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Hündinnen schlauer als Rüden: So bewerten uns die Tiere

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Von: Anna Katharina Küsters

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Eine japanische Studie zeigt, dass Hündinnen in der Lage sind, bestimmtes menschliches Verhalten zu beurteilen und zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Hunde sind intelligente, sensible und liebenswerte Haustiere, da sind sich Hundebesitzer in der Regel einig. Japanische Wissenschaftler konnten nun aber sogar wissenschaftlich beweisen, dass die Tiere nicht nur schlau sind, sondern in manchen Fällen sogar dazu in der Lage, menschliches Handeln zu bewerten und dann für sich zu nutzen. Bei Hündinnen war diese Eigenschaft sogar deutlich ausgeprägter als bei Rüden.

Hündinnen schlauer als Rüden: So bewerten uns die Tiere

Hunde bewerten unser Verhalten.
Hunde bewerten unser Verhalten. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Es ist also tatsächlich keine Einbildung: Hunde reagieren sehr sensibel auf das Verhalten ihrer Besitzer und der schräge, leicht tadelnde Blick des Tieres kann durchaus bedeuten, dass sie gerade ganz und gar nicht einverstanden sind mit dem Verhalten ihres Herrchens oder Frauchens. Zumindest legt eine japanische Studie nun nahe, dass Hunde dazu in der Lage sind, das Tun ihrer Besitzer zu bewerten und dementsprechend darauf zu reagieren.

Hündinnen schlauer als Rüden: Vor den Tieren Boxen öffnen

Zu diesem Ergebnis kamen die Forschenden, indem sie wie folgt vorgingen: Sie zeigten Hündinnen und Rüden zwei Menschen, die jeweils versuchten, eine durchsichtige Box mit einem Gegenstand darin zu öffnen. Die eine Person öffnete die Box ohne Mühen und konnte den darin enthaltenen Gegenstand herausholen (erfolgreiche Person). Die andere Person hingegen sollte so tun, als habe sie Schwierigkeiten beim Öffnen des Behälters (unerfolgreiche Person). Diesen Vorgang wiederholten die beiden Menschen insgesamt zweimal vor den Augen der Hunde mit unterschiedlichen Containern – beide Male war die eine Person besser darin, die Box zu öffnen als die andere.

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Die dritte Runde bestand aus zwei Durchgängen: Im ersten Durchgang enthielten die Boxen der Testpersonen Futter, im zweiten Durchgang nicht. In beiden Runden versuchten beide Testpersonen gleichzeitig, das ihnen zugeordnete Behältnis zu öffnen, wobei es der erfolgreichen Person wieder gelingen sollte, der unerfolgreichen nicht. Je 30 Hunde schauten pro Durchgang den Menschen bei ihrem Versuch, die Box zu öffnen, zu.

Hündinnen schlauer als Rüden: Wenn es ums Futter geht, wird es ernst

In der dritten Runde zeigte sich: War die Box mit Futter gefüllt, blickten die Hunde deutlich fixierter auf die erfolgreiche Person als auf die unerfolgreiche. Insbesondere Hündinnen zeigten sich dabei sehr aufmerksam und verfolgten das Handeln des kompetenteren Menschen intensiver als Rüden. Waren die Boxen nicht mit Futter gefüllt, zeigten die Hunde keine Präferenzen und verfolgten beide Testpersonen gleichermaßen mit ihren Blicken.

Hündinnen schlauer als Rüden: Forscher vermuten Bewertungskompetenz bei Hunden

Die Ergebnisse der Studie zeigen aus Sicht der Wissenschaftler, dass Hunde die Kompetenz von Menschen in gewisser Weise bewerten können und sich dementsprechend verhalten. Es lohne sich außerdem, aufmerksam die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Hunden in den Blick zu nehmen, die sich auf ihre Möglichkeiten beziehen, soziale Situationen zu bewerten.

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