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Grusel-Spinne in Heidelberg – Erfahrungsbericht einer Arachnophobikerin

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Von: Teresa Knoll

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Die Nosferatu-Spinne wird immer öfter gesichtet. Eine Arachnophobikerin hat uns exklusiv ihre Begegnung mit den gruseligen Achtbeinern zukommen lassen.

Die Nosferatu-Spinne ist mittlerweile auch in Heidelberg angekommen. Immer wieder gibt es Berichte, dass diese Achtbeiner vermutlich vor einigen Jahren zu uns eingeschleppt wurden. Mittlerweile werden die Spinnen in Weinheim auf Gartenklos und anderenorts gesichtet. Jetzt haben wir einen exklusiven Bericht über die Begegnung mit einer der großen Spinnen. Arachnophobiker, seid gewarnt.

Begegnung mit einer Grusel-Spinne in Heidelberg – Überraschung am Briefkasten

Eine Heidelbergerin schreibt, dass sie am Tag der Begegnung um 22 Uhr von der Spätschicht kommt. „Alle, die bis abends arbeiten, kennen es: Man ist müde, will nur schnell in die Wohnung.“ Und plötzlich sitzt da eine Nosferatu-Spinne direkt neben dem Briefkasten – gute sechs Zentimeter groß. „Meine Post hab ich dann halt nicht rausgeholt“, schreibt die Frau. Sie kniet sich dann aber noch hin, um ein schnelles Foto von dem Biest zu schießen.

Die Person, die ihr Erlebnis mit der HEIDELBERG24-Redaktion geteilt hat, ist selbst Redakteurin. Just an dem Tag, an dem sie die Spinne sieht, hat sie einen Artikel darüber geschrieben, wie man seine Arachnophobie in den Griff bekommt. Und was wäre eine echte Redakteurin, wenn sie die Tipps, die sie ihren Lesern gibt, nicht selbst ausprobieren würde?

Eine Nosferatu-Spinne sitzt in einem Wohnhaus direkt neben den Birefkästen.
Eine 6 Zentimeter große Nosferatu-Spinne sitzt in Heidelberg in einem Wohnhaus direkt neben den Briefkästen. © dpa/Uwe Anspach; HEIDELBERG24/privat

Arachnophobikerin trifft Grusel-Spinne in Heidelberg – Achtbeiner sind nicht gefährlich

Die Heidelbergerin ist bekennende Arachnophobikerin. Kleine Spinnen kann sie allerdings problemlos mit der Hand entfernen. Bei großen Weberknechte bekommt sie zwar noch eine Gänsehaut, aber selbst die kann sie anfassen, um sie aus der Wohnung zu befördern. Daher dachte sie, sie hätte ihre Angst vor Spinnen im Griff.

Schließlich sind die Achtbeiner, die bei uns leben, wirklich nicht gefährlich. Die giftigste Spinne hierzulande ist der Dornfinger. Aber die Krabbler beißen auch nur, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen, und selbst dann ist ein Biss nicht gefährlich, nur schmerzhaft. Eine Möglichkeit, seine Angst vor Spinnen zu überwinden, ist es, sie sich in einem Gefäß anzuschauen und sie auch selbst einzufangen.

Grusel-Spinne in Heidelberg: Wie man die Achtbeiner entfernt – oder auch nicht

Was macht also die Heidelbergerin? Sie schnappt sich ein Glas und ein Stück Papier, um die Nosferatu-Spinne zu fangen und draußen auszusetzen. Als sie wieder nach unten in den Hausflur geht, ist es mit ihrem Heldenmut allerdings vorbei. Eine zweite Spinne sitzt unter den Briefkästen, nur Zentimeter von der Stelle entfernt, an der die Redakteurin vorher noch kniete, um ein Bild von dem ersten Exemplar zu machen.

Der andere Achtbeiner ist zwar kleiner und auch heller, aber die Rückenzeichnung ist eindeutig die gleiche, nämlich die des Filmvampirs, dem diese Spinnenart ihren gruseligen Namen verdankt. Tapfer fotografiert die Redakteurin die zweite Nosferatu-Spinne auch noch, aber „immer mit einem nervösen Seitenblick auf das größere Tier, das auf Augenhöhe neben mir an der Wand saß.“

Eine Nosferatu-Spinne sitzt in einem Wohnhaus
Eine Nosferatu-Spinne sitzt in einem Wohnhaus © dpa/Uwe Anspach; HEIDELBERG24/privat

Grusel-Spinne in Heidelberg – wie Arachnophobie wieder aufflammt

Während sie die Fotos macht, gehen immer wieder die Lichter im Treppenhaus aus. Kurze Zeit ist sie mit den Spinnen allein im Dunkeln. Arachnophobiker können den Horror vielleicht nachvollziehen, den Schauder, der einem in so einer Situation über den Rücken läuft. „Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass Dutzende von den Biestern an den Wänden sitzen und jeden Moment auf mich herabspringen.“

Zum Schluss berichtet uns die Heidelbergerin noch, dass sie seither jedes Mal, wenn sie nach Hause kommt, erst den Eingang ihres Wohnhauses abcheckt und ständig den Flur scannt, während sie die Treppe hochgeht. So ähnlich muss sich auch die Familie aus Ludwigshafen fühlen, die gleich mehrere der Nosferatu-Spinnen in ihrem Haus gefunden hat. (resa)

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