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Zum Sterben in den Neckar geworfen – dramatische Rettung eines Hundes

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Von: Juliane Reyle, Michaela Ebert

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Hund Olaf nach seiner Rettung aus dem Neckar im Schlauchbootes der Feuerwehr Neckarelz-Diedesheim.
Hund Olaf hatte Glück im Unglück. Nachdem er mit einer Kette im Neckar gefesselt wurde, konnte er von einem Polizisten und der Freiwilligen Feuerwehr Obrigheim gerettet werden. © Freiwillige Feuerwehr Obrigheim

Gefesselt und mit Gewichten beschwert: Ein Mensch wollte sich vermutlich eines Hundes entledigen – Rüde Olaf wurde unter makaberen Bedingungen in den Neckar bei Obrigheim geworfen.

Nur durch Zufall wurde er gefunden: Spaziergänger sollen laut Bild.de den Hund gehört haben, der in seiner lebensbedrohlichen Lage heraus auf Hilfe hoffte. Der Rüde soll gefesselt und mit Gewichten beschwert an einer Stelle, wo früher das Kühlwasser des stillgelegten Kernkraftwerks Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) in den Neckar floss, im Wasser gewesen sein. Die Passanten riefen daraufhin Rettungskräfte um Hilfe.

Polizeiobermeister hilft bei Bergung des Hundes in Obrigheim: „Der Hund hat regelrecht um Hilfe geschrien“

Polizeiobermeister Jan Peres, der selbst einen Hund haben soll, war laut Bild.de in der Nähe und konnte so schnell am Tatort sein. Der Beamte soll selbst in den Neckar gestiegen sein, um den Hund vor dem Ertrinken zu retten. Passanten haben den Polizisten mit einer Hundeleine gesichert. Gegenüber der BILD am Sonntag sagt Peres: „Der Hund hat regelrecht um Hilfe geschrien. Das ging einem unter die Haut. Ich habe keine Sekunde überlegt, zu ihm ins Wasser zu steigen. Der Neckar ist an der Stelle, an der der Hund im Wasser gegen das Ertrinken kämpfte, etwa 2,5 Meter tief. Eine Frau, die zufällig vorbeikam, sicherte mich mit einer Hundeleine.“

Erschöpft, unterkühlt und verletzt: Hund musste zum Tierarzt gebracht werden

Peres hielt den Kopf des Hundes über Wasser, bis die Feuerwehr mit einem Schlauchboot kam und den Hund an das Ufer brachte. Ein Notarzt versorgte den etwa drei bis vier Jahre alten Jagdhund. Er soll an den Vorderpfoten verletzt, erschöpft und unterkühlt gewesen sein. Polizeiobermeister Peres sagte zu BILD am Sonntag: „Eingewickelt in eine warme Decke ging es auf der Rückbank des Streifenwagens für den Hund erst mal zu einem Tierarzt.“

Tierquäler ist bisher unbekannt: Polizei ermittelt gegen Unbekannt

Wer der Tierquäler ist, ob er aus der Umgebung Obrigheims kommt und ob es sich um den Besitzer handelt, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt und hält sich aktuell noch bedeckt, um mögliche Ermittlungen nicht zu gefährden.

Es heißt, dass am Abend bevor der Rüde aus dem Neckar gerettet werden konnte, eine Suchmeldung auf Facebook veröffentlicht wurde. Der angebliche Besitzer des Hundes soll geschrieben haben: „Mein Hund Olaf ist vor der Haustüre abgehauen. Wenn ihr was seht oder hört, meldet euch bei mir bitte.“ Diese Suchmeldung soll jedoch später wieder gelöscht worden sein.

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