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Kommentar zur Nosferatu-Spinne: Nur der Anfang der Achtbeiner-Invasion

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Von: Olaf Kubasik

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Die extreme Ausbreitung der Nosferatu-Spinne sorgt in Deutschland für Panik. Dabei ist einzig und allein der Mensch schuld daran. Ein Kommentar.

Plötzlich herrscht Panik. Wegen eines Tieres. Und weil es haarig ist, acht Beine hat, menschliche Haut mit seinen Beißwerkzeugen durchaus zu durchdringen vermag und Wohnräume heimsucht, scheint die schon lang absehbare Einwanderung der Kräuseljagdspinne und ihre schnelle Vermehrung derzeit schnapp-atmend akuter als jegliche Auswirkungen eines schrecklichen Krieges.

Diese sogenannte Nosferatu-Spinne sorgt derzeit für Panik-Hypes, die selbst ihrem schauspielernden Zweitnamensgeber Max den Schreck in alle Glieder (wenn auch nur vier) fahren lassen dürfte. Aber warum? Schließlich ist vor lästigen Blutsaugern sicher, wer den friedlichen Nosferatu im Haus hat. Wer bei seinem Aussehen dennoch erschaudert, stülpt einfach ein großes Glas über ihn – und trägt ihn wie die Hauswinkelspinne ins Freie. Fertig! Und absolut gruselfrei.

NameKräuseljagdspinne (Nosferatu-Spinne)
OrdnungWebspinnen
HerkunftMittelmeerraum
Funde in Deutschlandseit 2005

Nosferatu-Spinne: Auch andere Arten werden Deutschland erobern

Nur wird die Nosferatu-Spinne nicht das Ende der achtbeinigen Fahnenstange bleiben. Andere Spinnen-Arten werden folgen - Gewebe zersetzende, aber auch hochgiftige. Weil der Mensch in seinem ausbeutenden Egoismus das Klima zerstört und nebenbei auch noch sein Einkaufsverhalten globalisiert.

Die harmlose Nosferatu-Spinne ist nur der erste Schritt auf einem Weg für die wahren Teufel. Aber auch mit denen gilt es irgendwann zu leben. In einem Einklang ohne Schreck – aber immer mit dem Bewusstsein, dass das Tor zum Arachnophobiker-Horror einzig und allein der Mensch geöffnet hat.

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