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Asiatische Tigermücke taucht erstmals im Kreis Göppingen auf

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2007 wurde die asiatische Tigermücke erstmals in Deutschland nachgewiesen. Nun ist sie auch im Kreis Göppingen angekommen. Wie gefährlich ist die Mücke und welche Krankheiten kann sie übertragen?

Nachdem die Stechmücke erst diesen Sommer im Kreis Ludwigsburg nachgewiesen wurde, entdeckte man sie jetzt auch in Uhningen-Holzhausen (Kreis Göppingen). 1990 wurde die aus den südostasiatischen Tropen stammende Mücke in Italien gesichtet. Seitdem verbreitet sie sich immer weiter nach Norden. So wurde sie auch in Deutschland, genauer in Weil am Rhein, 2007 das erste Mal nachgewiesen.

Wie sieht die asiatische Tigermücke aus?

Das wohl eindeutigste Erkennungsmerkmal der asiatischen Tigermücke ist ihre schwarz-weiße Farbe. Außerdem misst sie eine Größe von einem Zentimeter und liebt das Wasser. Vor ihrem Stich sollte man sich in Acht nehmen, denn die Mücke überträgt Krankheiten, wie das Dengue-Fieber oder den Zirka-Virus, die beide tödlich für den Menschen enden könnten.

Was ist das Dengue-Fieber und der Zirka-Virus

Das klassische Dengue-Fieber kann mit grippeähnlichen Beschwerden und einem plötzlichen Fieberanstieg bis zu 40 Grad Celsius beginnen. Das Fieber geht oft mit Schüttelfrost und schweren Erschöpfungszuständen sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen einher, auch eine Bindehautentzündung ist möglich.

Mögliche Symptome beim Zirka-Virus sind Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und Fieber. In seltenen Fällen können neurologischen Komplikationen auftreten. Zikavirus-Infektionen während der Schwangerschaft können zu Fehlbildungen beim Fötus führen 

Asiatische Tigermücke sticht, anders als andere Mücken, tagsüber

Oft ist man es gewohnt, dass die nervtötenden Mücken in der Dämmerung erscheinen und immer mal wieder in die Haut pieksen. Doch das ist bei der asiatischen Tigermücke anders: Sie sticht nämlich gerne tagsüber und ist dabei wesentlich aggressiver, als die uns bekannten Stechmückenarten.

Die asiatische Tigermücke breitet sich im Süden Deutschlands aus.
Die asiatische Tigermücke breitet sich im Süden Deutschlands aus. © dpa/US CfDCaP

Tigermücken lieben das Wasser

Überall dort, wo sich Wasser ansammelt, legt die Tigermücke ihre Eier ab. Das kann eine Gießkanne sein, der Deckel eines Regenfasses oder auch ein Vogelbecken. Überall, wo sich das Wasser eine Weile nicht mehr bewegt hat, fühlt sich die Mücke wohl. So können sie sich auch ganz einfach in Gärten vermehren.

Frühzeitige Bekämpfung soll die Mückeninvasion verhindern

Die Gesundheitsbehörden reagieren teilweise sogar mit Hubschraubern auf die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke: Das Bakterium BTI, welches die Mückenlarven in den Auen des Oberrheins erfolgreich tötet, wird mit dem Hubschrauber verteilt. Um die Ausbreitung zu verhindern, kann aber auch jeder selbst aktiv werden, indem er alle Wasseransammlungen im Garten regelmäßig überprüft und beseitigt.

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