Richtige Beratung

Seriöse Schuldnerberatung meldet sich persönlich

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Um aus den Schulden zu kommen, sollten Betroffene sich persönlich beraten lassen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Mit Menschen in misslichen Lagen lässt sich bekanntermaßen besonders gut Geld verdienen. Wer sich verschuldet und Hilfe im Internet sucht, der sollte umsichtig sein. Unseriöse Anbieter werden einem sonst das letzte Geld kosten.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Schnelle Soforthilfe, Kontakt nur online: Das sind Versprechen, die bei Verbrauchern die Alarmglocken läuten lassen sollten. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor unseriösen Schuldner- und Insolvenzberatern.

Gewerbliche Anbieter bieten demnach als Schuldenregulierer teilweise Menschen in finanziellen Notlagen ihre Dienste an, ohne dazu berechtigt zu sein. In der Praxis beraten sie nach Erfahrung der Verbraucherschützer weder auf den Einzelfall zugeschnitten noch wirtschaftlich und rechtlich fundiert. Das könne die Entschuldung verzögern - und teurer machen.

Misstrauen ist geboten, wenn Anbieter zur Unterschrift des Vertrags drängen oder zum Termin nicht in ihre Geschäftsräume einladen. Soll die Beratung nur über das Internet oder am Telefon ablaufen, ist laut den Verbraucherschützern aus einem weiteren Grund Vorsicht angebracht: Die Amtsgerichte Potsdam und Düsseldorf haben entschieden, dass Verbraucher zwingend persönlich beraten worden sein müssen, um einen Insolvenzantrag stellen zu können (Az.: 35 IK 1239/14 sowie 513 IK 233/14).

Online gibt die Verbraucherzentrale NRW weitere Empfehlungen, wie Verbraucher unseriöse Angebote erkennen können.

Verbraucherzentrale NRW

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