Bis zu acht Zentimeter groß

Diese Horror-Spinne ist wieder in den Häusern unterwegs

  • Olaf Kubasik
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Im Herbst fühlt sich die Hauswinkelspinne in Gebäuden pudelwohl - und sie kann beißen.

Ihr Hausbesuch ist nichts für schwache Nerven. Denn sie ist haarig und zählt mit bis zu acht Zentimetern Länge zu den größten ihrer Art in Deutschland. Deshalb endet die Begegnung mit ihr in den eigen Wänden bei Zartbesaiteten schnell in Ekel-Alarm samt Kreisch-Attacke. Zumal sie auch beißen kann - aber nur, wenn sie sich extrem bedroht fühlt. Die Rede ist von der Hauswinkelspinne, die bei derzeitigen Temperaturen wieder Hochkonjunktur in den Gebäuden der Region Heilbronn hat.

Doch wie ist umzugehen mit der Hauswinkelspinne, wenn es zur Begegnung kommt? Schädlingsbekämpfer Johann Ekov aus Heilbronn-Böckingen weist erst einmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei jeder Art von Spinnen um Nutztiere handelt: "Sie befreien uns von allerhand fliegendem Ungeziefer, deswegen dürfen sie nicht getötet werden - zumal sie sich eh nach draußen verziehen, wenn es wärmer wird." Und wenn sie im Haus wegen Panik-Attacken nicht ertragen werden? Ekov, der zusammen mit Timur Zhukenov Chef von Effective Concept ist, erklärt: "Jemand, der keine Angst hat, sollte die Spinne vorsichtig in ein Glas packen und sie etwa 100 Meter entfernt aussetzen, denn sonst kehrt sie schnell zurück."

ArtHauswinkelspinne (Tegenaria domestica)
Vorkommenalle gemäßigten Klimazonen
BeuteInsekten und Asseln
Gesamtlängebis zu acht Zentimeter

Heilbronn: Große Horror-Spinne ist wieder in den Häusern unterwegs - und beißt

Es gibt aber auch eine Spinne, mit der sich Schädlingsbekämpfer wie Johann Ekov aus Heilbronn neben gaaanz fiesen Insekten wie Bettwanzen, Schaben oder Pharaoameisen beschäftigen müssen. Besser gesagt, mit ihren Netzen. Kandidat Mauerspinne. Ekov: "Sie baut ihre Netze flach anliegend ans Mauerwerk, was auf Dauer die Bausubstanz schädigt." Heißt: Am Gebäude entstehen hässliche dunkle Flecken. Schädlingsbekämpfer Johann Ekov aus Heilbronn sagt: "Das ist manchem ein Dorn im Auge - etwa zehn Mal pro Jahr erhalten wir solche Aufträge." Und dann? "Dann greifen wir zur mechanischen Behandlung, denn wenn die Netze weg sind, gehen auch deren Erbauer."

Rubriklistenbild: © Kubasik/Pixabay/Collage: kub