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Große Giftspinnen-Art breitet sich über die Autobahn in Deutschland aus

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Von: Karolin Stevelmans

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Eine giftige Spinnenart aus Südeuropa breitet sich weiter in den Norden aus und wird inzwischen auch in ganz Deutschland immer häufiger gesichtet.

Eine Frau aus Nottuln bei Münster hat in ihrer Wohnung eine giftige Spinne gefunden. Die sogenannte Nosferatu-Spinne saß auf dem Gästebett, als sie das Tier entdeckte. Mittlerweile sind Funde dieser Spinnenart kein Einzelfall mehr. Auch eine Heidelbergerin entdeckte kürzlich die Giftspinne auf ihrer Klobrille. Die Spinne breitet sich auch in Deutschland immer weiter aus und nimmt dabei ungewöhnliche Wege.

SpinnenartNosferatu-Spinne
GattungWebspinne
HerkunftSüdeuropa und Nordafrika

Große Giftspinne aufgetaucht – Spinne verbreitet sich in ganz Deutschland

Als die junge Frau aus dem Münsterland die etwa vier bis fünf Zentimeter große Spinne entdeckte, bekam sie einen Riesenschreck. Denn die Nosferatu-Spinne ist wesentlich größer als die meisten heimischen Spinnenarten in Deutschland. Man kann sie durch ihren gemusterten und hellen Körper erkennen. Aus Angst, dass das Insekt giftig sein könnte, erschlug sie es, berichtet RUHR24.

Um herauszufinden, um welche Spinnenart es sich handelte, hat sie den Naturschutzbund um Rat gefragt. Anhand eines Fotos der Spinne konnte der Nabu feststellen, dass es sich um die giftige Nosferatu-Spinne handelt.

Ein Biss des achtbeinigen Tiers kann zu Rötungen auf der Haut und Schwellungen führen, ist jedoch für den Menschen grundsätzlich ungefährlich, berichtet der WDR. Ein Biss der Nosferatu-Spinne sei vergleichbar mit einem Bienen- oder Wespenstich, teilt ein Spinnenexperte gegenüber der Rheinischen Post mit.

Immer mehr Funde der Nosferatu-Spinne registriert – Grund ist Klimawandel

Eigentlich ist die Spinne eher im Süden von Europa und Nordafrika zu Hause. Doch aufgrund steigender Temperaturen im Zuge des Klimawandels fühlt sich die Spinne mittlerweile auch in Deutschland wohl. Einen Grund zur Panik gebe es jedoch nicht.

Viele Tierarten werden aufgrund der Klimaveränderung auch in Deutschland heimisch. Der Bund für Umwelt und Naturschutz NRW sieht darin allerdings noch keine Gefahr. Problemfälle gebe es nur äußerst selten.

Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus
Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus. © agefotostock/Imago

Nosferatu-Spinne breitet sich über Autobahnen aus

Die Nosferatu-Spinne nimmt einen ungewöhnlichen Weg in den Norden Europas. Sie krabbelt in Automotoren und gelangt über die Autobahnen nach Deutschland. So sei womöglich auch das Tier in der Nottulner Wohnung der jungen Frau gelandet. Denn ihre Nachbarn waren kurze Zeit vorher im Urlaub in Slowenien.

Dass Spinnen über unterschiedlichste Transportwege nach Deutschland gelangen, zeigen auch zahlreiche Funde der „Bananenspinne“. Immer wieder finden Mitarbeiter in Supermärkten große Spinnen in eingeführten Bananenkisten aus tropischen Ländern.

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