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Achtung, Hundehalter: Diese Tierarzt-Kosten verdoppeln sich ab jetzt

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Von: Juliane Reyle

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Ab 22. November wird es für Hundebesitzer teurer: Beim Tierarzt-Besuch werden höhere Kosten anfallen als bisher. Wie kommt es zu dieser Preissteigerung?

Erst im Juli dieses Jahres wurde eine Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) beschlossen – wodurch der Besuch einer Tierarztpraxis ab Herbst teurer ausfallen wird als bisher. Die Aktualisierung der Gebührenordnung ist die erste seit über 20 Jahren. Doch was bedeutet diese „neue Gebührenordnung“? Und vor allem: Welche Kosten kommen nun auf Tierhalter zu?

Neue Gebührenordnung sorgt für höhere Tierarztrechnungen in Deutschland

Die Tierarztgebührenordnung regelt, welche tierärztliche Leistung wie viel kostet, beziehungsweise was Tierärzte für ihre Arbeit berechnen dürfen. Seit 1999 hat es keine Anpassung mehr dieser Gebührenordnung gegeben. Aus diesem Grund und weil eine Anpassung der wirtschaftlichen Erfordernisse einer Tierarztpraxis notwendig war, stimmte der Bundesrat einer Neufassung der Ordnung in diesem Jahr zu.

Seit 1999 hat sich in der Medizin und somit auch in der Tiermedizin viel weiterentwickelt. Es gibt neue Untersuchungsverfahren und modernere Techniken und Ausrüstungen für Tierärzte, durch die höhere Kosten für die Praxen anfallen. Aus diesem Grund müssen Tierärzte auch höhere Rechnungen ausstellen können.

Die Preiserhöhung macht nebenbei auch den Beruf attraktiver und fördert den Fortbestand oder die Neugründung von Praxen. Landwirte sehen in der Gebührenerhöhung vor allem eine Mehrbelastung, wie die Fuldaer Zeitung schreibt.

Wie sehr steigen die Kosten beim Tierarztbesuch?

Für Tierhalter, die die Kosten beim Tierarzt sowieso schon als teuer empfunden haben, wird es nun schwierig, denn „die Höhe der einzelnen Gebühr bemisst sich, soweit nichts anderes bestimmt ist, nach dem Einfachen bis Dreifachen des Gebührensatzes“, so heißt es in der Gebührenordnung.

Hundebesitzer haben für eine allgemeine Untersuchung mit Beratung bisher (Stand von 2020) 13,47 Euro bei einfacher Abrechnung bezahlt, nach der neuen GOT werden ab Oktober Kosten von 23,62 Euro anfallen. Ebenso werden sich die Kosten für Impfungen verdoppeln, wie finanzen.de berichtet.

Der erste Tierarztbesuch ist oft prägend für das Tier
Bald müssen Hundebesitzer beim Tierarzt mehr zahlen. Woran liegt das? © Inga Kjer

Nicht nur Hundehalter sind betroffen – auch für andere Tiere steigen die Gebühren

Doch nicht nur für Hundehalter steigen die Tierarztkosten ab November dieses Jahres, auch für alle anderen Tierarten, wie Katzen, Rinder oder Schweine, werden die Gebühren in der GOT angepasst. Um als Hundebesitzer einen unnötigen Tierarztbesuch zu vermeiden, gilt es die für Hunde giftigen Tiere und Insekten zu kennen. Außerdem sollten Hundehalter wissen, dass sie bei der Steuererklärung sparen können.

Ist eine teure Tierkrankenversicherung eine gute Option?

Die Tierarztkosten sind für viele Tierhalter bereits bisher eine große Belastung gewesen. Da Tierärzte auch 19 Prozent Mehrwertsteuer berechnen, sind die Kosten im Falle einer längeren Behandlung häufig sehr hoch. Deshalb greifen viele Tierhalter zu einer Krankenversicherung für Tiere. Doch bei diesen gilt es genau zu analysieren, was über die Versicherung geregelt ist und was sie kostet. Denn deckt die Krankenversicherung den Bereich der Behandlungen, die anfallen, nicht ab, so muss dennoch ganz normal bezahlt werden und die Tierkrankenversicherung muss obendrein gezahlt werden.

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