Ästlinge in Ruhe lassen

Flaumige Vogelküken brauchen keine menschliche Hilfe

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Flaumige Jungvögel wie dieser Milchuhu findet man zu dieser Jahreszeit auch außerhalb des Nestes. Man sollte sie aber in Ruhe lassen. Keine Sorge: Die Vogelbabys werden meist noch von den Vogeleltern versorgt. Foto: Holger Hollemann

Wenn ein Jungvogel außerhalb des Nestes sitzt, heißt das nicht automatisch, dass er hilflos ist. Aber wie soll man sich verhalten, wenn man etwa im heimischen Garten ein Vogelküken findet?

Berlin (dpa/tmn) - Im Frühling haben viele Wildtiere Nachwuchs. Flaumige Vögel im Garten wecken dann oft Beschützerinstinkte bei Menschen - vor allem, wenn sie scheinbar Hilfe brauchen. Die Wildtierberatung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) rät jedoch ausdrücklich dazu, junge Wildtiere in Ruhe zu lassen.

Die sogenannten Ästlinge seien in der Regel nicht hilfsbedürftig. "Sie sitzen meist still in der Deckung, haben Rufkontakt zu den Eltern und werden versorgt", sagt Katrin Koch vom NABU über die noch nicht flügge gewordenen Jungvögel. "Für sie ist es in dieser Phase eine größere Gefahr, im Nest zu sitzen."

Um solche Jungtiere nicht zu gefährden, sollten außerdem Hunde beim Spaziergang an der Leine geführt und Katzen, wenn möglich, nur begleitet herausgelassen werden, empfiehlt die Wildtierberatung.

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