und leichtes Brennen zur Folge hat.
Große WinkelspinneBesser bekannt als Hauwinkelspinne, gleicht der Biss einer großen Winkelspinne einem Mückenstich. Darüber hinaus hat der Biss keine weiteren Folgen.

Diese Maßnahmen kann jeder nach einem Biss selbst ergreifen:

Wann es sinnvoll ist, einen Arzt aufzusuchen

Bei einem Spinnenbiss gefährdet sind vor allem folgende Personengruppen: Kleinkinder, Allergiker oder Menschen mit sonstigen gesundheitlichen Problemen. Gehört ihr zu einer diesen Personengruppen, solltet ihr umgehend einen Arzt kontaktieren. Ebenfalls ratsam ist es, die Spinne mit einem Glas zu fangen, um feststellen zu können, ob es sich um eine bekannte, heimische Spinne handelt.

Wenn der Spinnenbiss nach einer halben Stunde immer noch sichtbar und spürbar ist und sich vielleicht sogar rötet und anschwillt, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Spinnenbissen im Ausland sofort ein Krankenhaus aufsuchen

Besonders wer in Länder verreist, die dafür bekannt sind, dass dort giftige Spinnen beheimatet sind, sollte nach einem Spinnenbiss umgehend ein Krankenhaus aufsuchen. Bestenfalls wurde die Spinne vorher in einem Behälter gefangen, sodass sie in das Krankenhaus mitgenommen werden kann, um die Art der Spinne bestimmen zu können und die Behandlung gezielt zu wählen.

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